Naturpark Südheide – Niedersachsens Paradies für aktive Naturfreunde

25.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Naturpark Südheide – Niedersachsens Paradies für aktive Naturfreunde
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Der Naturpark Südheide im Nordosten des niedersächsischen Landkreises Celle lässt die Herzen landschaftsbegeisterter Outdoor-Fans höher schlagen. Auf einem zur Lüneburger Heide gehörenden Gebiet von 480 km² bilden märchenhaft schöne Wald-, Fluss- und Heideszenerien ein urwüchsiges Panorama für die aktive Freizeitgestaltung.

Schnüren Sie also die Wanderstiefel, schwingen Sie sich in den Sattel eines Pferdes, besteigen Sie Ihr Trekking-Bike oder klettern Sie in ein Kanu: Den Naturpark Südheide erleben Sie aktiv am besten.



Willkommen im Reich der Heidschnucken!

Grösstenteils herrscht im Naturpark Südheide eine stille, ja fast traumhafte Atmosphäre, die Ihnen den ungestörten Blick auf eine der schönsten Regionen Deutschlands gestattet. Hier werden Sie nicht von lärmenden Touristenscharen bei Erfüllung Ihres Wunsches nach Ruhe und Weite gestört. Stattdessen werden Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf die Vertreter der vielfältigen Fauna des Naturparks treffen.

Mächtige Fischadler ziehen in hoch über dem Naturpark ihre Kreise. Spechte lassen Sie am Widerhall ihrer unermüdlichen Holzbearbeitung teilhaben. Fischotter tummeln sich in den zahlreichen Bächen. Kreuzottern, Ringelnattern und Eidechsen halten ihr Nickerchen auf heissen Steinen in der Sonne und Libellen schwirren über pittoresken Moorlandschaften dahin. Mit ein wenig Glück werden Sie auch einen Blick auf Rehe, Wildschweine und Dachse erhaschen können.

Hirschbrunft im Naturpark Südheide (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Hirschbrunft im Naturpark Südheide (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)




Einen besonderen Reiz üben im Herbst die Rothirsche auf den Besucher des Naturparks aus. In den Abendstunden der Brunftzeit hören Sie das Röhren der Hirschbullen und das scharfe Zusammenschlagen mächtiger Geweihe beim Zweikampf. Wenn Sie die nötige Geduld mitbringen und sich auf einem der vielen Hochsitze im Naturpark zur richtigen Zeit auf die Lauer legen, können Sie das unvergleichliche Schauspiel nicht nur hören, sondern live mitansehen.



Das berühmteste Tier des Naturparks ist jedoch nicht der Hirsch, nicht der Otter und nicht der Dachs, sondern ganz eindeutig die Heidschnucke. Im Sommer können Sie diese possierlichen Schafe auf den ausgedehnten Heideflächen bewundern und fühlen sich dabei unwillkürlich um einige Jahrhunderte zurückversetzt. Beim Anblick der Schafe in diesem lilafarbenen und mit Wacholdern durchsetzen Heidemeer erinnert Sie nichts an die Betriebsamkeit und Hektik des frühen 21. Jahrhunderts.





Heidschnucken im Naturpark Südheide (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Heidschnucken im Naturpark Südheide (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Bei aller Ungestörtheit und Abgeschiedenheit, die weite Teile des Naturparks Südheide auszeichnen: Das weitläufige Gebiet zwischen Celle im Süden, Bergen im Westen, Fassberg im Norden und Steinhorst im Osten ist von einem vorzüglichen und gut beschilderten Wegenetz durchzogen. Hier verlaufen der Fernwanderweg E 1, der Jakobusweg Lüneburger Heide, der Heidschnuckenweg und ungezählte namenlose Wege, die Ihnen noch den verborgensten Winkel des Naturparks erschliessen. Alleine das für Reiter vorgesehene Wegenetz umfasst 180 km.

Das ebene bis leicht hügelige Gelände macht Radtouren, Wanderungen und auch Ausritte im Naturpark zu einem entspannten Genuss. Darüber hinaus laden Schutzhütten und Ruhebänke zum Verweilen ein und an ausgewiesenen Grillplätzen können Sie ungestört ein Barbecue brutzeln und sich in nächster Umgebung aus reichhaltigen Beerenbeständen des Waldes ein fruchtiges Dessert zusammenstellen. Im Herbst ist der Naturpark ausserdem ein sehr ergiebiges Pilzgebiet, das mit Steinpilzen, Maronen, Pfifferlingen und vielen andere hochwertigen Speisepilzen zum Sammeln einlädt.

Wenn Sie lieber das feste Land verlassen und den Naturpark Südheide vom Boot aus erleben möchten, sei Ihnen eine Kanu- oder Paddeltour auf der Örtze empfohlen, dem „echtesten Fluss der Heide“, wie es der Dichter Herman Löns einst formulierte. Die Örtze schlängelt sich durch Wiesen- und Waldlandschaften, vorbei an offenen Weideflächen und malerischen kleinen Ortschaften wie Stedden, Eversen und Oldendorf, wo Sie in urtümlichen Gasthäusern ein deftiges Mittagessen geniessen.

Örtze bei Oldendorf (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Örtze bei Oldendorf (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Geschichts- und Kulturfreunde aufgepasst!

Als kulturell und historisch interessierter Besucher kommen Sie im Naturpark Südheide ebenfalls voll auf Ihre Kosten. In der kleinen Stadt Hermannsburg vermittelt Ihnen das Heimatkundemuseum ein lebendiges Bild der vergangenen, bäuerlich geprägten Jahrhunderte in der Region. Einige Kilometer weiter nördlich, im Erholungsort Müden, zieht die historische Wassermühle den Besucher in ihren Bann. Der angrenzende Baumlehrpfad bietet Ihnen zugleich die Gelegenheit, Ihre Kenntnisse der einheimischen Fauna aufzufrischen und zu erweitern.

Für Literaturfreunde ist wiederum das kleine Dorf Bargfeld im Naturpark Südheide ein fester Begriff. Hier lebte und arbeitete in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts der Schriftsteller Arno Schmidt und hier hat auch die Arno-Schmidt-Stiftung ihren Sitz. Ein völlig anders gearteter Reiz erwartet Sie im Ort Sülze mit seinem Salinenmuseum. Dort erhalten Sie einen spannenden Einblick in die Geschichte der Salzgewinnung, die hier bis in das Jahr 1862 praktiziert wurde.

Gutshaus in Bargfeld (Bild: Goerdten, Wikimedia, CC)

Gutshaus in Bargfeld (Bild: Goerdten, Wikimedia, CC)

Shopping und Fun in historischer Kulisse gefällig?

Last but not least sollten Sie einen Abstecher nach Celle machen. Formal grenzt das Stadtgebiet fast unmittelbar an den Naturpark Südheide, doch die eigentliche Stadt Celle liegt etwa zwölf Kilometer entfernt: eine gute Distanz für eine ausgedehnte Radtour. Celle ist deutschlandweit bekannt für seine einmalig schöne Innenstadt, die glücklicherweise im Zweiten Weltkrieg nicht unmittelbares Ziel alliierter Bombenangriffe war. So können Sie hier heute noch einen vollständig intakten Stadtkern aus malerischen Fachwerkhäusern bewundern. In den Erdgeschossen der Häuser findet sich ein breitgefächertes El Dorado für Shopping-Freunde und nur wenige hundert Meter von der Innenstadt entfernt stossen Sie mit dem Celler Badeland auf eine überregional beliebte Freizeitattraktion.



 

Oberstes Bild: Naturnaher Oberlauf der Sothrieth (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

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