Swakopmund – deutsches Flair in Namibia

29.05.2014 |  Von  |  Afrika, Alle Länder

Einst galt Swakopmund deutschen Einwanderern als Eingangstor in die neue Welt von Deutsch-Südwest. Inzwischen ist die namibische Stadt ein beliebtes Seebad mit stets angenehmem Klima. Der Einfluss der deutschen Kolonialherrschaft prägt das Stadtbild noch heute.

Swakopmund liegt am Atlantischen Ozean etwa 360 Kilometer von der Hauptstadt Windhoek entfernt. Während in der nahegelegenen Namib oft extreme Temperaturen herrschen, ist das Klima im 44’000-Einwohner-Städtchen stets mild. In der Regel zeigt das Thermometer Marken um 20 Grad Celsius an. Ein Grund, warum Swakopmund bei Einheimischen ein beliebtes Reiseziel ist. Wer es sich leisten kann, kauft sich ein Ferienhaus in der Gegend.

Für das angenehme Klima ist der Benguelastrom verantwortlich, der zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem Äquator kaltes Wasser mit sich bringt. Die Luftmassen über dem Strom kühlen ab – Swakopmund liegt daher sehr häufig im Nebel. Wenn dann noch Sand aus der Namib-Wüste in das Örtchen geweht wird, kann es durchaus ungemütlich werden.

Die Mündung des Swakop-Flusses gab dem Ort seinen Namen. Das Wasser des Flusses war stets dreckig und verschlammt, die Einheimischen bedachten ihn daher mit dem Nama-Wort für Exkremente: „Tsoxoub“. Im Zuge der Kolonialisierung legten Deutsche Schutztruppen im Jahr 1862 den Grundstein für die Stadt. Im Hafen kamen regelmässig Schiffe aus der Heimat an, die zahlreiche Auswanderer auf den afrikanischen Kontinent brachten.

Der Einfluss der Kolonialherren ist noch heute spürbar: Das Alte Amtsgericht, in dem heute die Stadtverwaltung untergebracht ist, wurde im typisch deutschen Stil errichtet. Auch wenn das deutsche Flair noch überall allgegenwärtig ist, die einstigen deutschen Strassennamen wurden inzwischen abgeändert. Dennoch halten viele deutsche Einwohner an den alten Bezeichnungen fest.

Einen Besuch des örtlichen Museums sollten Sie nicht versäumen. Hier erfahren Sie Wissenswertes über die Entstehung Namibias. In dem afrikanischen Staat leben zahlreiche ethnische Gruppen, ein Einblick in die unterschiedlichen Kulturen ist sehr interessant. Das Wahrzeichen der Stadt ist der rot-weiss gestreifte Leuchtturm, der mit 21 Metern in die Höhe ragt. Unweit des Leuchtturms befinden sich die „Jetty“, der Anlegesteg der Stadt und die wunderbare Strandpromenade. Hier liegt auch der Palm Beach genannte Stadtstrand, an dem sich zahlreiche Wassersportler tummeln.

Von Swakopmund aus können Sie herrliche Ausflüge in die Umgebung unternehmen: Rund 200 Kilometer nördlich von Swakopmund beginnt die Skelettküste, hier treffen der raue Atlantik und die heisse Namib-Wüste aufeinander. Südlich finden Sie Walvis Bay, in dessen Lagunen ein herrlicher Vogelreichtum zu beobachten ist. Von hier aus starten Sie zu Robben-, Delfin- oder Pinguinbeobachtungen – ein grandioses Ereignis, das Sie nicht versäumen sollten!

 

Oberstes Bild: Hohenzollernhaus in Swakopmund (© Georgio, Wikimedia, CC)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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