Silves – im Hinterland der Algarve

25.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Silves – im Hinterland der Algarve
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Wenn von der Algarve die Rede ist, geht es in der Regel um Felsenküste, Strände und Meer. Tatsächlich ist die Region im Süden Portugals touristisch hervorragend erschlossen. In den Ferienorten entlang der Küste reihen sich Hotels, Ferienanlagen, Golfplätze, Restaurants und Strandkneipen aneinander. Der Feriengast muss nichts vermissen, was zu Badeferien dazugehört. Dabei hat die Algarve auch im Hinterland einiges zu bieten. Ein schönes Ausflugsziel ist zum Beispiel das Städtchen Silves.

Silves liegt am Rio Arade, etwa 16 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Portimao. Dem Fluss merkt man seine Nähe zum Meer deutlich an, denn er verändert regelmässig seinen Wasserstand nach den Gezeiten. Die alte Brücke über den Rio Arade wäre vielleicht das Wahrzeichen der Stadt, besässe sie nicht mit dem mächtigen Kastell oder der Kathedrale noch eindrucksvollere Konkurrenten.



Heute präsentiert sich Silves Besuchern in beschaulicher Ruhe. Wer durch die Gassen und Strässchen der Altstadt bummelt, vermutet nicht, dass sich hier einmal das grossartige Zentrum der arabischen Algarve befand. Als Xelb war die Stadt im 11. und 12. Jahrhundert urbaner Mittelpunkt der Region und Herrschersitz. Berühmte arabische Dichter besangen Xelb. Der arabischen Herrschaft setzte schliesslich die christliche Eroberung im 13. Jahrhundert ein Ende.

Schloss von Silves (Bild: Glen Bowman, Wikimedia, CC)

Schloss von Silves (Bild: Glen Bowman, Wikimedia, CC)

Castelo dos Mouros und Kathedrale Sé

Nur wenig erinnert heute an diese Glanzzeit von Silves. Als sichtbares Zeichen der arabischen Ära ist vor allem das am höchsten Punkt der Stadt errichtete Kastell zu nennen. Mit seinen mächtigen roten Sandsteinmauern und Zinnen wirkt das Castelo dos Mouros wie eine Krone der Stadt. Auf dem weitflächigen Kastellgelände befinden sich noch grosse Zisternen aus maurischer Zeit.



Gleich unterhalb liegt die Kathedrale Sé, die anstelle der Hauptmoschee errichtet wurde. Denn Silves wurde in christlicher Zeit Bischofssitz. Der gotische Bau wirkt im Vergleich zu anderen Kathedralen eher bescheiden.

Ein weiteres arabisches Überbleibsel ist die Porta de Loulé im Stadtzentrum. Das Tor der nicht mehr vorhandenen maurischen Stadtmauer steht am Rande eines idyllischen Platzes am Weg zur Kathedrale und zum Kastell. Das nahe Museú Municipla de Arqueologia vermittelt einen guten Eindruck vom arabischen Xelb.

Abendstimmung in Silves

Das heutige Silves lädt zum Flanieren ein. In der kleinen Fussgängerzone zeigen viele Geschäfte ihre hübschen Auslagen. In den Seitenstrassen finden Besucher zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants. Besonders schön ist es, die Abendstimmung am Rio Arade oder an der Treppe vom Kastell hinunter in die Altstadt zu geniessen. Hier hat man einen wunderbaren Blick auf die geschichtsträchtige Stadt.



 

Oberstes Bild: Panorama von Silves (© Lacobrigo, Wikimedia, CC)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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