Side – die Perle an der Türkischen Riviera

05.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Naher Osten
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Side – die Perle an der Türkischen Riviera
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Wenn Sie traumhafte Badeferien mit Kultur- und Naturerlebnissen verbinden möchten, sind Sie in Side am östlichen Mittelmeer genau richtig. Der türkische Ort liegt an der Küste einer Halbinsel, mit Blick auf malerische Buchten und das Taurusgebirge.

Die Touristenhochburg Antalya ist etwa 70 Kilometer von Side entfernt, von dort verkehren regelmässig Busse ab dem Flughafen. Sie können aber auch in Antalya einen Leihwagen mieten und damit bis nach Side fahren, um so die weitere Umgebung zu erkunden. Wenn Sie den eigenen Wagen mitnehmen möchten, müssen Sie für die Reise von Deutschland nach Side fünf Tage einplanen.



Side war bis in die 70er-Jahre hinein ein idyllisches Fischerdorf mit Namen Selimiye, das Ende des 19. Jahrhunderts von türkischen Flüchtlingen aus Kreta gegründet wurde. Die antike Stadt Side erstand erst Mitte des 20. Jahrhunderts aus Ruinen wieder auf. Nach und nach entfaltete sie ihre einstige Pracht. Thermen, Tempel und Theater kamen zum Vorschein und wurden liebevoll restauriert. Heute gehören sie zu den grössten Attraktionen des ehemaligen Fischerdorfes und machen Side zu einem einzigen grossen Freilichtmuseum.

Eine magische Anziehungskraft auf Touristen von nah und fern haben jedoch die langen, weissen Sandstrände entlang der Küste. Insbesondere Familien mit Kindern schätzen die guten Bademöglichkeiten und das Schnorcheln im flachen Wasser. Von den Hotels aus sind es meist nur wenige Meter zum Meer. Entlang der endlos scheinenden Strandpromenade laufen Sie zu Fuss bis zur wunderschönen historischen Altstadt von Side, mit ihren vielen Cafés, Restaurants und Geschäften sowie dem kleinen Fischereihafen. Ein Geheimtipp ist die Pegasis Bar inmitten der Überreste römischer Ruinen. In dieser einzigartigen Kulisse können Sie fantastische Sonnenuntergänge erleben.

Blick über das Mittelmeer auf die türkische Stadt Side (Bild: BBKurt, Wikimedia, CC)

Blick über das Mittelmeer auf die türkische Stadt Side (Bild: BBKurt, Wikimedia, CC)

Kulturbegeisterte können in den Relikten antiker Hochkulturen schwelgen. Im über 2000 Jahre alten Amphitheater am Meer, das einst 16’000 Zuschauern Platz bot, können Sie Konzerte, Opern und Theateraufführungen erleben. An der Südspitze der Halbinsel standen einst zwei gewaltige Tempel aus der Zeit der griechischen Besiedelung, Apoll und Artemis gewidmet. Nach Einführung des Christentums entstand hier eine byzantinische Basilika. Heute sind sechs Säulen des Appollon-Tempels wiedererrichtet worden und heben sich imposant vom Hintergrund des blauen Meeres ab.



Ein absolutes Muss ist ein Besuch des archäologischen Museums von Side, das auf dem Gelände eines römischen Bades aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert errichtet wurde. Neben Ausgrabungen von täglichen Gebrauchsgegenständen aus dieser Epoche sind Statuen und Skulpturen von Hermes, Herakles und Nike zu sehen. Gegenüber dem Museum mit seinem schönen Innenhof befinden sich der Vespasianus-Brunnen und die Agora, ein öffentlicher Marktplatz, der in der Antike als Rednertribüne fungierte und von zwei Säulenreihen aus Granit umgeben war. Erst kürzlich wurden auf den Strassen und Fusswegen, die ins Zentrum von Side und zur Agora führen, farbiger Marmor, wunderschöne Mosaike und weitere Säulengänge freigelegt. Hier gibt es nahezu an jeder Ecke für Alt und Jung etwas zu entdecken.

Das antike Theater in Side (Bild: KaHe, Wikimedia, CC)

Das antike Theater in Side (Bild: KaHe, Wikimedia, CC)

Naturliebhaber werden von der unberührten Natur rund um Side und im Taurusgebirge begeistert sein. Wenn Sie nicht mit dem eigenen Wagen oder einem Leihwagen unterwegs sind, bietet sich die Fahrt mit einem „Dolmus“ (Minibus) für Ausflüge an. Die Fahrt ist nicht nur äusserst preiswert, sondern auch sehr unterhaltsam. Wohin die Fahrt geht, können Sie dem Hinweisschild an der Windschutzscheibe entnehmen.



Ein- und aussteigen können Sie, wann und wo immer Sie möchten. Individuellere Fahrten ermöglicht das türkische „Taksi“ (Fahrpreis unbedingt vorher aushandeln). Feilschen ist wie auf den lokalen Märkten und in kleinen Läden durchaus erlaubt. Selbstverständlich gibt es auch lokale Reiseveranstalter und Reiseführer, die Sie zu den schönsten Ecken ausserhalb der Stadt und im Gebirge bringen.

Wasserfall von Manavgat (Bild: ovidiu_tudor, Wikimedia, CC)

Wasserfall von Manavgat (Bild: ovidiu_tudor, Wikimedia, CC)

Wie wäre es mit einem Ausflug zu den Wasserfällen von Manavgat, die nur wenige Kilometer von Side entfernt sind? Ein Geheimtipp sind jedoch die Kursunlu-Wasserfälle, etwa 60 Kilometer von Side entfernt, eingebettet in einen Naturpark. Dort gibt es sogar ein Restaurant, einen Spielplatz und Picknickplätze. Seit einiger Zeit ist die Region um eine weitere Attraktion reicher: Besuchen Sie während Ihres Aufenthalts unbedingt die beeindruckende Tropfsteinhöhle „Zeytintai Magarasi“ in der Nähe des Dorfes Akbas bei Serik. Ein einzigartiges Naturerlebnis erwartet Sie.



In den Sommermonaten kann es an der türkischen Riviera 35 Grad Celsius und heisser werden. Selbst im Mai und im Oktober klettert das Thermometer noch auf angenehme 26 Grad Celsius. Ideale Voraussetzungen für entspannte Badeferien. Wer möchte, kann die schönsten Wochen des Jahres auch sportlich gestalten. Ob Wassersport, Tennis, Fitness, Reiten oder Golf – an jeden ist gedacht. Für Taucher ist Side allerdings nicht zu empfehlen.

Gewürzmarkt in Manavgat, Türkei (Bild: Hans Bernhard, Wikimedia, CC)

Gewürzmarkt in Manavgat, Türkei (Bild: Hans Bernhard, Wikimedia, CC)

Ein besonders abenteuerliches Erlebnis erwartet Sportbegeisterte bei einem Rafting-Ausflug im nahegelegenen Taurusgebirge. Auch Wanderfreunde kommen in der Region rund um Side nicht zu kurz. Herrliche Wanderwege führen durch schattige Zypressenwälder, die die Hitze erträglicher werden lassen. Abends können Sie nach einem guten türkischen Essen in einem der zahlreichen Restaurants bei einem Bummel entlang der Promenade entspannen und der sich ins Meer senkenden Sonne „Gute Nacht“ sagen.



 

Oberstes Bild: Apollo-Tempel in Side (© Saffron Blaze, Wikimedia, CC)

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