Ithaka – unberührtes Inselparadies und Heimat des Odysseus

10.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Ithaka – unberührtes Inselparadies und Heimat des Odysseus
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Mit seiner geschützten Lage, zahlreichen einsamen Badebuchten und viel unberührter Natur ist Ithaka ein ideales Reiseziel für alle, die es in den Ferien gern etwas ruhiger angehen lassen. Statt hektischer Städte und grosser Hotelkomplexe warten idyllische Dörfer darauf, entdeckt zu werden, und zwischen Steilküsten und schroffen Berglandschaften bieten sich unzählige Möglichkeiten für ein erfrischendes Bad im türkisblauen Meer.

Ithaka zählt zu den Ionischen Inseln im Westen Griechenlands, ist aber im Gegensatz zu grösseren Inseln wie Korfu oder Poros vom Tourismus noch relativ unberührt geblieben. Ein Paradies also für Individualreisende und Naturliebhaber, die auf der grünen, gebirgigen Insel ganz auf ihre Kosten kommen. Bekannt ist Ithaka auch als Heimat des Odysseus, der einst gemeinsam mit seiner Gemahlin Penelope über die Insel geherrscht haben soll.

In rund 30 km Entfernung zum griechischen Festland ist Ithaka trotz seiner beschaulichen Lage gut zu erreichen. Von der Hafenstadt Patras bestehen tägliche Fährverbindungen nach Pisaetos, und auch von den Inseln Lefkada und Kefalonia kann Ithaka mit der Fähre besucht werden.

Bucht von Vathi (© auteur / Wikimedia / CC)

Bucht von Vathi (© auteur / Wikimedia / CC)

Einsame Badebuchten und schroffe Bergwelten auf Ithaka

Mit nur 3000 Einwohnern bietet Ithaka viel ländliche Idylle – geschäftige Hafenstädte wie auf anderen Inseln sucht man hier vergebens. Viele Bewohner sind im Laufe der Jahrzehnte ausgewandert, sodass Ithaka heute auf rund 118 km² vor allem unberührte Natur und kleine, beschauliche Dörfchen zu bieten hat. Unzählige Buchten und Kieselstrände laden rund um die Insel dazu ein, abseits vom Massentourismus zu entspannen und die landschaftliche Schönheit der Insel zu geniessen. Weite Teile der Küste sind nur vom Wasser aus zu erreichen, und wer Ithaka mit dem Boot erkundet, hat viele der traumhaften Badebuchten ganz für sich allein.

Im Landesinneren bieten mächtige Gebirgslandschaften Gelegenheit zu Trekkingtouren und Radwanderungen. Von den Serpentinenstrassen aus bieten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke, nicht zuletzt aufgrund der aussergewöhnlichen Form der Insel. Der Nordteil und der Südteil von Ithaka sind lediglich durch eine schmale Landenge getrennt, die umgeben von Buchten und Badestränden für ein atemberaubendes Panorama sorgt. Der Berg Niritos, mit 809 m der höchste Berg der Insel, bietet einen traumhaften Blick nicht nur auf Ithaka, sondern auch auf die umliegenden Inseln bis zum griechischen Festland.





Hafen von Vathi (© Jean Housen / Wikimedia / CC)

Hafen von Vathi (© Jean Housen / Wikimedia / CC)




Ithaka, legendäre Heimat des Odysseus

Der griechischen Mythologie zufolge soll Odysseus einst über Ithaka geherrscht haben, und bis heute sind die Bewohner stolz auf den sagenumwobenen Helden ihrer Heimat. Der Legende nach thronte Odysseus‘ Palast hoch auf dem Gipfel des Berges Aetos. Obwohl das bislang nicht durch archäologische Funde belegt werden konnte, tragen auf Ithaka viele Orte, Einrichtungen und Strassen den Namen Odysseus‘. An der Nymphengrotte bei Vathi soll Odysseus einst seine Schätze versteckt haben, und die Quelle der Aretousa ist bekannt als der Ort, an dem der Sagenheld nach seiner Rückkehr auf den Schweinehirten Eumäus traf.

Einen Einblick in die Geschichte der Insel bietet das Archäologische Museum in Vathi mit einer Ausstellung von Keramik, Bronzestücken und anderen Funden. Ein weiteres archäologisches Museum kann in Stavros besichtigt werden, dem zweitgrössten Ort der Insel nach dem Hauptort Vathi. Ausserhalb der Ortschaften bieten Klosteranlagen wie das Kloster Kathara nicht nur einen Einblick in die orthodoxen Traditionen des Landes, sondern vor allem auch unvergleichliche Ausblicke über die Insel. Im Kloster Kathara lebt heute nur noch ein Mönch, der Besuchern Eintritt zur Kirche und zum Glockenturm gewährt. Von hier aus eröffnet sich ein traumhafter Blick über die Bucht von Vathi.

Blick auf Vathi (© Saltmarsh / Wikimedia / CC)

Blick auf Vathi (© Saltmarsh / Wikimedia / CC)




Vathi – ein Dorf aus Hauptstadt

Mit kaum 2000 Einwohnern bildet das Dorf Vathi das wirtschaftliche und administrative Zentrum von Ithaka. Der Ort liegt im südlichen Teil der Insel an einer geschützten Bucht und zieht sich in unvergleichlich schöner Lage an den Hängen rund um die Bucht entlang. Die Hafenpromenade von Vathi lädt ebenso wie die zahlreichen Tavernen und Terrassencafés zum Entspannen und Geniessen ein, während im Hafen luxuriöse Yachten und bunte Fischerboote in den Wellen schaukeln. Wer die südlichen Strände von Ithaka erkunden möchte, kann von Vathi aus auch mit dem gemieteten Boot auf Entdeckungsfahrt gehen oder die Insel im Sommer mit den örtlichen Bootsverbindungen erkunden.



Im nördlichen Teil der Insel dient das Fischerdörfchen Frikes als zweiter Fährhafen der Insel, ohne dadurch seine beschauliche Atmosphäre verloren zu haben. Frikes ist ebenso wie das nahegelegene Kioni ein beliebtes Ausflugsziel von Bootsreisenden, und in beiden Orten spielt sich das Leben in den traditionellen Tavernen und den Cafés rund um den Hafen ab. Zwischen Frikes und Kioni laden kleine Badebuchten und Strände mit tiefblauem Wasser zu einem Erfrischungsbad ein.





Weinanbau auf Ithaka (© Jean Housen / Wikimedia / CC)

Weinanbau auf Ithaka (© Jean Housen / Wikimedia / CC)

Weinliebhaber kommen südlich von Vathi im kleinen Weindorf Perachori auf ihre Kosten. Nur etwa 350 Einwohner hat dieser kleine Ort, der auf 240 m Höhe traumhafte Ausblicke auf Vathi und die umliegende Küste bietet. Jedes Jahr im August herrscht in Perachori für einige Tage Ausnahmezustand, wenn die örtlichen Weinbauern beim traditionellen Weinfest ihre Erzeugnisse präsentieren und die Dorfbewohner bei traditioneller griechischer Musik gemeinsam feiern. Neben dem Weinfest ist Perachori auch berühmt für die vielen Tavernen mit traditioneller griechischer Küche.

 

Oberstes Bild: Blick auf Ithaka von der archäologischen Stätte Scholi Omirou (© Jean Housen / Wikimedia / CC)

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