Überaktive Blase – ein lästiges Problem auf Reisen

30.07.2021 |  Von  |  Allgemein, News

Viele Menschen leiden unter Inkontinenz. Sie ist nicht nur ein altersbedingtes Phänomen, sondern kommt auch schon bei Personen über 40 Jahren häufig vor. Laut Statistiken leidet jeder Fünfte an einer Reizblase, wobei Männer und Frauen etwas gleichermassen betroffen sind.

Das Merkmal einer Reizblase ist ein plötzlicher und starker Harndrang, was vor allem im Berufsalltag und auf Reisen störend ist. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Ursachen und Symptome von Inkontinenz. Zudem lesen, sie wie man das Problem konventionell und medikamentös behandeln kann, um den Betroffenen das Alltagsleben zu erleichtern.

Welche Symptome treten bei Blasenschwäche auf?

Bei Blasenschwäche tritt ein starker Harndrang plötzlich auf und lässt sich nur schwer unterdrücken. Auch häufiges Wasserlassen ist ein deutliches Anzeichen. Bei acht oder mehr erforderlichen Toilettengängen pro Tag kann von Blasenschwäche gesprochen werden. Zudem ist bei Inkontinenz mit einem unkontrollierten Urinabgang zu rechnen. Das schränkt die Lebensqualität der Betroffenen in der Freizeit wie im Beruf ein.

Wie wird Inkontinenz vom Arzt diagnostiziert?

Eine überaktive Blase kann viele verschiedene Ursachen haben und muss nicht zwingend krankheitsbedingt sein. Besprechen Sie das Problem dennoch unbedingt mit dem Hausarzt. Er fragt Informationen über Ess- und Trinkgewohnheiten sowie über Vorerkrankungen ab. Häufiger Kaffee- und Teegenuss erhöhen beispielsweise den Harndrang. Als Ursachen kommen des Weiteren Infektionen, Blasensteine und andere Krankheiten in Betracht. Nach dem Anamnesegespräch wird eine Untersuchung der Harnwege mit Ultraschall durchgeführt. Ausserdem stehen Harnflussmessung und Urindiagnostik an. Möglicherweise kann auch eine Überprüfung der Nierenfunktion erforderlich sein.



Ein Miktionstagebuch führen

Viele Inkontinenzpatienten führen ein Miktionstagebuch. Dabei notiert der Betroffene sowohl das Trinkverhalten als auch das Wasserlassen den gesamten Tag über. Darüber hinaus wird das abgegebene Urinvolumen gemessen. So kann der Arzt Art und Ausmass der Blasenschwäche beurteilen. Die Führung eines Miktionstagebuchs unterstützt bei Blasenschwäche die Diagnose und die Beobachtung des Behandlungserfolgs.

Wie lässt sich Inkontinenz therapieren?

Den akuten Problemen von Blasenschwäche, zum Beispiel auf Reisen, können Sie mit entsprechenden Einlagen begegnen, die in der Apotheke und im Fachhandel verfügbar sind. Zur Besserung der Beschwerden gibt es konventionelle und medikamentöse Behandlungsmethoden, die kombiniert werden können. In einigen Fällen ist auch eine operative Lösung zu empfehlen. Bei der konventionellen Behandlung wird ein vom Physiotherapeuten angebotenes Blasen- und Beckenbodentraining durchgeführt. Erforderlich kann ausserdem die Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten sein, mit dem Ziel die Harnmenge zu vermindern.

Wie erfolgt die medikamentöse Behandlung von Blasenschwäche?

Für die medikamentöse Behandlung von Inkontinenz stehen Anticholinergika und so genannte Beta-3-Adrenozeptor-Agonisten zur Verfügung. Letztere sorgen für eine Entspannung der Blasenmuskulatur und verbessern die Kapazität der Blase. Dadurch werden die zeitlichen Interwalle des Wasserlassens verlängert. Mit Anticholinergika können Nervenreize blockiert werden, die den Blasenmuskel stark kontrahieren lassen. Auf diese Weise wird der Harndrang vermindert. Die medikamentöse Behandlung erzielt in der Regel eine Besserung nach wenigen Wochen. So erhalten Sie Lebensqualität für Alltag, Beruf und Reisen zurück. Mehr Informationen zum Thema Inkontinenz stellt Ihnen Ihr Hausarzt und die Schweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche zur Verfügung.

 

Titelbild: Di Qin – shtuterstock.com

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