Rundreisen richtig planen

28.07.2017 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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Rundreisen richtig planen
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Wer freut sich nicht auf die Ferien und seinen wohlverdienten Urlaub. Es sind für die allermeisten Menschen die schönsten Wochen des Jahres, um auch endlich wieder auf Reisen zu gehen.

Und bei Weitem nicht alle Reisenden zieht es nur an den Strand, um in einer Ferienanlage dem süssen Nichtstun zu frönen. Zahlreiche Menschen gehen während ihrer Ferien sehr gerne auf Entdeckungsreise und möchten fremde Länder und Regionen kennenlernen.

Rundreisen gibt es für jeden Geschmack

Rundreisen heisst dabei das Zauberwort, und diese werden von zahllosen Reiseanbietern offeriert. Es gibt inzwischen kaum mehr einen Winkel auf der Erde, der nicht bereist werden kann. Für exotische Reiseziele in Afrika, Asien oder Lateinamerika ist es sicher empfehlenswert, sich einer Reisegruppe anzuschliessen und eine organisierte Rundreise zu buchen.

Dies gilt im Besonderen für Touren, die schon fast Expeditionscharakter besitzen und nach Grönland, Kamtschatka, in die argentinischen Anden und nach Feuerland oder sonst wohin führen. Da ist es sicher hilfreich und auch eher empfehlenswert, auf die Erfahrung der Reiseanbieter und vor allem der Reiseleiter zu vertrauen, die sich in solchen Regionen abseits der Zivilisation auskennen. Aber solche Arten von Rundreisen sind doch eher die Ausnahme und für das Gros der Reisenden weniger interessant.

Organisierte Rundreise oder doch lieber auf eigene Faust?

Da sieht es bei Ländern wie USA, Kanada, Australien oder skandinavischen Ländern schon anders aus. Diese sind für Rundreisen geradezu prädestiniert und werden zudem viel besucht und bereist. Da stellt sich dann schon die Frage, ob ich mich einer Reisegruppe anschliesse oder lieber auf eigene Faust auf Entdeckungsreise gehe. Ich selbst bevorzuge ganz eindeutig eine Individualreise und plane meine Rundreisen auch selbst.

Dabei will ich gar nicht verschweigen, dass dies recht zeitintensiv sein kann. Aber es hat sich immer gelohnt, in Reiseführern, dem Internet und in Landkarten zu stöbern, um eine einzigartige Reise zu machen und Ziele anzusteuern, die für mich selbst interessant und reizvoll sind. Denn das bekomme ich bei geführten Rundreisen nur in den seltensten Fällen, denn es sind immer Ziele dabei, die für mich weniger interessant sind.


Individuelle Reise – auf eigene Faust auf Entdeckungsreise gehen. (Bild: benik.at / Shuttestock.com)

Individuelle Reise – auf eigene Faust auf Entdeckungsreise gehen. (Bild: benik.at / Shuttestock.com)


Lange Etappen sind eine Gefahr

Ich selbst bin kein Mensch, der sich gerne einer Reisegruppe anschliesst, da ich in den Ferien lieber meine eigenen Wünsche verwirkliche. Aus diesem Grund mache ich meine Reiseplanungen seit jeher selbst, denn schon durch die Planungen entsteht eine Vorfreude auf das Land und die Region, die mit dem herannahenden Reisetermin immer weiter ansteigt.

Natürlich wurden bei diesen Planungen auch gravierende Fehler gemacht. Vor allem in den ersten Jahren, als mir die Erfahrung noch fehlte, waren meine Planungen völlig überladen und die Fahrtstrecken zwischen den einzelnen Etappenzielen viel zu lang. Dadurch verbrachte ich zu viel Zeit im Auto und für die lohnenswerten Sehenswürdigkeiten blieb entschieden zu wenig Zeit. Daher kann ich aus eigener Erfahrung nur jedem empfehlen, in drei oder vier Wochen nicht tausende von Kilometern zu fahren. Für mich steht eindeutig das Erlebnis im Vordergrund, denn das bleibt lange haften und hilft dabei, die Zeit bis zur nächsten grösseren Reise zu überbrücken.



Drei Planungen für eine Rundreise

Ein ausgezeichnetes Beispiel, das ich immer wieder gerne anführe, ist meine gut siebenwöchige Rundreise durch den Westen der USA. Es war meine erste Reise, welche deutlich länger als die Norm war. Mit der Ausarbeitung begann ich schon fast ein Jahr vorher, denn es sollte schliesslich eine Traumreise werden. Ich wälzte zahlreiche Reiseführer, und der Roadatlas für Nordamerika lag ständig parat.

Ideen gingen mir dabei viele durch den Kopf und so begann ich mit der Planung. Als erstes Ziel war New York auserkoren, um den „American Way of Life“ kennenzulernen. Anschliessend sollte es für fünf Wochen in den Westen mit seinen grandiosen Nationalparks gehen. Als Abschluss war an einen 14-tägigen Aufenthalt in Florida gedacht, um sich an den herrlichen Stränden noch ein wenig treiben zu lassen.

Es dauerte aber nicht lange, bis dieser Rundreiseplan verworfen wurde. Der „Big Apple“, wie New York gerne genannt wird, wurde gestrichen, um für den westlichen Teil des Landes noch ein paar Tage herauszuschinden, denn der Yellowstone-Nationalpark stand ganz oben auf der Wunschliste. Da dieser sich aber relativ weit im Norden des Landes befindet und eine stattliche Anzahl von Meilen bei der Berechnung der Route herauskam, wurde letztlich auch Florida gestrichen.

Dadurch wurden weitere zwei Wochen gewonnen, die schliesslich in eine Traumreise durch neun Staaten im Westen der USA mündeten. Bei einer Reisezeit von mehr als 50 Tagen wurden dabei an weniger als 20 Tagen grössere Etappen zurückgelegt und es blieb genügend Zeit, die fantastischen und völlig unterschiedlichen Nationalparks zu erleben. Dazu aber an anderer Stelle mehr.


USA-Reise – im Grand Canyon unterwegs. (Bild: Maridav / Shutterstock.com)

USA-Reise – im Grand Canyon unterwegs. (Bild: Maridav / Shutterstock.com)


Hobby wurde zum Beruf

Inzwischen habe ich aus diesem Hobby eine Berufung gemacht. In enger Absprache mit meinen Kunden stelle ich ganz individuelle Rundreisen zusammen, die nicht „von der Stange“ sind, wie ich das hin und wieder etwas flapsig bezeichne. Vor allem für so beliebte Ziele wie die USA, Kanada, Australien und Neuseeland habe ich schon zahlreiche Touren zusammengestellt. Dabei lasse ich mich eigentlich immer von meinem Reisemotto „Weniger ist mehr“ leiten.

Und davon versuche ich auch meine Kunden zu überzeugen, damit die individuelle Rundreise nicht zu einer Reihe von Fotostopps wird, sondern unvergessliche Eindrücke mit nach Hause genommen werden, die lange in Erinnerung bleiben.

 

Artikelbild: Jaromir Chalabala / Shutterstock.com

Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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