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So kann Ihnen die Reisekrankheit Ihre Ferien nicht vermiesen

17.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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So kann Ihnen die Reisekrankheit Ihre Ferien nicht vermiesen
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Bekanntlich ist die Ferienzeit die angeblich schönste Zeit im Jahr. Doch wenn es auf zum Ferienort geht, egal ob mittels Bahnreise, mit dem Auto oder im Flugzeug, haben manche einen ständigen Kampf mit der Übelkeit zu überstehen. Sie leiden an der Reisekrankheit, die jedem auch die schönsten Ferien vermiesen kann.

Medizinisch korrekt spricht man dabei von der Kinetose, und damit ist auch schon die Ursache für die Symptome genannt. Denn „kinein“ ist Griechisch und bedeutet Bewegung, womit klar ist, dass durch ungewohnte Bewegungen die Krankheit ausgelöst wird. Was Sie dagegen tun und wie Sie sie sogar vermeiden können, erfahren Sie im nachstehenden Beitrag.



Reisekrankheit ist klar definiert

Im medizinischen Sinne spricht man von einer Reisekrankheit dann, wenn infolge ungewohnter Bewegungen und rascher Beschleunigungen von Auto, Schiff oder Zug bzw. Flugzeug Bewegungskrankheiten hervorgerufen werden. Auch ein Flugsimulator oder entsprechende Szenen in einem Action-Film im Kino können die Reisekrankheit auslösen. In diesem Fall spricht man aber von der sogenannten Pseudokinetose, also der Scheinreisekrankheit. Dies deshalb, da sie ja ausschliesslich über optische Wahrnehmung und nicht wirklich über die Bewegung ausgelöst wird.

Die Symptome der Erkrankung auf der Ferienreise sind schnell erklärt und reichen von Übelkeit über Schwindel bis hin zum Erbrechen. Und zwar immer genau dann, wenn Sie sich in einem Verkehrsmittel befinden. Sie tritt vor allem bei raschem Geschwindigkeits-, aber auch Richtungswechsel auf, da diese Informationen an das Gleichgewichtsorgan in unserem Körper weitergegeben werden, obwohl keine Übereinstimmung mit einer solchen eines Sinnesorgans vorliegt.

Wenn Sie sich zum Beispiel im Inneren eines Schiffes aufhalten, suggeriert Ihr Auge, dass Sie sich in einem geschlossenen Raum, der sich in Ruhe befindet, befänden. Ihr Gleichgewichtsorgan nimmt jedoch das Schwanken und das Schaukeln durchaus wahr. Da das Gehirn die unterschiedlichen Reize nicht auf einen Nenner bringen kann, reagiert es mit Schwindelgefühl und Schweissausbruch. Meist kommt dann noch erhöhter Puls dazu. Ob und wie Sie auf die Reisekrankheit reagieren, ist individuell verschieden. Manche reagieren nur auf einzelne Verkehrsmittel, wobei klar ist, dass Stress und Unruhe die Anfälligkeit für die genannten Symptome durchaus verstärken kann.

Reisekrankheit wird durch ungewohnte Bewegungen im Auto, Schiff oder Zug ausgelöst (Bild: Beth Swanson / Shutterstock.com)

Reisekrankheit wird durch ungewohnte Bewegungen im Auto, Schiff oder Zug ausgelöst (Bild: Beth Swanson / Shutterstock.com)




Wichtigste Massnahme ist das Vorbeugen

Wenn Sie wissen, dass Sie unter Reisekrankheit leiden, können Sie durch Vorbeugen einiges verhindern. Vor Reiseantritt ergibt es Sinn, sich nur mit leichter Kost oder Obst und Gemüse bzw. Rohkost zu ernähren. Alkohol ist zu vermeiden, wobei das nicht heissen soll, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht wichtig wäre.

Wichtig ist, dass Sie die Reise nicht mit leerem Magen antreten, deshalb gilt es, ausgiebig zu frühstücken oder einen Brunch zu konsumieren. Keinesfalls sollten Sie sich während der Reise durch Lesen oder Betrachten von Bildern oder Fotos ablenken, dies suggeriert dem Körper nämlich Ruhe. Zu empfehlen ist, dass Sie einfach ruhig aus dem Fenster schauen und dabei einen fixen Punkt am Horizont ins Auge fassen.

Die Symptome der Reisekrankheit reichen von Übelkeit über Schwindel bis hin zum Erbrechen. (Bild: deepblue-photographer / Shutterstock.com)

Die Symptome der Reisekrankheit reichen von Übelkeit über Schwindel bis hin zum Erbrechen. (Bild: deepblue-photographer / Shutterstock.com)




Die Wahl des richtigen Sitzplatzes kann helfen



Eine Massnahme, die ebenfalls dazu beiträgt, dass Sie Ihre Reisekrankheit in den Griff bekommen, ist die richtige Wahl des Sitzplatzes im Verkehrsmittel. Das bedeutet, dass Sie eventuell im Auto nicht auf der Beifahrerseite Platz nehmen, sondern selbst hinterm Steuer sitzen. Im Bus gilt die Devise, zwar weit vorne, aber nicht direkt über der Vorderachse Platz zu nehmen. Ihr Blick soll dabei in der Mitte direkt nach vorne gerichtet sein.



Für das Flugzeug gilt, dass die Sitze, die sich unmittelbar am Mittelgang befinden, eine gute Wahl sind. Dazu kommt, dass diese bestmöglich im vorderen Bereich des Flugzeuges sein sollten. Auf dem Schiff gilt es, sich einen Platz in der Schiffsmitte zu sichern, wobei dieser auch noch über dem Wasserspiegel sein sollte. Damit sitzen Sie nahe am Schwerpunkt, wo Schwankungen weniger zu spüren sind.

Generell gilt der Blick in Richtung Horizont als empfehlenswert und wenn möglich die Versorgung mit ausreichend Frischluft. Wenn Sie sich auf einem Schiff befinden, können Sie dem Seegang am besten an Deck trotzen. Vermeiden Sie jedoch den direkten Aufenthalt in der Sonne, da dies negative Auswirkungen auf Ihren Kreislauf hat.

Wenn sich trotzdem Übelkeit ausbreitet, sollten Sie zu Kaugummis greifen. Es gibt in der Apotheke spezielle Produkte, die gegen Reisekrankheit helfen. Sie wirken binnen Minuten und sollten immer griffbereit in Ihrer Tasche sein. Wenn Sie zu natürlichen Produkten zur Abhilfe greifen möchten, sind Melissentropfen auf einem Stück Zucker oder Ingwerbonbons ein bewährtes Mittel, das Sie auch im Vorfeld der Reise einnehmen können. So kann die Wirkung der Inhaltsstoffe rechtzeitig entfaltet werden und Sie können die Anreise zu Ihren wohlverdienten Ferien in vollen Zügen geniessen.

 

Oberstes Bild: Die Reisekrankheit betrifft viele, die ihre Ferienreise antreten. (© Maridav / Shutterstock.com)

Über Susanne Mairhofer

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