Welche Impfungen sind vor Reiseantritt sinnvoll?

13.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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Welche Impfungen sind vor Reiseantritt sinnvoll?
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Ferien, für manche die schönste Zeit im Jahr. Doch gerade mit den Vorbereitungen dazu sollte man sich rechtzeitig auseinandersetzen. Vor allem wenn es um gesundheitliche Themen und Impfungen geht. Je weiter weg die Feriendestination führt, umso wichtiger ist die richtige Prophylaxe in Form von Impfungen. Grundsätzlich gilt, dass man zwischen einem Basisschutz und besonderen Vorgaben verschiedener Reiseländer unterscheidet.

Impfpass gibt über Basisimpfungen Auskunft



Am besten wirft man rechtzeitig vor Reiseantritt einen Blick in seinen Impfpass. Schliesslich können auch ein Zeckenbiss oder eine kleine Verletzung, die eine Blutvergiftung auslösen kann, die Ferien ganz schnell beenden. Wenn sich nicht mehr klären lässt, wann die entsprechenden Impfungen stattgefunden haben, fragen Sie am besten bei Ihrem Hausarzt nach.

Impfpass gibt über Basisimpfungen Auskunft (Bild: Micha Rosenwirth / Shutterstock.com)

Impfpass gibt über Basisimpfungen Auskunft (Bild: Micha Rosenwirth / Shutterstock.com)

Das Tropeninstitut empfiehlt zusätzlich ein individuelles Impfprogramm, das unter anderem Diphterie umfasst. Dieser Schutz muss, ebenso wie der vor Tetanus, alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Wer hier Zeit und Aufwand sparen möchte, kann diese beiden sogar als Kombiimpfung durchführen lassen. Vor Kinderlähmung, auch als Polio bekannt, sollte man sich ebenfalls schützen lassen. Dies ist vor allem bei Reisen nach Afrika oder Asien sehr wichtig. Immer wieder gibt es dort Ausbrüche dieser Krankheit, die Feriengästen schnell zum Verhängnis werden können. Auch für diese Impfung gilt, dass sie im zehnjährigen Intervall aufgefrischt werden sollte.



Auch die hierzulande eher umstrittene Grippeimpfung sollte vor einer Reise verabreicht werden. Es gibt die Möglichkeit, sie mit einer Impfung gegen Lungenentzündung zu kombinieren. Pneumokokken, die Erreger der gefährlichen Krankheit, können auch eine Blutvergiftung auslösen. Allein schon deshalb ist eine Auffrischung alle sechs Jahre ratsam. Vor allem gefährdete Personen ab einem Lebensalter von 60 Jahren und chronisch Kranke sollten sich diese Schutzmassnahme zu Herzen nehmen.

Hepatitis gilt als eine der gefährlichsten Krankheiten und wird von einem Virus ausgelöst. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Leberentzündung, die zwar nicht chronisch wird, aber deren Heilung mehrere Monate dauern kann. Speziell bei älteren Personen kann sie auch zum Tod führen. Der Typ Hepatitis A findet sich vor allem in Ländern mit tropischem und subtropischem Klima, aber auch in osteuropäischen Ländern. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, ob er tatsächlich einen Schutz benötigt, kann vor der Reise einen entsprechenden Bluttest machen lassen. Dieser eruiert, ob Abwehrstoffe im Körper vorhanden sind und eine Immunisierung gegeben ist.

Hausarzt informiert Sie gerne über alle notwendigen Impfungen. (Bild: mangostock /Shutterstock.com)

Hausarzt informiert Sie gerne über alle notwendigen Impfungen. (Bild: mangostock /Shutterstock.com)




Hepatitis B ist grundsätzlich dem Krankheitsbild von Hepatitis A durchaus ähnlich, besitzt aber gefährlicheres Potenzial. Die Folge können nämlich Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs sein, wobei alles von einer Leberinfektion ausgeht. Diese wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Aber auch mangelnde Hygiene in Spitälern oder bei Ärzten kann Auslöser der Krankheit sein. Eine entsprechende Schutzimpfung ist also dringend zu empfehlen.

Auch Typhus, besser bekannt als Keuchhusten, darf nicht unterschätzt werden. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die den ganzen Körper betrifft und mit hohem Fieber in Verbindung steht. Weitere Symptome sind Durchfall, geschwollene Leber und Milz sowie eine leichte Benommenheit. Die Ansteckung erfolgt über die sogenannte Schmierinfektion infolge mangelnder Hygiene bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln oder Getränken. Hier ist man vor allem bei Reisen nach Nord- und Zentralafrika sowie nach Asien gefährdet. Aber auch Süd- und Mittelamerika sind Gebiete, in denen man sich entsprechend schützen sollte. Das Gute bei dieser Impfung ist, dass sie mittels Schlucken durchgeführt wird.

Vorgaben der Reiseländer beachten



Wer etwa in manche Länder in Afrika oder Südamerika reist, muss eine Gelbfieberimpfung vornehmen lassen. Das entsprechende Zertifikat wird bei der Einreise verlangt und darf nicht älter als zehn Tage sein. Die Impfung darf mindestens zehn Tage vorher stattgefunden haben. Gelbfieber wird von Stechmücken übertragen und zeigt sich symptomatisch in hohem Fieber, Erbrechen und Blut im Urin.

Wer nach Indien oder Mittelamerika fährt, sollte auch über eine Tollwut-Impfung nachdenken. Gerade hier ist der Risikofaktor, sich durch Berühren eines infizierten Tieres anzustecken, gross. Bei Afrika-Reisen in den sogenannten Meningitis-Gürtel, der sich vom Sudan bis Gambia ausbreitet, ist eine Impfung gegen Meningokokken vorgeschrieben. Aber auch England-, Frankreich- und Griechenlandreisen können unbedenklicher werden, wenn man diese Impfung vornehmen lässt.

Ein spezielles Thema ist die Japan-Enzephalitis, die durch Mückenstiche übertragen wird. Die Überträger sind vor allem in Reisanbaugebieten aktiv, wobei zu überlegen ist, ob man als Tourist tatsächlich in diese Regionen kommt. Häufig wird nach einer vorbeugenden Massnahme gegen Malaria gefragt. Doch hier gibt es keine Schutzimpfung, man kann verbeugen, indem man die richtigen Tabletten hat und diese im Krankheitsfall vorschriftsmässig einnimmt.



 

Oberstes Bild: Vor vielen Reisen sind Schutzimpfungen durchaus sinnvoll. (© VP Photo Studio / Shutterstock.com)

Über Susanne Mairhofer

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1 Kommentar


  1. Sie schreiben „Gelbfieberimpfung .. darf nicht älter als zehn Tage sein“ – gemeint ist wohl 10 Jahre, was aber lt. WHO seit 17.5.2013 auch nicht mehr stimmt, da „1 einzige Impfdosis für lebenslangen Schutz genügt“ (s.a. Meldung des BAG vom 24.03.2014 „Aktuelle Änderung der Gelbfieberimpfempfehlung“)

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