Pereslawl Salesski: Auf der Entdeckungsreise durch die russische Provinz

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Genau im Zentrum der Stadt steht ein Kilometerstein, der die Entfernung von Moskau zeigt. Doch sind die angeschriebenen 140 Kilometer nur ein für die Kartographie wichtiges Kennzeichen, denn Pereslawl Salesski scheint im Vergleich zu dem de luxe-Moskau nicht nur aus einer anderen Welt, sondern auch aus einer anderen Zeit zu stammen. Ein eher netter als ungemein wichtiger Haltepunkt auf der Reise entlang des Goldenen Ring Russlands, süsse Provinz, wo die Relation Geschichte-Gegenwart eindeutig zugunsten der Geschichte ausfällt. Der für die Nicht-Russen schwierig auszusprechender Name Peresslavl Sallesski bedeutet „sehr ruhmreich hinter den Wäldern“. Den ersten Teil des Namens hat die Stadt zu Ehren der auch heute noch existierenden gleichnamigen Stadt in der Ukraine bekommen, und die Wälder werden wegen der stark bewaldeten Gegend nordöstlich von Moskau, inmitten der die Stadt liegt, erwähnt.

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Dreifaltigkeits-Sergius-Lawra in Sergijew Possad: Der Vatikan des russisch-orthodoxen Glaubens

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Während mehrerer Jahrhunderte war die Lawra der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius eines der reichsten und mächtigsten Klöster in ganz Russland – Grundfeste des russisch-orthodoxen Glaubens, Zufluchtsort für die russische königliche Familie, Zentrum des Wissens und der Künste und nicht zuletzt ein äusserst erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen, das die Religion mit immer grösser werdendem Reichtum und Einflusskraft verband. Dank der Lawra wuchsen die einstmalig kleinen und unbedeutenden Dörfchen um die erste Holzkirche des Hochwürdigen Sergius zu einer bedeutenden Stadt der nordöstlichen Rus mit blühendem Handwerk und Handel. Kurz nach Sergius’ Tod wurde das Land um das Kloster wieder mal von Tataren überfallen. Die komplett aus Holz erbaute Dreieinigkeits-Kirche wurde niedergebrannt. Es flossen aber so viele Spenden ein, dass sowohl die Kirche als auch andere Gebäude schon nach wenigen Jahren in neuer Pracht aufgebaut werden konnten. 1422 wurde Sergius heiliggesprochen, was das Kloster zu einer bedeutenden Pilgerstätte machte. Über der Gruft des Heiligen Sergius wurde der Grundstein der Dreifaltigkeitskathedrale aus dem für die Epoche typischen weissen Stein gelegt. Im Inneren der Kathedrale haben Künstler wie Andrei Rubljow und Daniil Tschjornyj – Meister der Ikonenmalerei - geschaffen.

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