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Im Land der Rosamunde Pilcher, Teil II: Von Bath geht’s an die Westküste

10.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Im Land der Rosamunde Pilcher, Teil II: Von Bath geht’s an die Westküste
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Auch am dritten Tag unserer Tour durch Rosamunde-Pilcher-Land disponieren wir aufgrund des typischen englischen Schmuddelwetters um und fahren nach Bath zurück. Dort gönnen wir uns eine Besichtigung der römischen Bäder, bevor wir entspannt genug sind für die weiteren Eindrücke, die uns an der Westküste erwarten.

Unterirdisch auf Wohlfühlkurs

Die Nutzung des sprudelnden Thermalwassers in Bath hat bereits eine lange Tradition. Denn bereits die alten Römer haben diese Art von Wellness entdeckt. Herzstück des Museums ist der Open Door Pool, der von typisch römischen Säulen und Nischen umgeben ist.

Dies ist ein Bericht in drei Teilen:

Teil 1: Im Land der Rosamunde Pilcher – Canterbury und Bath als geschichtsträchtige Erfahrungen



Teil 2: Im Land der Rosamunde Pilcher – Von Bath geht’s an die Westküste

Teil 3: Im Land der Rosamunde Pilcher – Cornwall erleben





Das römische Bad in Bath (Bild: Guenter Wieschendahl, Wikimedia)

Das römische Bad in Bath (Bild: Guenter Wieschendahl, Wikimedia)

Nachdem sich am späteren Vormittag dann doch die Sonne am Himmel zeigt, fahren wir in die nähere Umgebung von Bath. Etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt erreichen wir das Dörfchen Castle Come, das uns England wie im Bilderbuch präsentiert. Denn die alten Steinhäuser, in der Mitte ein kleiner Marktplatz mit obligatorischem Brunnen und natürlich eine Kirche aus der Normannenzeit, lassen Klischees wahr werden. Dazu kommt Bärlauchblütenduft aus dem Wald, der hinter dem Dörfchen liegt.

Die nächste Station ist Lacock Abbey, das in der Vergangenheit öfters als Kulisse für Filme diente. So etwa findet sich in der Verfilmung von Jane Austens „Emma“ das Schloss oder auch bei Harry Potter der Kreuzgang des Klosters in einer Szene verarbeitet.

Lacock Abbey bei Bath (Bild: Frerix, Wikimedia, CC)

Lacock Abbey bei Bath (Bild: Frerix, Wikimedia, CC)




Für das Abendessen haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht, denn wir wollen das Lokal von Jamie Oliver besuchen. Seine Küchenhelfer finden sich ja bei mir zu Hause im Regal, also wollen wir einmal versuchen, was der Meister selbst damit so fabriziert. Im „Italian“ gibt es keine Reservierungen, was wir als sehr angenehm empfinden. Hier herrscht offenbar die Devise: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auch wenn die Atmosphäre eher wie in einer Bahnhofshalle kurz vor Abfahrt des Zuges ist, lassen wir uns als Feinschmecker davon nicht beirren und geniessen die herrlichen Mahlzeiten.

Von Somerset an die Küste Devons

Am vierten Tag geht es weiter nach Devon. Das kleine Fischerdorf Clovelly ist der erste Stopp, wobei dieses Örtchen tatsächlich in Privatbesitz ist und man Eintritt zahlen muss, um es zu besichtigen. Doch dieses Geld wird genutzt, um die autofreie Region gut zu erhalten. Wir spazieren die knapp 800 Meter lange Hauptstrasse bis zum Hafen und geniessen die autofreie Idylle.

Das autofreie Fischerdorf Clovelly in Devon (Bild: Smtunli, Wikimedia, CC)

Das autofreie Fischerdorf Clovelly in Devon (Bild: Smtunli, Wikimedia, CC)

Anschliessend steht uns eine lange Anreise ins 150 Kilometer entfernte Dartmoor bevor. Nach einigen Irrungen und Wirrungen, die wir dem Navi zu verdanken haben, erreichen wir endlich den berüchtigten Schauplatz der Filme um den Detektiv Sherlock Holmes, vor allem „Der Hund von Baskerville“ ist hier entstanden.

Doch als wir das Moor erreichen, ist der Himmel klar und sonnig und wir sehen schon von Weitem die kleinen Gipfel, die auch Tors genannt werden, und die niedlichen Dartmoor-Ponys. Mitten im Moor liegt unsere Basisstation für die nächsten drei Tage, nämlich das Dörfchen Widecombe in the Moor.

Widecombe-in-the-Moor (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, CC)

Widecombe-in-the-Moor (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, CC)




Am nächsten Tag ist Wandern angesagt, wobei uns die Tour quasi von Tor zu Tor führt. Aufgrund des optimalen Wanderwetters haben wir gute Sicht, und damit gestaltet sich die Orientierung problemlos. Quer über den Top Tor und den Saddle Tor gelangen wir schliesslich zum Haytor. Dieser Granitfelsen ist ein beliebtes Ziel für Kletterer, doch wir begnügen uns mit dem Aufstieg auf halbe Höhe. Weiter geht es zum berühmtesten Hügel, dem Hound Tor. Hier trieb angeblich der Hund von Baskerville sein Unwesen, was man sich mit etwas Fantasie durchaus vorstellen kann. Doch auf der Südseite des Hound Tor empfängt uns ein so üppiges Tal mit einem wahren Blütenteppich, dass Schauriges schnell vergessen ist.

Zurück in Widecombe wird es Zeit für den ersten Cream Tea unseres England-Aufenthaltes, den wir in vollen Zügen geniessen. Dieser Cream Tea ist ein typisch englischer Snack, der aus zwei frisch gebackenen Scones besteht. Diese sind in der Mitte mit Sahne und Erdbeermarmelade gefüllt und schmecken einfach herrlich. Dazu gibt es sehr schwarzen Englischen Tee mit einem Kännchen Milch.

Bonehill Rocks bei Widecombe-in-the-Moor (Bild: Guy Wareham, Wikimedia, CC)

Bonehill Rocks bei Widecombe-in-the-Moor (Bild: Guy Wareham, Wikimedia, CC)




Von Postbridge nach Devils Cauldron

Am nächsten Tag begrüsst uns typisch britisches Wetter mit Nebel und leichtem Regen. Wir fahren mit dem Auto nach Postbridge, wo sich eine der wenigen Brücken über den River Dart befindet. Diese Clapper Bridge ist typisch für den Süden Englands, wobei manche Exemplare sogar aus prähistorischer Zeit stammen. Die von uns genutzte stammt aus dem 13. Jahrhundert und besteht aus dünnen Natursteinplatten. Der Weg führt weiter nach Tow Brodges und Princetown, bevor wir in Tavisstock haltmachen.

 

Oberstes Bild: Widecomb Valley (Jon Constant, Wikimedia)

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