Auf kulinarische Zeitreise in Nürnberger Museen

29.03.2016 |  Von  |  Europa
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Auf kulinarische Zeitreise in Nürnberger Museen
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2016 geht es in Nürnberger Museen um die Essensgewohnheiten früherer Zeiten – kulinarische Überraschungen zum Probieren inklusive.

In Anlehnung an das Thema Kulinarik, das von der Nürnberger Congress- und Tourismus-Zentrale (CTZ) als Marketingschwerpunkt übernommen wurde, haben die Nürnberger Museen spezielle Führungen entwickelt, bei denen die Besucher entdecken können, wie in früheren Jahren gegessen wurde – vom „Arme-Leute-Essen“ bis zu den Gewohnheiten des Nürnberger Adels.

Und bei allem wird deutlich: Essen erfüllte nicht nur den einfachen Zweck der Nahrungsaufnahme –  auch die Geselligkeit und der Genuss am Essen selbst spielten eine wichtige Rolle. Im Stadtmuseum Fembohaus wird in der Familienführung „Kraut und Rüben“ das Essen im alten Nürnberg erkundet.


Fembohaus in Nürnberg (Bild: MarcelBuehner, Wikimedia, CC)

Fembohaus in Nürnberg (Bild: MarcelBuehner, Wikimedia, CC)


Oft standen Breigerichte auf dem Speiseplan, und nur bei den Reichen gab es ab und zu Besonderheiten wie etwa Singvögel. Bis Juni können Familien monatlich erfahren, wie die Lebensmittel in die Stadt kamen, wie sie verkauft und wie sie zubereitet wurden – inklusive einer kleinen kulinarischen Überraschung am Schluss.

Im Tucherschloss kann man „In der anständigen Wollüstigkeit“ der Patrizierfamilie Tucher schwelgen. Im feierlichen Rahmen wurden dort schon zur Renaissance rauschende Feste mit der High Society Nürnbergs gefeiert. Was zu solchen Gelegenheiten gespeist wurde, welche Bräuche dort wichtig waren und was es dort für andere Amüsements gab, klärt die monatlich angebotene einstündige Führung.

Spannend wird es auch im Germanischen Nationalmuseum: Hier wechselt das Programm „Gaumenschmaus und Sinnenlust“ monatlich und lädt zur Erkundung der vielfältigen kulturhistorischen Sammlung des Museums im Bereich Kulinarik ein. Die Themen reichen dabei von den Essengewohnheiten der Römer bis zu barocken Stillleben und Wein in der Kunst- und Kulturgeschichte.


Haupteingang des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (Bild: KaterBegemot, Wikimedia, CC)

Haupteingang des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (Bild: KaterBegemot, Wikimedia, CC)


Ein Tipp – die Oktoberführung „Wir weisen darauf hin, dass die Omelette nicht mit dem Messer zerteilt wird“ – Von der Entwicklung und Wiederabschaffung unserer Tischsitten.

Interessierte können die Veranstaltungen beim Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum individuell buchen.

 

Artikel von: Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
Artikelbild: Die Führung „Von der anständigen Wollüstigkeit“ im Tucherschloss offeriert an sieben Terminen jeweils sonntags die Fest- und Esskultur der Renaissance. (© obs/Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Thomas Ruppenstein)

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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