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Sagenumwoben, mystisch und einfach wunderbar schön: Der Ring of Kerry

20.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Sagenumwoben, mystisch und einfach wunderbar schön: Der Ring of Kerry
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Auf rund 170 Kilometern führt der Ring of Kerry einmal um die wunderschöne Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands. Die beliebte Panoramastrasse passiert mystische Örtchen und spektakuläre Küstenlandschaften. Sollten Sie irgendwo einem Troll oder einer Elfe begegnen, wundern Sie sich nicht, in der sagenumwobenen Gegend scheint alles möglich.

Doch nicht nur die einmalige Landschaft macht den Ring of Kerry zu einer Touristenattraktion: Sympathische Bewohner und charmante Traditionen versetzen Besucher in Begeisterung. Doch die Schönheit hat ihren Preis, im Sommer ist die Nationalstrasse N 70, wie der Ring of Kerry offiziell heisst, extrem überlaufen.

Wer sich keiner organisierten Bustour anschliesst, sollte die Prachtstrasse in Richtung des Uhrzeigers befahren – die Busse starten in Kenmare in entgegengesetzter Richtung. Auf diese Weise vermeiden Sie lange Staus und fahren einfach an den Blechlawinen vorbei.

Ring of Kerry, County Kerry – Ausblick Richtung Südwesten (Bild: DI Florian Fuchs, Wikimedia, CC)

Ring of Kerry, County Kerry – Ausblick Richtung Südwesten (Bild: DI Florian Fuchs, Wikimedia, CC)

Kenmare ist ein liebenswertes Örtchen, das sich als idealer Startpunkt für eine Rundfahrt anbietet – obwohl hier nur rund 1700 Menschen leben, herrscht in den zahlreichen Geschäften, Pubs und Restaurants stets ein reges Treiben. Kenmare wurde im Zuge der wachsenden Bevölkerung im 18. Jahrhundert exakt geplant, drei im Dreieck verlaufende Hauptstrassen treffen sich am Marktplatz als dem Mittelpunkt des Ortes. Wer Kunsthandwerk mag und einige Souvenirs für daheim sucht, wird in den kleinen Lädchen Kenmares garantiert fündig. Bekannt ist das Örtchen vor allem für seine Spitzenklöppelei. Besonders schön ist die jährlich am 15. August stattfindende Kenmare Fair – hier bieten Händler aus der Region ihre Waren und Produkte feil.

In der Nähe liegt die Cromwell Bridge, eine extrem steile Brücke, die für Fahrzeuge unpassierbar ist. Auch Fussgänger müssen hier vorsichtig einen Fuss vor den anderen setzen. Der Legende nach hat Oliver Cromwell diese Brücke mithilfe des Teufels erbaut, um die Einwohner zu ärgern. Erwiesenermassen war der Lordprotektor jedoch niemals in Kenmare.





Die Bucht von Kenmare (Bild: Shiny Things, Wikimedia, CC)

Die Bucht von Kenmare (Bild: Shiny Things, Wikimedia, CC)

Am Ortsrand treffen Besucher auf einen Steinkreis – 15 einzelne Steine gruppieren sich um einen grossen Dolmen in der Mitte. Etwas weiter östlich finden Interessierte einen weiteren Steinkreis mit 13 Steinen. Forscher gehen davon aus, dass beide Kreise bereits in der Bronzezeit entstanden sind. Der Legende nach haben Wikinger die beiden Steinkreise bei einem Überfall hinterlassen.

Über Sneem und Waterville geht es von dort aus weiter nach Cahersiveen. Sehenswert sind vor allem das Ballycarbery Castle, eine Burgruine in wunderbarer Landschaft, sowie die Daniel O’Connell Memorial Church. Ganz in der Nähe befinden sich die restaurierten Ringforts Cahergall Fort und Leacananbuiale Fort, die einen Abstecher lohnen.

Westlich von Cahersiveen liegt Valentia Island, eine der westlichsten bewohnten Inseln Europas. Von Portmagee aus erreichen Sie das kleine Eiland über eine Brücke. Besonders spektakulär ist eine Überfahrt von Portmagee nach Skelling Michael, bei gutem Wetter setzen die Boote zwischen April und Oktober über. Wer nicht aussteigen mag, umrundet die kleine Insel einmal mit dem Boot und geniesst die einmalige Aussicht.



Noch schöner ist ein Besuch auf Skelling Michael. Hier gibt es ein Mönchskloster aus dem 6. Jahrhundert, das, terrassenförmig angelegt, Schutz vor dem stetigen Wind bieten sollte. Der Aufstieg ist nicht ganz ungefährlich, wer unter Höhenangst leidet, sollte Skelling Michael lieber nur vom Boot aus betrachten.

The Skellig Michael mit dem Mönchskloster aus dem 6. Jahrhundert (Bild: Jerzy Strzelecki, Wikimedia, CC)

The Skellig Michael mit dem Mönchskloster aus dem 6. Jahrhundert (Bild: Jerzy Strzelecki, Wikimedia, CC)




Weiter geht es in Richtung Killorglin, auf einem besonders schönen Streckenabschnitt des Ring of Kerry. Am 10. August ist in Killorglin einiges los, dann starten die Feierlichkeiten der Puck Fair. Drei Tage lang herrscht in dem kleinen Örtchen Ausnahmezustand, es wird gefeiert, was das Zeug hält. Und ganz im Sinne der verrückten irischen Traditionen krönen die Einwohner Killorglins für diese Tage einen Ziegenbock zum König. Bereits bei den Kelten soll es ein ähnliches Fest gegeben haben, das dem heutigen Erntedankfest ähnelt. Ein Spektakel, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten!

Von Killorglin aus fahren Sie nach Killarney, einem der Hauptorte des County Kerry. Die 13’000-Einwohner-Stadt lebt vom Tourismus, und so ist hier stets einiges los. Wer zu Wanderungen oder Tagestouren aufbrechen will, hat in Killarney einen idealen Standort. Direkt an den Ort grenzt der Killarney-Nationalpark, der sich über 100 Quadratkilometer erstreckt und eine herrliche Landschaft bietet.

Wasserfall O'Sullivan's in Killarney Nationalpark, County Kerry (Bild: Phil Armitage, Wikimedia)

Wasserfall O’Sullivan’s in Killarney Nationalpark, County Kerry (Bild: Phil Armitage, Wikimedia)




Durch den Einfluss des Golfstroms treffen Sie hier sogar auf einige Pflanzenvertreter aus dem Mittelmeerraum. Besonders sehenswert ist das Muckross House, das inmitten des Parks mit einem herrlichen Garten in idyllischer Lage besticht. Ein Spaziergang durch den wunderbar angelegten Steingarten sowie den herrlichen Blumengarten zählt zu den Highlights im Killarney-Nationalpark. Ganz in der Nähe befindet sich die Muckross Abbey, die in der herrlich grünen Landschaft ein perfektes Fotomotiv abgibt.



Nach Erkundung des Nationalparks gelangen Sie auf Ihrer Route zurück nach Kenmare, dem Ausgangspunkt der beeindruckenden Rundfahrt. Grundsätzlich können Sie die Strecke an einem Tag bewältigen – sehr viel schöner ist es jedoch, sich einige Tage Zeit zu nehmen und die Schönheit der Landschaft zu entdecken. Idealerweise übernachten Sie zwischendurch, ein kleines Hotel oder ein sympathisches Bed & Breakfast finden Sie am Ring of Kerry eigentlich immer.

Sehr schön sind Wanderungen oder Radtouren durch die sagenumwobene Landschaft, bei denen Ihnen, wenn Sie Glück haben, vielleicht doch ein Troll begegnet!

 

Oberstes Bild: Der Ring of Kerry gesehen von Staigue Stone Fort aus. (Christian Menz, Wikimedia )

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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