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Rotterdam – ganz anders als erwartet

08.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Rotterdam – ganz anders als erwartet
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Der Hafen ist das Erste, das den meisten Menschen zu dieser Stadt einfällt. Das hat dazu beigetragen, dass Rotterdam mit einem schlechten Image zu kämpfen hat. Doch die zweitgrösste Stadt der Niederlande nach Amsterdam ist aufgewacht.

Mittlerweile als coole und moderne Hafenstadt inszeniert, beginnen sich auch Touristen mehr für Rotterdam zu interessieren. Bei ihren Besuchen stellen sie fest, dass sie keine ausschliesslich graue, hässliche Industriestadt erwartet.

Die Gründe hierfür liegen an den veränderten Bedingungen der Containerschifffahrt und einer innovativen Stadtbauplanung. So ist in der Innenstadt die Hafenstadt Rotterdam als solche kaum mehr erkennbar. Was an früheren Hallen und Gebäuden übrig blieb, ist in eine auch kunstorientierte Gesamtplanung aufgenommen worden.



So steht die niederländische Hafenmetropole heute für Kultur, Kunst und Architektur. Die Bewegung, die jetzt ausgelöst wurde, hat noch keinen Stillstand erreicht. Immer wieder werden neue begeisternde Projekte gestartet, und aus Jux entstand der Name „Manhattan an der Maas“; Rotterdam gibt sich alle Mühe, in diesen Beinamen hineinzuwachsen.

Ter Heijde Strand mit dem Rottenburger Hafen im Hintergrund (Bild: Ralf Roletschek, Wikimedia, GNU)

Ter Heijde Strand mit dem Rottenburger Hafen im Hintergrund (Bild: Ralf Roletschek, Wikimedia, GNU)

Noch immer eine Hafenstadt

Auch wenn andere Aspekte Rotterdams deutlich mehr in den Vordergrund gerückt sind, spielt der Hafen eine wichtige Rolle. Nicht nur Containerschiffe legen an und ab, auch die Kreuzfahrtriesen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Am schönsten ist es an den Welthafentagen, die immer Anfang September stattfinden.

Alle hoffen auf gutes Wetter, denn dann macht das Spektakel natürlich noch viel mehr Spass. Man kann Schiffe, aber auch Lastkräne besichtigen und Bootstouren unterschiedlichster Art buchen. Stuntshows und simulierte Rettungsaktionen mit Hubschraubereinsatz geben einen guten Einblick in die moderne Seeschifffahrt. Eine Attraktion ist das Wasserballett der Hafenschlepper, wo die Bootsführer ihre Steuerkunst bei Musik einmal künstlerisch demonstrieren können.

Das Hafenmuseum hat während der drei Tage stets geöffnet und der Eintritt ist umsonst. Dies ist eine Alternative bei schlechtem Wetter. Es zeigen auch traditionelle Handwerker ihre Kunst: Ob es nun geflochtene Körbe, gedrehte Seile oder der typische, aus Holz geschnitzte holländische Holzschuh ist, der maritim noch nicht so Versierte kommt aus dem Staunen nicht heraus.





Het Witte Huis in Rotterdam (Bild: Quistnix, Wikimedia, CC)

Het Witte Huis in Rotterdam (Bild: Quistnix, Wikimedia, CC)




Hoch hinaus – es wird gebaut

Insgesamt ist Rotterdam deutlich grösser und weltstädtischer geworden. Die Skyline am südlichen Ufer ist recht imposant. Einen guten Überblick über die Ausdehnungen hat man von oben, wenn man sich auf den 1960 erbauten Euromast auf 101 Meter Höhe begibt. Es fällt auch auf, wie viele Bäume und Parks zwischen alter und neuer Architektur eingebettet sind. Wer sich von hier abseilen möchte, kann das übrigens auch probieren.

Kubushäuser in Rotterdam (Bild: Raenmaen, Wikimedia, GNU)

Kubushäuser in Rotterdam (Bild: Raenmaen, Wikimedia, GNU)

Wessen Herz für Architektur schlägt, der sollte auch das Puntegale besichtigen, in dem früher das Finanzamt untergebracht war. Nahebei steht als optischer Kontrast eine norwegische Kirche, deren Besuch für an Kirchengeschichte Interessierte spannend ist. Ein Muss sind natürlich auch die Kubushäuser. Würfelförmige Wohneinheiten stehen, vom Architekten Piet Blom so entworfen, immer auf einer ihrer Spitzen.

Das Hotel New York erinnert an die Auswanderer, die von hier aus in alle Welt reisten. Der historische Delvshafen gibt einen Eindruck von der Enge und Mühsal früherer Tage. All dies macht Hunger und Durst: Überall findet man kleine Cafés und Kneipen, um da Abhilfe zu schaffen. Frischen Hering und anderen Fisch sollte man hier unbedingt probieren. Wer Fisch nicht essen mag, kann sich auch in einem der zahlreichen asiatischen Beautyshops von speziellen Fischen eine spezielle Pediküre vornehmen lassen.

 

Oberstes Bild: Lichtinstallation am 15. Mai 2007 zur Erinnerung an die Bombardierung vor 67 Jahren (© Yorick Groen, Wikimedia, CC)

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