Sommerausklang auf Chalkidiki

22.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Sommerausklang auf Chalkidiki
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In diesem Jahr startete ich später als gewöhnlich in meine Ferien. Deshalb galt es, eine besondere Destination auszusuchen, die auch um diese Jahreszeit noch Sonne, Strand und Meer zu bieten hatte. Meine Wahl fiel auf die griechische Halbinsel Chalkidiki, die mir im Reiseführer als Eldorado für Camper und Strandgäste beschrieben wurde.

Doch Anfang September sind die meisten Partywütigen weg und der Strand gehört einem weitgehend alleine. Damit hat sich bewahrheitet, was mein Ziel war: Ferien zu Ende der Saison auf Chalkidiki sind der perfekte Sommerausklang.

Insel Kelyfos am Sonnenuntergang (Bild: Dmitry Tonkonog and Xenia Fedosova, Wikimedia, CC)

Insel Kelyfos am Sonnenuntergang (Bild: Dmitry Tonkonog and Xenia Fedosova, Wikimedia, CC)




Geografisch in drei Teile geteilt

Touristisch interessant sind die drei „Finger der Halbinsel“, die südlich ins Meer ragen. Da wäre der erste Finger, die Halbinsel Kassandra, die wohl bekannteste der drei Segmente. Hier finden sich die grossen Hotels und die dazu passende touristische Infrastruktur, die Ferien auf Chalkidiki ausmachen. Hier sind aber auch die schönsten Strände zu finden. Der zweite Finger ist Sithonia, die für Touristen noch weniger erschlossen ist, sich dafür aber umso ursprünglicher präsentiert. Hier zeigt sich Griechenland von seiner traditionellen Seite, wobei die Strände nicht alle bewirtschaftet und daher auch nicht so überlaufen sind.

Der dritte Finger ist die Halbinsel Athos mit dem gleichnamigen heiligen Berg, der für mich als Frau tabu ist. Denn hier sind nur Pilger erwünscht, die zu den heiligen Stätten möchten und männlich sind. Dafür buche ich mir eine Rundfahrt mit einem Motorboot und werfe einen Blick auf die Klöster. An Land darf ich dabei aber nirgends gehen, dafür erhasche ich den einen oder anderen Mönch, der im Garten werkelt oder sogar Wäsche aufhängt.

Die Lunge Griechenlands

Auch wenn Relaxen und ein bisschen Wellness meine Haupttätigkeiten auf der Insel sind, buche ich mir auch einen Mietwagen und erkunde das Hinterland. Dieses wird von Touristen kaum beachtet, gilt jedoch als Lunge Griechenlands. Die Berge des Gebirgszuges, der sich hinter Thessaloniki erstreckt, sind höher als 1000 Meter und von Wäldern umgeben, die eigentlich auch perfekt zum Wandern geeignet sind. Nördlich dieser Gebirgskette befindet sich eine weite Ebene, die als Handteller der Insel bezeichnet wird. Auch hier sehe ich wieder sattes Grün der Wälder und die eine oder andere Weide.

Strand in Vourvourou auf Sithonia (Bild: Anton Lefterov, WIkimedia, CC)

Strand in Vourvourou auf Sithonia (Bild: Anton Lefterov, WIkimedia, CC)




Strände an der Küste, wohin man schaut



Doch auch im September kann man hier noch wunderbar baden. Und genau das mache ich über die restliche Dauer meines Aufenthaltes auch, so richtige Sehenswürdigkeiten gibt es nämlich kaum. Während im restlichen Griechenland alte Tempel und faszinierende Ausgrabungsstätten nahezu an der Tagesordnung bei den Touristen stehen, finde ich auf Chalkidiki keine derartigen Aushängeschilder. Dafür finde ich eine grosse Auswahl an Sandstränden.

Ein besonderer Tipp ist das kleine Örtchen Vourvourou auf Sithonia – das ist der Mittelfinger der Halbinsel. Hier führt eine staubige Strasse, die durch herrliche Pinienalleen geleitet, zum Karidi Beach. Türkisfarbenes Meer und fast weisser Sand locken zum entspannten Sonnenbaden, und die Gefahr eines Sonnenbrandes ist auch im September nicht zu unterschätzen. Doch mit ausreichend Sonnencreme und einem kessen Sonnenhut ausgestattet, geniesse ich die Atmosphäre des Meeres mit den bizarren Felsen und dem Berg Athos im Hintergrund.

Blick aus südwestlicher Richtung auf Vourvourou (Bild: Wolfgang Reiter, Wikimedia, CC)

Blick aus südwestlicher Richtung auf Vourvourou (Bild: Wolfgang Reiter, Wikimedia, CC)




Für den Abend fahre ich nach Kalamitsi, einem beschaulichen Ort, der urige Restaurants und Tavernen zu bieten hat. Mein Abendmahl muss ich dabei fast ein bisschen verteidigen, denn überall rund um die Lokalitäten sind streunende Katzen, die auf den einen oder anderen Bissen, der für sie abfällt, warten. Dafür sitze ich direkt am Strand und geniesse meine frittierten Zucchini sowie gegrillten Feta und Fischrogenpaste. Da fällt für die Katzen etwas ab, die sich über jeden Happen freuen.

Ein besonderer Ort ist das Bergdorf Parthenonas, der irgendwie uralt wirkt, obwohl er das gar nicht ist. Denn von den weiss getünchten Häusern, die in Natursteinoptik überzeugen, wachsen Wein- und Feigenranken. Im oberen Ortsteil finde ich eine kleine Taverne, in der ich mir ein Gläschen eisgekühlten Weisswein gönne und den Blick über die grünen Hänge bis hin zum Meer geniesse. Ich mache mich anschliessend auf den Weg entlang des hier verlaufenden Wanderweges, der durch ein ausgetrocknetes Flussbett bis hin zur Bucht von Neos Marmaras führt.





Das Bergdorf Parthenonas auf der griechischen Halbinsel Sithonia, Chalkidiki (Bild: Kramer96,  Wikimedia, CC)

Das Bergdorf Parthenonas auf der griechischen Halbinsel Sithonia, Chalkidiki (Bild: Kramer96, Wikimedia, CC)

Die fliegenden Klöster von Meteora

Am letzten Tag meines Aufenthaltes stehen die fliegenden Klöster von Meteora auf meinem Besichtigungsprogramm. Die Fahrt geht von Thessaloniki aus, hier auch einfach Saloniki genannt, das als zweitgrösste Stadt Griechenlands durchaus eine pulsierende Metropole darstellt. Die Fahrt zu den „fliegenden Klöstern“ von Meteora, die als UNESCO-Weltkulturerbe gelten, stellt sich als wahres Abenteuer heraus. Doch die Strapaze lohnt sich, denn die christlichen Klöster, die teilweise heute noch betrieben werden, sind einfach sehenswert.

 

Oberstes Bild: Strand in Kalamitsi, Sithonia, Chalkidiki (© Anton Lefterov, Wikimedia, CC)

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Über Susanne Mairhofer

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