Yakushima – unterwegs auf Japans Regenwald-Insel

16.06.2017 |  Von  |  Asien
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Yakushima – unterwegs auf Japans Regenwald-Insel
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Gut 60 Kilometer entfernt von der südlichen japanischen Hauptinsel Kyushu liegt Yakushima im Ostchinesischen Meer. Die Insel ist ein beliebtes Wanderziel für Japaner und auch die wenigen Touristen aus anderen Ländern, die den Weg hierhin finden. Dafür sorgt die einmalige Vegetation, in der Zedernwälder dominieren.

Fast kreisrund erstreckt sich Yakushima auf einer Fläche von gut 500 Quadratkilometern. Die Insel ist Gebirgsland. Von der Küstenlinie an steigt das Bergland im Inselinneren immer weiter an. Seinen höchsten Punkt erreicht es an der Spitze des Miyanoura, der eine Höhe von 1935 Metern misst. Trotz des ansonsten milden bis feucht-heissen Klimas kommt es durchaus vor, dass der Miyanoura im Winter eine Schneehaube trägt, für diese Breiten ungewöhnlich. Im Umfeld des Miyanoura gibt es noch einige Gipfel, die ähnliche Höhen erreichen. Rund 30 Berge auf Yakushima sind mehr als 1000 Meter hoch.


Rosoku-iwa Fels am Nagata Berg auf Yakushima (Bild: As6022014, Wikimedia, CC)

Rosoku-iwa Fels am Nagata Berg auf Yakushima (Bild: As6022014, Wikimedia, CC)


35 Tage Regen im Monat

Die Insel präsentiert sich Besuchern in üppigem Grün. Das hat seinen Grund. Yakushima gilt als sehr regenreich. Während Herbst und Winter schon mal trockener sind, sorgt das Wetter vor allem im Frühjahr und Sommer für mehr als genügend Wasser.

Nicht umsonst heisst es in Japan, dass es auf Yakushima „an 35 Tagen im Monat“ regne. Die Feuchtigkeit treibt zusammen mit dem warmen Klima das Pflanzenwachstum. Das Wasser sammelt sich in den Bergen in Bächen, die durch die immergrüne Landschaft über schöne Wasserfälle Richtung Meer fliessen. Es gibt viele malerische Bachläufe, in denen sich das Wasser über moosbewachsene Steine den Weg in tiefer gelegene Gefilde bahnt.


Im Wald von Yakushima (Bild: Σ64, Wikimedia, GNU)

Im Wald von Yakushima (Bild: Σ64, Wikimedia, GNU)


Uralte japanische Zedern

Yakushimas Attraktion sind aber seine urwaldähnlichen Baumlandschaften. Hier ist die Sicheltanne, auch japanische Zeder genannt, typisch. Sie gehört zur Familie der Zypressengewächse und kommt vor allem in Japan und China vor. Wanderungen in den Zedernwäldern der Insel sind an vielen Stellen möglich. Es gibt belebtere und einsamere Routen. Sie starten in der Regel von der Rundstrasse, die entlang der Küste um die Insel läuft.

Wanderer sind von den knorrigen, vielfach gewundenen Stämmen und dem wuchernden Wurzelwerk der Bäume immer wieder beeindruckt. Etliche dieser Zedern sind über 1000 Jahre alt. Die ältesten Sicheltannen haben spezielle Eigennamen verliehen bekommen. Als ältestes Exemplar gilt der Yomon-Sugi, der über 2500 Jahre alt sein soll. Der Baum hätte demnach seine Wurzeln bereits in der Frühzeit des Römischen Reiches ausgestreckt.


Die Zeder Yomon-Sugi ist über 2500 Jahre alt. (Bild: Chris 73, Wikimedia, CC)

Die Zeder Yomon-Sugi ist über 2500 Jahre alt. (Bild: Chris 73, Wikimedia, CC)


Heisse Quellen im Meer

Als schönster Regenwald der Insel gilt der Shiratani-Unsuikyo-Wald im Nordosten Yakushimas unweit des Inselhauptorts Myanoura. Auch hier gibt es etliche Baumriesen, die auf ein eindrucksvolles Alter zurückblicken können.

Daneben existieren auf der Insel zahlreiche endemische Pflanzen, darunter eine ganze Reihe von Rhododendren. In den Wäldern leben ausserdem viele Tiere. Neben zahlreichen Vogelarten und Sika-Hirschen findet sich hier auch eine besondere Affenart, die Yakushima-Makaken. Zu den Stränden Yakushimas kommen Meeresschildkröten zur Eiablage, und in den Gewässern vor der Insel tummeln sich Delfine.

Die Strände Yakushimas bieten Besuchern auch schöne Badeplätze. Hier gibt es ausserdem Onsen. So werden in Japan natürliche heisse Quellen bezeichnet, in denen man baden kann – eine besondere Form von Wellness. Auf Yakushima befinden sich diese Quellen an einigen Stellen im Meerwasser.



Ein Trip nach Yakushima ist ein besonderes Japan-Erlebnis. Mit den japanischen Hauptinseln ist das Eiland über Fährverbindungen sehr gut zu erreichen. Der nächste Hafen auf Kyushu ist die Stadt Kagoshima. Auch mit dem Flugzeug kann die Insel angesteuert werden.

 

Artikelbild: Berg Kobandake auf Yakushima (© As6022014, Wikimedia, CC)


Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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