Baja California: unberührte Wüstenlandschaften auf Mexikos grösster Halbinsel

19.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Nordamerika
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Baja California: unberührte Wüstenlandschaften auf Mexikos grösster Halbinsel
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Baja California ist anders: anders als das mexikanische Festland, anders als das angrenzende US-amerikanische Kalifornien und anders als viele vergleichbare Küstenlandschaften. Was die zweitgrösste Halbinsel der Welt so einzigartig macht, sind vor allem ihre abgeschiedene Lage und die Einsamkeit, die in den Weiten ihrer endlosen Wüstenlandschaften herrscht.

Auf über 1200 km Länge umfasst die Halbinsel eine faszinierende Mischung an unberührten Wüsten und spektakulären Steilklippen, an Traumstränden wie aus dem Bilderbuch und Tauchgebieten, die ihresgleichen suchen. Nicht zuletzt zählt die Küste von Baja California auch zu den besten Walbeobachtungsgebieten der Welt, und neben Blauwalen, Finnwalen, Orcas und vielen weiteren Arten beheimaten die Lagunen westlich der Halbinsel auch eine der weltweit letzten Grauwalpopulationen.



Doch auch am Ende der Welt ändern sich die Dinge, und der Massentourismus ist auf dem besten Weg, einer der grandiosesten Landschaften Nordamerikas den Zauber ihrer Unberührtheit zu nehmen. Hotelkomplexe und luxuriöse Wohnanlagen erobern mittlerweile immer grössere Teile der Halbinsel, und die abgelegenen Wüstenregionen werden für den Tourismus immer zugänglicher. Grund genug, der Baja California einen Besuch abzustatten und die Faszination ihrer endlosen Weiten noch in ihrer ganzen ursprünglichen Schönheit zu geniessen.

Grauwal mit Jungem (Bild: José Eugenio Gómez Rodríguez / Wikimedia / CC)

Grauwal mit Jungem (Bild: José Eugenio Gómez Rodríguez / Wikimedia / CC)

Wüste und Meer, soweit das Auge reicht

Mit 1200 km Länge und einer Breite von lediglich 80 bis 220 km ist Baja California geografisch eine Verlängerung der US-amerikanischen kalifornischen Küste. Die Länge der Halbinsel und die parallele Lage zum mexikanischen Festland sorgt dafür, dass sich in Baja California ganz unterschiedliche Landschaftsformen entwickelt haben: die zerklüfteten, felsigen Steilküsten an der ungeschützten Pazifikküste im Westen, endlose Sandstrände und sanfte Dünenlandschaften im Osten sowie die harschen Wüstenregionen der zentralen Landesteile. Die Wüste von Baja California ist Teil der Wüste von Sonora, einer der grössten und artenreichsten Wüsten der Welt. Sie beheimatet Hunderte seltener Tier- und Pflanzenarten, viele davon endemisch.



Was die Baja California zu einem beliebten Reiseziel macht, sind jedoch vor allem ihre Küste, die für jeden Geschmack etwas zu bieten scheinen. Surfparadiese an der windigen Westküste; geschützte, sonnenüberflutete Badestrände am Golf von Kalifornien; die spektakulären Tauchgebiete auf der ganzen Halbinsel – Baja California scheint alles im Überfluss und in grandiosen Dimensionen zu bieten. Dabei kommen auch abenteuerlustige Reisende auf ihre Kosten, sei es beim Wildcampen unter einem spektakulären Sternenhimmel, sei es beim Käfigtauchen mit Haien auf der Insel Guadalupe.

Wüstenlandschaft bei Ensenada (Bild: Tomas Castelazo / Wikimedia / CC)

Wüstenlandschaft bei Ensenada (Bild: Tomas Castelazo / Wikimedia / CC)

Tijuana und Mexicali: die Metropolen der Baja California



Auch, wenn die spektakuläre Natur bei einer Reise durch Baja California immer im Vordergrund steht, kann die Halbinsel auch mit einigen lebendigen Metropolen aufwarten, und die bilden einen umso grösseren Gegensatz zu den einsamen Wüstenlandschaften. Wer von den USA aus nach Mexiko anreist, erhält in den Grenzstädten Tijuana und Mexicali gleich einen überwältigenden Eindruck von Land und Leuten – und der kann schon einmal in einen regelrechten Kulturschock ausarten, denn die entspannte Lebensart des US-amerikanischen Kalifornien weicht in den mexikanischen Grenzstädten einer chaotischen, lärmigen und bisweilen aufdringlichen Hektik.

Dennoch lohnt es sich, nicht gleich in einsamere Regionen weiterzufahren, sondern sich einige Tage aufzuhalten. Tijuana, der meistüberquerte Grenzübergang der Welt, und das für seine extreme Hitze bekannte Mexicali erwarten ihre Gäste nämlich nicht nur mit der typischen Hektik stark frequentierter Grenzen, sondern auch mit einer überraschenden Offenheit und Gastfreundlichkeit, mit einem lebendigen Nachtleben und einer kulturellen Vielfalt, die charakteristisch für so viele Grenzregionen ist.

Chinesische Pagode in Mexicali (Bild: Thelmadatter / Wikimedia / public domain)

Chinesische Pagode in Mexicali (Bild: Thelmadatter / Wikimedia / public domain)

Mexicali, eine Grenzstadt mit einstmals zweifelhaftem Ruf, zählt heute zu den am besten und schnellsten entwickelten Städten Mexikos. Die Wirtschaftmetropole ist ausserdem bekannt für seine bedeutende chinesische Gemeinde. Die Ursprünge des historischen chinesischen Viertels La Chinesca reicht bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück, als Mexicali einen grösseren chinesischen als mexikanischen Bevölkerungsanteil hatte. Tijuana wiederum dient vielen Besuchern vor allem als Ausgangspunkt für Fahrten ins südlich gelegene Ensenada, einer malerischen Kleinstadt mit Yacht- und Kreuzfahrthafen an der Pazifikküste, die für ihre regionale Weinproduktion berühmt ist.



Los Cabos zwischen Massentourismus und spektakulärer Natur

Die Ferienregion Los Cabos ist die mit Abstand touristischste Region der Baja California, und zwischen den beiden Hauptorten Cabo San Lucas und San José del Cabo reihen sich die Hotelanlagen ebenso aneinander wie in Cancún und vergleichbaren mexikanischen Tourismus-Hochburgen. Wer seine Unterkunft in Cabo San Lucas bucht, kann daher auch die ganze Vielfalt einer hervorragend entwickelten Tourismus-Destination geniessen, während das beschauliche San José del Cabo noch den kolonialen Charme einer traditionellen mexikanischen Kleinstadt versprüht.

Felsformation Los Arcos (Bild: Lisa Andres / Wikimedia / CC)

Felsformation Los Arcos (Bild: Lisa Andres / Wikimedia / CC)

Rund um die beiden Hauptorte erwartet die Besucher in bester Reichweite die ganze Vielfalt der Baja California: traumhafte Strände mit einem schier unendlichen Angebot an Aktivitäten und Wassersportarten, unberührte Wüstenlandschaften und mächtige Felsformationen über den tiefblauen Weiten des Pazifik, aber auch idyllische Dörfchen, traditionsreiche Feste und die authentische mexikanische Küche in ihrer besten Form. Eine der grössten Attraktionen von Los Cabos ist Los Arcos, der Übergang zwischen dem Golf von Kalifornien und dem Pazifik, der auf Englisch unter dem Namen „Land’s End“ bekannt ist. Ein spektakulärer Felsbogen rahmt hier das türkise Wasser und die Sandstrände und bildet damit eines der Wahrzeichen der Region.

 

Oberstes Bild: Küstenlandschaft bei La Paz (Bild: Az81964444 / Wikimedia / public domain)

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