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Tansania – immer noch ein Geheimtipp

01.09.2014 |  Von  |  Afrika, Alle Länder
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Tansania – immer noch ein Geheimtipp
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Trotz der Bemühungen Tansanias über die letzten Jahrzehnte hinweg ist der Tourismus in dem Land noch nicht so sehr in Fahrt gekommen, dass man ihn als stark oder überlaufen bezeichnen könnte. Da in Ostafrika hauptsächlich das Nachbarland Kenia frequentiert wird, ist Tansania mit seinem reichhaltigen touristischen Angebot noch immer ein Geheimtipp.

Zu den touristischen Angeboten des Landes zählen Besuche und Fotosafaris in den verschiedenen Nationalparks, Entspannung und Sport an und in den drei grossen Seen des Landes sowie am Meer und auf den Inseln, der Besuch der teils sehr alten Städte und Entspannung in den Wellness-Einrichtungen, die sie vor allem auf Sansibar finden.

Geschichtlicher Abriss der Vereinten Republik Tansania

Im Gebiet des heutigen Tansanias siedelte bis zum ersten Jahrtausend nach Christus vor allem die Swahili-Kultur. Hauptsächlich an der Küste entstanden dadurch zahlreiche Städte, die wichtig für den Handel in der Region waren. Ab dem Beginn der Neuzeit gab es viele Bemühungen europäischer Länder, Tansania als Kolonie einzurichten. Erst durch Portugal, Ende des 19. Jahrhunderts, dann durch das Deutsche Reich. 1916 wurde Tansania von britischer und belgischer Seite erobert und aufgeteilt.



Ende 1961 wurde das Land Tanganjika unabhängig, fast genau zwei Jahre später folgte das Land Sansibar. Im April 1964 schlossen sich die beiden Staaten zur „Vereinten Republik Tansania“ zusammen. Ab den 70er-Jahren wurde dann allmählich der Tourismus gefördert. In den 80er-Jahren erfolgten neuerliche Bemühungen. Seither wuchs der Tourismus langsam, aber stetig. Ein Überbleibsel der britischen Kolonialbemühungen ist der Linksverkehr.

Naturspektakel in Tansania

Für Naturliebhaber hält Tansania ein wunderbares Angebot bereit. Sowohl im Norden als auch im Westen und Süden gibt es Seen zu entdecken. Im Norden liegt der Viktoria-See. Hier sehen Sie mit etwas Glück nicht nur einige der rund 550 verschiedenen Fischarten, sondern auch Flusspferde. Östlich des Sees liegt die Serengeti, Ostafrikas bekanntester Nationalpark. Auf Fotosafaris entdecken Sie hier Gnus, Gazellen, Zebras, Büffel, Löwen, Antilopen, Hyänen, Schakale, Leoparden, Affen, Elefanten, Buschschweine, Krokodile, Warane und viele weitere Tierarten. Auch die für die Serengeti charakteristischen Akazien sind ein schönes Motiv.

Der Tanganjikasee bei Kigoma (Bild: JBenoit, Wikimeida, CC)

Der Tanganjikasee bei Kigoma (Bild: JBenoit, Wikimeida, CC)

Im Westen des Landes erstreckt sich der Tanganjikasee über eine Länge von mehr als 670 Kilometern. Auch hier finden Sie weit über 300 verschiedene Fischarten; die meisten davon Barsche. Aber auch Ringelwürmer, Krabben, Muscheln, Schwämme und Quallen tummeln sich in und an dem See. An einigen Ufergebieten haben sich auch Nilkrokodile angesiedelt. Der Tanganjikasee ist für die Anwohner aufgrund seines Fischreichtums eine wichtige Nahrungsquelle. Direkt am See finden Sie auch den Gombe-Stream- und den Mahale-Mountains-Nationalpark.

Den Malawi-See finden Sie im Süden Tansanias. Hier haben Sie gute Chancen, Seeadler zu sehen. Auch Flusspferde und Krokodile siedeln in und an dem See. Der See verfügt zudem über mehrere kleinere Inseln, die von Touristen mit etwas Vorsicht und Achtung vor Waranen und Seepythons besucht werden können. Mit insgesamt zwölf Häfen auf den 570 Kilometern Seelänge findet hier auch ein Passagier- und Frachtverkehr statt.

Fischer am Malawi-See (Bild: Yoni Lerner, Wikimedia, CC)

Fischer am Malawi-See (Bild: Yoni Lerner, Wikimedia, CC)

Küsten und Inseln



Im nordöstlichsten Bereich des Festlandes befindet sich der Saadani-Nationalpark. Von diesem Park bis zum Süden der Küste Tansanias finden Sie einige kilometerlange Strände, an denen Sie am Indischen Ozean entspannen können oder Wassersportangebote nutzen können.



An der Küste liegt auch die Millionenstadt Daressalam, die neben ihren baulichen Sehenswürdigkeiten einen grossen Hafen aufweist, mit dessen Hilfe der internationale Handel aufrechterhalten wird. Für die gesamte Region Ostafrika stellt der Hafen den wirtschaftlichen Zugang dar. Von Daressalam fährt auch die Fähre nach Sansibar.

Hafen von Daressalam (Bild: Gustavgraves, Wikimedia, GNU)

Hafen von Daressalam (Bild: Gustavgraves, Wikimedia, GNU)




Sansibar – ein afrikanischer Traum

Sansibar ist die grösste Insel Tansanias. Hier finden Sie zahlreiche Sandstrände und abseits der Küste auch kleinere Inseln. In der Hauptstadt der Insel, Sansibar-Stadt, findet überdies jedes Jahr das ZIFF statt. Das „Zanzibar International Film Festival“ beschäftigt sich mit afrikanischen Filmproduktionen oder jenen, die Afrika zum Thema haben.

Auch die nördlichere Insel Pemba ist mit ihrer üppigen Vegetation und den Nelken-Anbaugebieten einen Besuch wert. Die südlichere Insel Mafia lockt mit Schnorchel- und Tauchangeboten, bei denen Sie neben Riffen auch Walhaie, Schildkröten und Buckelwale sehen können.

Rote Stummelaffen auf Sansibar (Bild: DidierTais, Wikimedia, CC)

Rote Stummelaffen auf Sansibar (Bild: DidierTais, Wikimedia, CC)




Urlaub für die Sinne

Gaumenfreuden erleben Sie mit der traditionellen Küche Tansanias, in welcher der „Ugali“, ein Maisbrei, eine wichtige Rolle spielt. Frittiertes und gebratenes Fleisch sowie frittiertes Gemüse und Eintöpfe gehören zu den wichtigsten Gerichten, zu denen ebenfalls gern der Ugali gereicht wird. Neben Lamm-, Rinder-, Hühnchen- oder Ziegenfleisch gibt es aber auch ein reichhaltiges Angebot an Fisch, Obst und Gemüse. Schweinefleisch gibt es aufgrund der islamischen Kultur nicht.

Im Bereich Wellness ist vor allem die Insel Sansibar und ihre Hauptstadt Sansibar-Stadt hervorzuheben. Hier finden Sie zahlreiche Wellness-Hotels und Resorts. Die meisten davon sind nicht weit vom Strand entfernt. Neben Natur, Erlebnis und Beschäftigung hat Tansania also auch für das Faulenzen im Urlaub wunderbare Angebote.

 

Oberstes Bild: Strand von Sansibar, Tansania (© neiljs, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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