Umsteigen an grossen Flughäfen: Zeitbedarf, Orientierung und Gepäcktransfer

Ein Anschlussflug kann auf dem Ticket unkompliziert wirken: landen, zum nächsten Gate gehen und weiterfliegen. An grossen Flughäfen liegen zwischen diesen beiden Flügen jedoch oft mehrere Schritte. Terminalwechsel, Sicherheitskontrolle, Passkontrolle, lange Fusswege und ein spätes Gate-Announcement können aus einer scheinbar komfortablen Umsteigezeit einen engen Ablauf machen.

Besonders wichtig ist die Art der Buchung. Bei einer durchgehenden Verbindung werden Passagier und Gepäck normalerweise als zusammenhängende Reise behandelt. Bei separat gekauften Flügen kann dagegen ein vollständiger Self-Transfer notwendig werden: einreisen, Gepäck abholen, erneut einchecken und wieder durch die Sicherheitskontrolle. Wer diese Unterschiede bereits vor der Buchung berücksichtigt, kann Umsteigezeiten wesentlich realistischer beurteilen.

Die angegebene Umsteigezeit ist keine freie Wartezeit

Zwischen planmässiger Landung des ersten und planmässigem Abflug des nächsten Fluges können beispielsweise 90 Minuten liegen. Diese Zeit steht jedoch nicht vollständig für den Weg zum Anschlussgate zur Verfügung.

Nach der Landung rollt das Flugzeug zunächst zum Standplatz. Danach beginnt das Aussteigen. Je nach Sitzplatz und Flugzeuggrösse können weitere Minuten vergehen, bis das Terminal tatsächlich erreicht ist.

Am anderen Ende der Verbindung schliesst das Gate bereits vor der offiziellen Abflugzeit. Boarding und gegebenenfalls eine letzte Dokumentenkontrolle finden ebenfalls vorher statt.

Die praktisch verfügbare Transferzeit liegt deshalb deutlich zwischen diesen beiden Zeitpunkten.

Hinzu kommen Wege, Kontrollen und mögliche Terminaltransfers. Eine Umsteigezeit sollte daher immer als gesamte Prozesszeit betrachtet werden und nicht als Aufenthaltsdauer im Terminal.

Minimum Connecting Time ist eine operative Untergrenze

Für Flughäfen und konkrete Flugverbindungen existieren sogenannte Minimum Connecting Times, kurz MCT.

Sie definieren die kürzeste planbare Zeitspanne, in der Passagier und Gepäck unter bestimmten Bedingungen von einem ankommenden auf einen abgehenden Flug übertragen werden können.

Diese Mindestzeit ist kein universeller Wert für einen Flughafen. Sie kann sich nach Fluggesellschaft, Terminal, internationaler oder nationaler Verbindung und weiteren Kriterien unterscheiden.

Eine Verbindung innerhalb eines Terminals kann andere Voraussetzungen besitzen als ein Wechsel zwischen weit auseinanderliegenden Gebäuden.

Wer eine durchgehende Verbindung auf einem Ticket kauft, erhält normalerweise eine Kombination, die die für diese Buchung geltenden Mindestanschlusszeiten berücksichtigt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede solche Verbindung entspannt ist. Die MCT beschreibt eine betriebliche Mindestzeit und keinen persönlichen Komfortpuffer.

Mehr Zeit ist besonders bei unbekannten Flughäfen sinnvoll

Ein häufiger Fehler besteht darin, die kürzeste angebotene Verbindung automatisch als beste Verbindung zu betrachten.

Wer einen Flughafen gut kennt, allein reist und nur Handgepäck besitzt, kann einen knappen Transfer anders bewältigen als eine Familie mit Kindern oder eine Person mit eingeschränkter Mobilität.

Auch die Bedeutung des Anschlusses spielt eine Rolle.

Folgt am Ziel ein wichtiger Termin, die Abfahrt eines Kreuzfahrtschiffs oder ein weiterer nicht flexibel verschiebbarer Reiseabschnitt, gewinnt zusätzlicher Zeitpuffer an Wert.

Umgekehrt kann ein sehr langer Aufenthalt unnötig sein, wenn sämtliche Flüge auf einem Ticket liegen, der Flughafen kompakt ist und mehrere spätere Alternativflüge bestehen.

Die passende Umsteigezeit ist deshalb keine möglichst kleine Zahl, sondern das Ergebnis der gesamten Reisekette.

Nach der Landung zuerst den Anschlussflug prüfen

Flugsteige können sich bis relativ kurz vor dem Abflug ändern.

Die Gate-Nummer aus einer Wochen zuvor gespeicherten Buchungsbestätigung sollte deshalb nicht als endgültig betrachtet werden.

Nach der Landung sind aktuelle Flughafenanzeigen, die App der Fluggesellschaft oder die offizielle Flughafen-App die bessere Informationsquelle.

Am Flughafen Zürich wird das Gate beispielsweise spätestens 60 Minuten vor dem Abflug auf den Informationssystemen angezeigt.

Ist das Gate noch nicht bekannt, lohnt es sich trotzdem, bereits dem ausgeschilderten Transferbereich beziehungsweise der richtigen Gate-Zone zu folgen.

Erst danach sind Café, Lounge oder Einkauf sinnvoll. Wer zunächst in die falsche Richtung läuft, verliert an grossen Flughäfen schnell wertvolle Zeit.


Eine grosse Wegweisung im Flughafenterminal zeigt verschiedene Ziele. Einheitliche Transfer- und Gate-Schilder sind beim Umsteigen wichtiger als die Orientierung anhand einzelner Geschäfte oder Gebäudemerkmale.

Transfer-Schilder führen meist besser als der Weg zur Gepäckausgabe

An grossen Drehkreuzen trennen sich die Wege von ankommenden und umsteigenden Passagieren häufig unmittelbar nach dem Aussteigen.

Wer einen normalen Anschluss auf einem durchgehenden Ticket besitzt, sollte deshalb der Beschilderung für „Transfer“, „Connections“ oder den entsprechenden Gate-Bereichen folgen.

Der Weg Richtung „Arrivals“ oder „Baggage Claim“ führt dagegen häufig aus dem Transitbereich heraus.

Das kann bei einem Self-Transfer notwendig sein, wäre bei einem normalen Anschluss jedoch ein unnötiger Umweg und kann zusätzliche Kontrollen auslösen.

Flughäfen verwenden unterschiedliche Farb- und Beschilderungssysteme. Heathrow kennzeichnet beispielsweise Anschlusswege gezielt, während andere Flughäfen stärker mit Gate-Buchstaben und Terminalnummern arbeiten.

Die Grundregel bleibt gleich: zuerst den offiziellen Hinweisen für Anschlussflüge folgen.

Terminalwechsel können wenige Minuten oder einen eigenen Transfer bedeuten

Der Begriff „Terminalwechsel“ sagt wenig darüber aus, wie aufwendig der Weg tatsächlich ist.

In Zürich verbindet die Skymetro die zentralen Gate-Bereiche mit Dock E innerhalb weniger Minuten. Am Flughafen München verbindet eine unterirdische Bahn Terminal 2 mit dem Satellitengebäude; zwischen Terminal 1 und 2 existieren für Transferpassagiere weitere Verbindungen.

Andere Flughäfen benötigen Busfahrten oder deutlich längere Fusswege.

Besonders aufmerksam sollte eine Verbindung betrachtet werden, wenn sogar der Flughafen gewechselt werden muss. In Städten mit mehreren Airports kann ein sogenannter Anschluss in Wirklichkeit eine eigenständige Landreise zwischen zwei Flughäfen darstellen.

Dann müssen Einreise, Gepäck, Strassen- oder Bahntransfer, erneuter Check-in und Sicherheitskontrolle vollständig eingeplant werden.

Solche Verbindungen benötigen einen wesentlich grösseren Zeitpuffer als ein normaler Airside-Transfer.

Passkontrolle hängt von Herkunft und Weiterflug ab

Innerhalb Europas ist für die Planung besonders der Wechsel zwischen Schengen- und Nicht-Schengen-Verbindungen relevant.

Wer innerhalb des Schengenraums ankommt und zu einem Ziel ausserhalb des Schengenraums weiterfliegt, passiert grundsätzlich eine Grenzkontrolle.

Umgekehrt wird beim Wechsel von einem Nicht-Schengen-Flug auf eine Schengen-Verbindung die Einreise in den Schengenraum kontrolliert.

Bei einer Verbindung, die vollständig innerhalb des Schengenraums bleibt, ist normalerweise keine solche Passkontrolle erforderlich.

Der konkrete Ablauf hängt vom Flughafen und von der Reise ab. Transit- und Visabestimmungen können zusätzlich eine Rolle spielen.

Reisedokumente sollten deshalb während des Transfers griffbereit bleiben und nicht tief im Handgepäck verstaut werden.


Bei einer Passkontrolle wird ein Reisedokument geprüft. Ob sie während eines Transfers notwendig ist, hängt unter anderem davon ab, zwischen welchen Staaten beziehungsweise Reisegebieten gewechselt wird.

Auch eine erneute Sicherheitskontrolle kann notwendig sein

Umsteigende Passagiere bleiben zwar häufig im Sicherheitsbereich, trotzdem kann eine weitere Sicherheitskontrolle Teil des Transferwegs sein.

Das hängt unter anderem vom Herkunftsflughafen und von den Sicherheitsregeln des Umsteigeflughafens ab.

Heathrow verlangt beispielsweise bei Anschlussflügen grundsätzlich eine erneute Sicherheitskontrolle. Am Flughafen Zürich hängt sie unter anderem vom Herkunftsland ab.

Diese Unterschiede erklären, warum zwei Passagiere am selben Flughafen völlig unterschiedliche Transfererfahrungen machen können.

Für die Zeitplanung ist deshalb nicht nur die Entfernung zwischen den Gates relevant.

Auch eine kurze Strecke kann knapp werden, wenn davor eine stark ausgelastete Sicherheits- oder Grenzkontrolle liegt.


Bei einer Passkontrolle wird ein Reisedokument geprüft. Ob sie während eines Transfers notwendig ist, hängt unter anderem davon ab, zwischen welchen Staaten beziehungsweise Reisegebieten gewechselt wird.

Durchgechecktes Gepäck reist weitgehend unabhängig vom Passagier

Während der Passagier durch das Terminal läuft, nimmt der aufgegebene Koffer einen anderen Weg.

Transfergepäck wird nach der Entladung identifiziert und dem Anschlussflug zugeordnet. Gepäcksysteme, Förderanlagen und Bodenfahrzeuge bringen es zum Bereich des nächsten Fluges.

Der belmedia-Beitrag „Was auf dem Vorfeld passiert: Die Logistik zwischen Landung und Start unter der Lupe“ zeigt, wie Gepäckabfertigung, Passagierprozesse und weitere Arbeiten während eines Turnarounds parallel koordiniert werden.

Bei einer zusammenhängenden Buchung wird Gepäck in vielen Fällen bis zum endgültigen Ziel etikettiert.

Ob das tatsächlich geschieht, lässt sich bereits beim ersten Check-in prüfen. Auf dem Gepäckanhänger sollte die vorgesehene Enddestination beziehungsweise die entsprechende Routinginformation erkennbar sein.

Durchchecken ist nicht in jeder Situation möglich

Auch bei einer Umsteigeverbindung gibt es Ausnahmen.

Ein Flughafenwechsel kann die automatische Weiterleitung verhindern. Lokale Vorschriften oder Zollverfahren können ebenfalls verlangen, dass Gepäck abgeholt und erneut aufgegeben wird.

Bekannte Beispiele existieren bei bestimmten internationalen Einreisen, bei denen das Gepäck am ersten Einreiseflughafen entgegengenommen und nach dem Zoll wieder in das System gegeben werden muss.

Bei Sonder- und Sportgepäck können weitere Bedingungen gelten.

Der belmedia-Beitrag „Reisen mit Sportausrüstung: Fahrrad, Ski und Golfgepäck bei Flügen richtig anmelden“ erläutert, weshalb gerade bei Umsteigeverbindungen geprüft werden sollte, ob besondere Gepäckstücke tatsächlich bis zur Enddestination weitergeleitet werden.

Im Zweifel ist die Frage beim ersten Check-in entscheidend: Muss das Gepäck am Umsteigeort abgeholt werden?


Ein Koffer befindet sich auf einer Gepäckförderanlage. Transfergepäck wird über eigene logistische Prozesse zum nächsten Flug geleitet, sofern es bis zur Enddestination durchgecheckt wurde.

Separate Tickets verändern den Charakter des Umstiegs

Besonders genau sollte eine Verbindung betrachtet werden, wenn die Flüge unabhängig voneinander gekauft wurden.

Eine Suchmaschine kann zwei günstige Einzelflüge miteinander kombinieren, obwohl zwischen den beteiligten Fluggesellschaften keine durchgehende Beförderung besteht.

Dann handelt es sich häufig um einen Self-Transfer.

Aufgegebenes Gepäck muss in solchen Fällen normalerweise abgeholt und beim zweiten Flug erneut eingecheckt werden. Dazu wird der Transitbereich verlassen.

Damit gelten zusätzlich die Check-in- und Gepäckabgabefristen des zweiten Fluges.

Auch die Einreisevoraussetzungen des Umsteigelandes können relevant werden, obwohl dieses Land eigentlich nur als Zwischenstation gedacht war.

Eine Stunde zwischen zwei separat gebuchten Flügen ist deshalb etwas völlig anderes als eine Stunde innerhalb einer abgestimmten Anschlussverbindung.

Bei Self-Transfers zählt die Zeit bis zur Gepäckabgabe

Wer sein Gepäck neu aufgeben muss, darf nicht bis zur offiziellen Abflugzeit rechnen.

Der entscheidende Zeitpunkt kann wesentlich früher liegen: die Schliessung der Gepäckabgabe beziehungsweise des Check-ins.

Davor müssen das erste Flugzeug verlassen, gegebenenfalls die Passkontrolle passiert, der Koffer an der Gepäckausgabe übernommen und das richtige Abflugterminal erreicht werden.

Danach folgen erneuter Check-in und Sicherheitskontrolle.

Verspätet sich der erste separat gebuchte Flug, besteht ausserdem nicht automatisch dieselbe Absicherung wie bei einer einheitlichen Buchung.

Die möglichen Folgen reichen deshalb von einer zusätzlichen Umbuchung bis zu erheblichen Mehrkosten.

Ein günstiger Self-Transfer kann sinnvoll sein. Er sollte aber als zwei miteinander verbundene Reisen kalkuliert werden und nicht wie ein gewöhnlicher Anschlussflug.

Wichtige Dinge gehören unabhängig vom Gepäcktransfer ins Handgepäck

Auch bei korrekt durchgechecktem Gepäck kann ein Koffer einen Anschluss verpassen.

IATA nennt Transferpunkte und knappe Anschlusszeiten als einen wichtigen Bereich, in dem Gepäckfehlleitungen entstehen können.

Medikamente, Reisedokumente, Schlüssel, notwendige elektronische Geräte und andere unmittelbar benötigte Dinge sollten deshalb nicht ausschliesslich im aufgegebenen Koffer reisen, sofern ihre Mitnahme im Handgepäck zulässig ist.

Für längere Reisen können auch grundlegende Wechselkleidung und notwendige Hygieneartikel hilfreich sein.

Gleichzeitig gelten Sicherheits- und Flüssigkeitsregeln sowie die Handgepäckbestimmungen der jeweiligen Fluggesellschaft.

Ein kleiner Reservebestand im Handgepäck ersetzt keine Gepäckversicherung oder Meldung eines fehlenden Koffers, reduziert aber die unmittelbaren Folgen einer verspäteten Auslieferung.

Bei Verspätung sofort neu priorisieren

Wird bereits während des ersten Fluges deutlich, dass der Anschluss knapp wird, sind lange Zwischenstopps nach der Landung keine gute Idee.

Nach dem Aussteigen sollte zuerst die aktuelle Flug- und Gateinformation geprüft werden.

Airline-Apps zeigen bei Unregelmässigkeiten teilweise bereits neue Verbindungen oder Umbuchungsinformationen an.

Ist der Anschluss noch erreichbar, zählt der direkte Weg.

Ist er offensichtlich verpasst, führen Transfer Desk, Gate-Personal oder Airline-Service zum nächsten Schritt.

Bei einer durchgehenden Buchung kann die Fluggesellschaft die weitere Verbindung neu organisieren. Welche konkrete Betreuung und welche Ansprüche bestehen, hängt von Route, Ursache der Störung, Buchung und anwendbarem Recht ab.

Deshalb sollte nicht vorschnell auf eigene Kosten ein neuer Flug gekauft werden, bevor die Optionen der ausführenden Airline geklärt sind.


Reisende warten am Abfluggate auf das Boarding. Beim Umsteigen zählt nicht die planmässige Abflugzeit allein, sondern der Zeitpunkt, zu dem Boarding beziehungsweise Gate tatsächlich schliessen.

Lange Umsteigezeiten lassen sich bewusst nutzen

Nicht jeder lange Transfer ist schlecht geplant.

Ein Aufenthalt von mehreren Stunden kann nach einem Langstreckenflug eine angenehme Pause bieten. Essen, Duschen, Arbeiten oder eine Lounge können den nächsten Reiseabschnitt deutlich entspannter machen.

Bei sehr langen Stopps kommt sogar ein Flughafenhotel infrage.

Vor dem Verlassen des Transitbereichs muss jedoch geklärt sein, ob die Einreise erlaubt ist, welche Kontrollen bei der Rückkehr folgen und ob genügend Zeit bis zum nächsten Boarding bleibt.

Auch das Gepäck spielt eine Rolle. Ist es bis zur Enddestination durchgecheckt, steht es während eines längeren Zwischenstopps möglicherweise nicht zur Verfügung.

Ein langer Transfer wird daher am besten bereits beim Packen berücksichtigt.



Das deutschsprachige Video „Frankfurt Airport: Ankommen, Umsteigen Layover – Insidertipps zu Terminals, Shops, Hotels“ vom Planetenreiter Travel Blog zeigt am Beispiel des Flughafens Frankfurt, wie Terminals, Gate-Bereiche, Transferwege und die Verbindung zwischen wichtigen Flughafenbereichen organisiert sind.


Ein guter Anschluss lässt Puffer für den unplanbaren Teil der Reise

Umsteigen ist eine Kette mehrerer Prozesse.

Zuerst muss das ankommende Flugzeug seinen Standplatz erreichen. Danach folgen Ausstieg, Orientierung und der Weg in den richtigen Transferbereich.

Je nach Verbindung kommen Sicherheitskontrolle, Passkontrolle und Terminalwechsel hinzu. Gleichzeitig wird das aufgegebene Gepäck im Hintergrund zum Anschlussflug transportiert.

Bei einer durchgehenden Buchung sind diese Abläufe normalerweise aufeinander abgestimmt. Trotzdem bedeutet eine technisch zulässige Mindestanschlusszeit nicht automatisch einen entspannten Transfer.

Separate Tickets verändern die Situation grundlegend. Sobald Gepäck abgeholt, neu eingecheckt oder sogar zwischen Flughäfen transportiert werden muss, wird aus dem Anschluss praktisch eine neue Abreise.

Deshalb sollte eine Verbindung vor der Buchung anhand weniger Fragen geprüft werden: Liegen alle Flüge auf einer Buchung? Wird das Gepäck durchgecheckt? Findet ein Terminal- oder Flughafenwechsel statt? Sind Pass- oder Sicherheitskontrollen zu erwarten? Und wie problematisch wäre ein verpasster Anschluss?

Am Flughafen selbst hilft eine einfache Reihenfolge: zuerst den aktuellen Weiterflug prüfen, dann den Transferschildern folgen und erst nach Erreichen des richtigen Gate-Bereichs über die verbleibende Wartezeit entscheiden.

So wird aus einem grossen Flughafen kein einfacher Ort. Aber aus einer komplexen Umsteigesituation wird ein nachvollziehbarer Ablauf – mit genügend Reserve für jene Minuten, die sich auch mit der besten Planung nicht vollständig vorhersehen lassen.

 

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