Eine Reise nach Innsbruck bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Alpen

07.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Innsbruck, die Tiroler Landeshauptstadt, kannte ich bis dato nur vom jährlichen Skispringen zu Beginn des Jahres oder aber wegen seines bekannten goldenen Daches. Damit wurde es längste Zeit, dieser Alpenmetropole einen Besuch abzustatten.

Mit Skifahren hatte ich weniger am Hut, also entschloss ich mich für ein Pauschalangebot während eines Wochenendes. Die Stippvisite in der Stadt zwischen den Alpen war jedoch so perfekt und einzigartig, dass dies sicher nicht mein letzter Besuch war.



Landung in Innsbruck bei herrlichem Sonnenschein

Nach kurzer Flugzeit landete ich also in der herrlichen Stadt, die vor allem für ihre herrliche mittelalterliche Altstadt sowie die entsprechenden Prunkbauten bekannt ist. Bereits beim Aussteigen wurde ich aber mit einem weiteren Phänomen konfrontiert, für das Innsbruck bekannt ist: Der Fön. Mein Kopfweh setzte quasi beim Erreichen des Flughafengebäudes ein, dafür konnte ich die dicke Jacke gleich mal ausziehen und meinen restlichen Tag in der Stadt im T-Shirt bestreiten.

Wegweiser Altstadt in Innsbruck (Bild: Taxiarchos228, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Wegweiser Altstadt in Innsbruck (Bild: Taxiarchos228, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Mit dem Taxi geht es in die Innenstadt, die im gleissenden Sonnenlicht liegt und gleich ihr Aushängeschild präsentiert. Die Rede ist vom Goldenen Dachl, das als Wahrzeichen der Landeshauptstadt von Tirol gilt. Über die Internetseite des Tourismusverbandes von Innsbruck hatte ich mir zuhause noch einen Stadtplan und ein paar Informationen über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten besorgt. Damit war ich für den historischen Rundgang bestens ausgerüstet, den ich aufgrund des herrlichen Wetters zu Fuss absolvierte.



Ich marschiere also los und bin in kurzer Zeit direkt im mittelalterlichen Stadtkern gelandet. Dieser gilt als einer der schönsten und besterhaltenen Österreichs und bietet in seiner Mitte das Goldene Dachl. Dieses krönt einen Prunkerker, der einst von Kaiser Maximilian erbaut wurde. Er gönnte sich diese imposante Sehenswürdigkeit anlässlich seiner Hochzeit. Insgesamt finden sich 2’657 Kupferschindeln auf dem Dach, womit das damalige Zentrum von Europa perfekt in Szene gesetzt war. Dank aufwändiger Restaurierungsarbeiten erstrahlt das Dach wieder in seinem alten Glanz, auch die vor kurzem gestohlenen Schindeln sind wieder retour.

Goldenes Dachl in Innsbruck (Bild: Víctor Fernández, Wikimedia)

Goldenes Dachl in Innsbruck (Bild: Víctor Fernández, Wikimedia)




Die malerische Altstadt Innsbrucks verzaubert

Gleich gegenüber des Goldenen Dachls befindet sich der Stadtturm, der insgesamt 51 Meter hoch aufragt. Ich leiste mir den Eintritt von 3 Euro und besteige die 148 Stufen, die zur Aussichtsplattform hinauf führen. Oben angelangt bin ich zwar aus der Puste, doch das spektakuläre Panorama beeindruckt mich komplett. Der einzigartige Ausblick bietet die romantische Altstadt zu meinen Füssen, umrahmt von einer eindrucksvollen, zum Zeitpunkt meiner Reise schneebedeckten Bergwelt. Wieder auf dem Boden von Innsbruck retour, gönne ich mir eine Melange und einen Apfelstrudel. Auch wenn das eigentlich Mehlspeisköstlichkeiten sind, die ich aus Wien kenne, habe ich sie mir einfach verdient.

Ein Blick auf die Innenstadt von der Hungerburg aus (Bild: MichaelMoessmer, Wikimedia, CC)

Ein Blick auf die Innenstadt von der Hungerburg aus (Bild: MichaelMoessmer, Wikimedia, CC)

Nach der Stärkung in einem kleinen Café mit schöner Terrasse wandere ich weiter zur Kaiserlichen Hofburg. Diese war einst der Sitz der Tiroler Landesfürsten und wurde gerade restauriert. Dies ist auch der Grund, warum nicht alle Räume für Besichtigungen zur Verfügung stehen. Allerdings kann ich für einen mässig teuren Eintritt drei Prunksäle besichtigen, wo ich von zahlreichen Gemälden und beeindruckenden Deckenfresken absolut begeistert bin. Auch die mit 18’000 Blatt Gold geschmückten Säle selbst sind einfach imposant zu bestaunen und stellen einen herrlichen Kontrast zur Ausstellung “Berge, eine unverständliche Leidenschaft” dar.

Diese zeigt die Tiroler Bergwelt in ihrer ganzen Pracht und auch manchmal Bedrohung für die Bevölkerung, dokumentiert das Leben der bekanntesten Bergführer und nennt den einen oder anderen Landeshelden. Direkt neben der Hofburg befindet sich die Hofkirche, die die bekannten Schwarzmander beherbergt. Diese schwarzen Bronzefiguren sind namensgebend für die Kirche, die von den Einheimischen auch Schwarzmander-Kirche genannt wird und in ihrem Inneren absolut sehenswert ist.





Innsbrucker Innenstadt (Bild: Alan Rainbow  / pixelio.de)

Innsbrucker Innenstadt (Bild: Alan Rainbow / pixelio.de)

Die Sprungschanze auf dem Berg Isel

Was ich mir Jahr für Jahr im Fernsehen betrachte, muss ich natürlich auch in natura erleben. Die Rede ist von der beeindruckenden Sprungschanze auf dem Berg Isel, von wo die als Adler bezeichneten Skispringer ihre Sprünge absolvieren. Ich steige bis hinauf zum Absprung und da stockt mir doch etwas der Atem. Was sich die Sportler wohl denken, wenn sie direkt beim Abstossen vom Balken auf den Friedhof hinab blicken? Die Sprungschanze wurde 2001 neu gebaut und gilt als heimliches Wahrzeichen von Innsbruck – nach meiner Ansicht nach völlig verdient, denn sowohl der Ausblick als auch die Atmosphäre hier oben sind einfach beeindruckend. Auf meinem Rückweg in die Stadt komme ich am Olympiastadion vorbei, dem Veranstaltungsort für viele Sport- und Kulturveranstaltungen. Ich überquere einen kleinen Fluss namens Sill und erreiche bald wieder das eigentliche Zentrum von Innsbruck. In einem Supermarkt kaufe ich mir noch etwas Proviant und ein kleines Andenken in Form einer typischen Tiroler Spezialität, nämlich ein Stück Karreespeck mit reschem Schwarzbrot und eine Tasse mit der Ansicht des Goldenen Dachls.

Sprungschanze auf dem Berg Isel, Innsbruck (Bild: Veit Mueller, Wikimedia, GNU)

Sprungschanze auf dem Berg Isel, Innsbruck (Bild: Veit Mueller, Wikimedia, GNU)

Viel zu schnell ist die Zeit in der wunderschönen Stadt mitten in den Alpen vergangen. Sowohl die imposanten Prachtbauten als auch die herrliche Natur im Umfeld haben mich sehr beeindruckt und ich verlasse Innsbruck mit dem festen Vorsatz, trotz des Föns und der damit verbundenen Kopfschmerzen ganz bald wieder zu kommen.

Text: Susanne Mairhofer



 

Oberstes Bild: Innsbruck, Stadtteil Mariahilf (Bild: Mathias Bigge, Wikimedia, CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!



Trackbacks

  1. Erholsame Tage im Val di Sole › reiseziele.ch
  2. Vorratsdatenspeicherung: Darum kippte der EuGH das Gesetz › newsbloggers.ch
  3. Überlebenschancen verbessern › motortipps.ch
  4. Von der Schweiz nach Liechtenstein › reiseziele.ch

Ihr Kommentar zu:

Eine Reise nach Innsbruck bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Alpen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.