Säntis-Schwebebahn: Betrieb nach erneuter Lawine bis auf weiteres eingestellt

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Säntis-Schwebebahn: Betrieb nach erneuter Lawine bis auf weiteres eingestellt
Jetzt bewerten!

Der Betrieb der Säntis-Schwebebahn, von der Schwägalp auf den Säntis, bleibt in den nächsten Monaten eingestellt. Grund dafür ist eine Beschädigung an der Tragwerkkonstruktion der ersten Seilbahnstütze. Diese wurde durch einen Lawinenabgang in Mitleidenschaft gezogen.

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Betrieb der Säntis-Schwebebahn bis auf weiteres eingestellt. Weder Gäste noch Angestellte werden mit der Schwebebahn transportiert. Grund dafür ist eine Beschädigung im unteren Bereich der Seilbahnstütze.

Durch einen Lawinenniedergang im Zeitraum von Sonntag, 13. Januar und Montag, 14. Januar wurde der Lawinenschutz der Stütze sowie die Tragwerkkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen. Wie gross der Schaden an der Stütze und der Konstruktion ist, kann derzeit noch nicht im Detail gesagt werden.

Man muss allerdings davon ausgehen, dass der Schaden erheblich ist und die Reparaturarbeiten Monate dauern könnten. Im schlimmsten Falle muss die Stütze sogar komplett ersetzt werden. Ein Projektteam aus Fachleuten beurteilt aktuell den Schaden und plant das weitere Vorgehen.

Gefahr richtig eingeschätzt

Der erneute Lawinenniedergang ereignete sich zurzeit, als auf der Schwägalp die Rettungs- und Räumungsarbeiten des vorhergehenden Lawinenniedergangs vom 10. Januar eingestellt waren und der Zugang des ganzen Bereichs für sämtliche Personen gesperrt war. Grund für den Unterbruch dieser Arbeiten waren die starken Schneefälle verbunden mit der gestiegenen Lawinengefahr. Wie das erneute Ereignis zeigt, wurde die Gefahr von den Fachleuten richtig eingeschätzt. Zwischen dem ersten Lawinenereignis und jenem das die Stütze beschädigt hat, fielen bis 1,5 Meter Neuschnee.

Dieser starke Schneefall in Kombination mit hohen Windspitzen dürften zum erneuten Lawinenabgang geführt haben. Bei diesem kamen wesentlich weniger Schneemassen in Bewegung, als beim ersten Lawinenereignis. Dementsprechend drang der Schnee auch nicht bis zur Schwägalp vor, sondern kam schon vorher zum Stillstand.

Keine Kündigungen

Auf Grund dieses jüngsten Ereignisses, wird davon ausgegangen, dass der Schwebebahnbetrieb auf den Säntis während Monaten eingestellt bleibt. Für die Mitarbeitenden der Säntis-Schwebebahn hat dieser Entscheid keine Konsequenzen, weder finanziell noch bezüglich ihrer Anstellung. Was dies für die derzeit laufenden Umbauarbeiten des Gipfelrestaurants auf dem Säntis bedeuten, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Dies steht allerdings auch nicht im Vordergrund.

Die Säntis-Schwebebahn unternimmt alles Erdenkliche um den Gästen und Mitarbeitenden die höchste Sicherheit zu bieten und geht deshalb auch in diesem Fall keine Risiken ein. Dementsprechend wird es bis zur Instandstellung der Stütze keine Personenfahrten geben, obwohl diese rein theoretisch möglich wären. Trotz dem Ausfall des Schwebebahnbetriebs können das Hotel mit Gastronomie auf der Schwägalp sowie das Gasthaus Passhöhe normal geöffnet bleiben.

 

Quelle: Säntis-Schwebebahn
Titelbild: Tobias Arhelger – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Säntis-Schwebebahn: Betrieb nach erneuter Lawine bis auf weiteres eingestellt

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.