Oliva – Paradies für Camper und Radfahrer

17.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Oliva – Paradies für Camper und Radfahrer
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Wer die Stadt zum ersten Mal von der N332 aus sieht, hat nicht das Gefühl, als sei sie besonders einladend. Das liegt auch daran, dass sie von der Strasse geteilt wird. Aber dieser erste Eindruck täuscht – ein Besuch in Oliva an der Costa del Azahar lohnt sich wirklich.

Dafür sprechen auch die vielen Zeltplätze, von denen einige ganzjährig geöffnet sind. Wenn Sie die Stadt im Frühjahr besuchen, möchten Sie den Duft nach Orangenblüten am liebsten einpacken und mitnehmen.

Mehr oder weniger parallel zur N332 verläuft die in der Mitte von einer breiten Fussgängerzone unterbrochene Passeig Jaume 1, eine platzähnliche breite Strasse, die sehr belebt ist. Hier sowie in den abgehenden Seitenstrassen finden sich Geschäfte aller Art, diverse Restaurants, Bars, Bäcker, mehrere Supermärkte und auch die Markthalle. Im Vergleich dazu geht es im oberen Teil von Oliva, also in der verwinkelten Altstadt um die Kirche herum, wesentlich beschaulicher zu. Zwischen der eigentlichen Stadt Oliva und der touristischen Bebauung am Strand liegen Orangen- und Zitronenplantagen, am feinen Sandstrand können Sie – theoretisch – bis Gandia oder Denia wandern.

Rathausplatz in Oliva (Bild: Joanbanjo, Wikimedia, CC)

Rathausplatz in Oliva (Bild: Joanbanjo, Wikimedia, CC)

Der Wochenmarkt weckt Gelüste

In dem Richtung Gandia gelegenen Teil der Passeig Jaume 1, nahe der Markthalle, findet jeden Freitag der Wochenmarkt statt. Und dieser ist wirklich sehenswert. Im Gegensatz zu den Wochenmärkten in vielen anderen spanischen Städten finden sich hier nicht überwiegend Kleidung, Wäsche, Mitbringsel und Wohnutensilien, sondern sehr viele Stände mit verschiedenen Gemüse- und Obstsorten, Käse- und Wurstarten, Eiern, Wein, Süssigkeiten, eingelegten Oliven, gesalzenem Fisch und vielem mehr. Es ist nahezu unmöglich, über diesen Markt zu gehen und keine Lebensmittel zu kaufen!

In der Markthalle können Sie auch frisches Fleisch und Fisch bekommen. Hühner und Kaninchen werden auf Wunsch ebenso wie Fisch küchenfertig zerkleinert. Ist der Einkauf abgeschlossen, können Sie sich dort mit einem Glas Wein oder Bier, einer Tasse Kaffee oder einem anderen Getränk erfrischen.





Spanischer Wochenmarkt (Bild: Tom Leddin  / pixelio.de)

Spanischer Wochenmarkt (Bild: Tom Leddin / pixelio.de)




Die Umgebung von Oliva

Um die dank der kulinarischen Vielfalt auf dem Markt und der vielen Cafés, Tapasbars und Restaurants zahlreich zugeführten Kalorien wieder loszuwerden, bieten sich Fahrradtouren durch die ganzjährig Früchte tragenden Orangenplantagen an. Wie schon erwähnt, ist ein Ausflug dieser Art im Frühjahr wegen der Orangenblüte ein besonderes Erlebnis.

Gandia und Denia – lohnende Ausflugsziele mit dem Rad

Der acht Kilometer lange Radweg nach Gandia, der auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft, ist kaum zu verfehlen und führt direkt in die Altstadt von Gandia oder, falls Sie nach dem Fluss rechts abbiegen, zum Centre Commercial.

Die Radtour nach Denia ist wesentlich länger. Je nach gewählter Strecke müssen Sie von Oliva aus 25 bis 30 Kilometer zurücklegen, bis Sie die Altstadt von Denia erreichen. Auch hier können Sie auf dem ersten Abschnitt kleine Strassen zwischen Orangenplantagen wählen oder durch bebautes Gebiet, an Campingplätzen vorbei am Meer entlangfahren.

Das einzige wirkliche Hindernis auf der Strecke bildet ein Wasserlauf zwischen Oliva und Denia, den Sie entweder über die Fussgängerbrücke beim Campingplatz Rio Mar überwinden und dann weiter am Meer entlang Richtung Denia fahren. Oder Sie radeln bei der Urb. Devesa auf die N332 und biegen beim ersten Kreisverkehr nach links in die Partida Devesa ab. Beide Wege treffen beim Einmünden in die Marines Racons à Denia wieder aufeinander, ab dort führt ein Radweg die letzten etwa zwölf Kilometer bis in die Stadt.

Olivas schönes Hinterland

Anspruchsvollere Radfahrer können auch abseits der N332 bergauf ins Hinterland fahren. Auch hier sind Orangen- und Zitronenplantagen, teilweise auch Olivenbäume stumme Beobachter. Mit einem wunderschönen Blick auf das Meer und mit langen Abfahrten werden Sie am Ende der Strecke für die Mühen belohnt. Sind Sie auf einem Mountain- oder Trekkingrad unterwegs, kommen Sie entlang unbefestigter Strassen zum Naturpark Marjal de Pego-Oliva und zur Thermalquelle Font Salade.





Blühende Orangenbäume in Spanien (Bild: Frobles, Wikimedia, CC)

Blühende Orangenbäume in Spanien (Bild: Frobles, Wikimedia, CC)




Sehenswürdigkeiten in und um Oliva



An Sehenswürdigkeiten ist in Oliva neben der höher gelegenen Altstadt und den Kirchen die dortige Burgruine zur Besichtigung zu empfehlen. Die Burg von Denia sollte auf jeden Fall auf Ihrem Besichtigungsprogramm stehen. Mit Ihrem Auto können Sie auch Calpe mit seinem berühmten Felsen rasch erreichen.

Naturpark Marjal de Pego-Oliva (Bild: Espencat, Wikimedia)

Naturpark Marjal de Pego-Oliva (Bild: Espencat, Wikimedia)

Sie sehen: Ein Besuch in Oliva lohnt sich, der erste Eindruck von der N332 aus täuscht ungemein. Eine Unterkunft findet der Wohnmobilist auch in der Nebensaison leicht. Nehmen Sie unbedingt ein Fahrrad mit, denn der der Stadt am nächsten liegende Campingplatz Kiko Park ist immerhin etwas über zwei Kilometer von der Passeig Jaume 1 entfernt. Camping Azul, Europa Camping oder auch Camping Olé und Camping Pepe, um nur einige zu nennen, sind wesentlich weiter entfernt. In der Nebensaison hat die Stadt die besten Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Camping Rio Mar liegt praktisch an der Grenze zwischen Denia und Oliva, mit dem Fahrrad sind beide etwa gleich weit entfernt.

 

Oberstes Bild: Marjal de Pego, Oliva (© Joanbanjo, Wikimedia, CC)

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1 Kommentar


  1. Ihrer Beschreibung über Oliva ist nichts mehr hinzu zu fügen, ich liebe dieses kleine Örtchen mit seiner überaus freundlichen und hilfsbereiten Bevölkerung.

    Als Tipp, um hier einmal köstlich essen zu gehen, hätte ich noch das Restaurant >Bar California< inmitten des Städtchens und leider direkt an der Hauptstraße N332 gelegen, anzubieten. Eingerichtet im Originalstil der 60 Jahre bekommt man hier, meiner Meinung nach, das beste Essen der Stadt. Alle Gerichte, besonders die Fischgerichte, sind traumhaft, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Köchin beherrscht ihr Handwerk äußerst gut!

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