Australien,Teil 2: Zwischen Felszeichnungen und Leistenkrokodilen

04.02.2014 |  Von  |  Australien
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Australien,Teil 2: Zwischen Felszeichnungen und Leistenkrokodilen
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Australien liegt auf der Südhalbkugel der Erde und ist ein Land mit gewaltigen Ausmassen. Mit seiner Fläche von fast 7,5 Millionen Quadratkilometern und damit rund 20 Mal grösser als Deutschland ist es unmöglich, das ganze Land während einer Reise kennenzulernen. Es bleibt nichts anderes übrig, als sich einzelne Reiseziele auszuwählen. Die Auswahl fiel uns dabei nicht leicht und erst nach längerer Planung standen für uns die Reiseziele fest. Entschieden haben wir uns letztlich für die Ostküste und den Norden des Landes.

Wir wollten in jedem Fall einige Tage im tropischen Norden Australiens verbringen, denn wir hatten schon viel über die faszinierende Landschaft und Natur im Kakadu-Nationalpark gelesen und gesehen. Und das wollten wir erleben. Idealer Ausgangspunkt dafür ist die Stadt Darwin, die Hauptstadt des Northern Territory und mit rund 120 000 Einwohnern die nördlichste Grossstadt Australiens.

Aufgrund seiner Lage gilt Darwin als „Tor nach Asien„. Wir reisten allerdings nicht von Asien nach Darwin, sondern nahmen das Flugzeug von Sydney aus. Nach einem Flug von knapp fünf Stunden schlug uns beim Ausstieg heisse Luft entgegen, die glücklicherweise ganz gut verträglich war, da wir Anfang September zum Ende der Trockenzeit hier ankamen.

Dies ist ein Reisebericht über Australien in drei Teilen:

1. Teil, Australien: Erlebnisreiche Tage in Sydney



2. Teil, Australien: Zwischen Felszeichnungen und Leistenkrokodilen



3. Teil, Australien: Cairns und das Great Barrier Reef

Darwin aus der Luft (Bild: TravelNT, Wikimedia, CC)

Darwin aus der Luft (Bild: TravelNT, Wikimedia, CC)

Ein Nationalpark mit gewaltigen Ausmassen

Bevor wir uns an den herrlichen Stränden rund um Darwin ein wenig erholen, brachen wir in den Kakadu-Nationalpark auf, nachdem wir unser Allrad-Fahrzeug in Empfang genommen haben. Ein geländegängiges Fahrzeug ist empfehlenswert, denn einige Highlights sind anders nicht zu erreichen. Zunächst ging es über den Anahem Highway in östlicher Richtung nach Jabiru, anschliessend auf dem Kakadu Highway in südwestlicher Richtung nach Pine Creek und von dort schliesslich über den Stewart Highway zurück nach Darwin.

Dafür liessen wir uns sieben Tage Zeit, so dass wir genügend Gelegenheit hatten, die fantastische Natur mit ihrer artenreichen Flora und Fauna kennenzulernen. Um die Schönheit des wohl berühmtesten Nationalparks Australiens zu geniessen, empfehlen wir einen Aufenthalt von wenigstens fünf Tagen. Unseren ersten Stopp legten wir im Windows of the Wetlands Visitor Centre, um erste Informationen über den Park zu erhalten.

Ein Blick von der Aussichtsplattform des Besucherzentrum über die Feuchtgebiete der Umgebung machte Lust auf mehr. Und die wird schon wenige Kilometer weiter am South Alligator River gestillt. Hier sahen wir erstmals Krokodile, wobei hier das Ganze doch touristisch sehr stark vermarktet wird. Es werden Bootstouren angeboten, die durchaus mehrere Stunden dauern können.



Unvergessliche Natureindrücke

Kurz bevor wir Jabiru erreichten, zweigt links eine unbefestigte Strasse ab, die zum Felsplateau des Ubirr führt. Zum einen genossen wir die einzigartige Aussicht, was aber nicht der einzige Grund war, hierher zu fahren. Denn uns interessierten die Jahrtausende alten Felszeichnungen, die hier zu sehen sind. Und wir waren überrascht, in was für einem guten Zustand sie sind.





Felszeichnungen auf dem Felsplateau des Ubirr (Bild: Stefano, Wikimedia, CC)

Felszeichnungen auf dem Felsplateau des Ubirr (Bild: Stefano, Wikimedia, CC)

Rund um das bizarre Felsplateau sind verschiedene Rundwanderwege angelegt, so auch am East Alligator River. Und wie es der Name schon verrät, bekommt man auch hier die Echsen zu Gesicht. Nachdem wir zurück in Jabiru waren, nahmen wir den Kakadu Highway in Angriff.

Auch hier hatten wir uns ein Ziel vorgenommen – und dafür war der Geländewagen notwendig. Denn es ging über unbefestigte und staubige Strassen zur Barramundi Gorge und zu den Jim Jim Falls. Hier nutzten wir die Gelegenheit, um im kristallklaren Wasser, umgeben von unzähligen Fischen, ein erfrischendes Bad zu nehmen. Was bei der Hitze auch eine willkommene Abwechslung war, um den rötlichen Staub von der Haut zu bekommen. Als wir schliesslich am Ende der Schlucht ankamen, waren wir fasziniert von der üppigen tropischen Vegetation im Tal und den steil aufragenden Felsen, die rötlich schimmerten. Hier stürzen die Jim Jim Falls in die Tiefe. Für uns ein atemberaubender und unvergesslicher Anblick.

East Alligator River, Kakadu-Nationalpark, Australien (Bild: Djambalawa, Wikimedia, CC)

East Alligator River, Kakadu-Nationalpark, Australien (Bild: Djambalawa, Wikimedia, CC)

Entspannte Tage in Darwin

Die letzten Tage im Kakadu-Nationalpark waren sehr erlebnisreich. Daher entschieden wir uns vor der Weiterreise, noch ein paar Tage zu entspannen. Und dafür ist die Umgebung von Darwin wie geschaffen. Hier gibt es herrliche Sandstrände und oft sind sie menschenleer. Mindil Beach und Casuarina Beach sind dabei nur die bekanntesten Strände. Es empfiehlt sich aber, immer die Augen offen zu halten, denn auch Leisten- oder Salzwasserkrokodile sind hier nicht selten. Und denen sollte man nicht zu nahe kommen.

Casuarina Beach bei Darwin (Bild: Indi Samarajiva, Wikimedia, CC)

Casuarina Beach bei Darwin (Bild: Indi Samarajiva, Wikimedia, CC)

Allein im Hafen von Darwin werden jedes Jahr zahlreiche Krokodile gefangen und in der Wildnis wieder ausgesetzt. Aber nur in der Sonne liegen wollten wir dann auch nicht. So besuchten wir das Museum and Art Gallery of the Northern Territory, das sich direkt am Hafen befindet. Besonders beeindruckend fanden wir die Kunst der Aborigines, aber es werden auch Kunstwerke und Handwerksarbeiten aus Südostasien und Polynesien präsentiert.

Aber das wohl bekannteste Objekt ist das präparierte Leistenkrokodil „Sweetheart“, das zahlreiche Fischerboote angegriffen haben soll. In Darwin kann man auch super ausgehen und vor allem die Mitchell Street im Zentrum ist ein beliebter Treffpunkt mit zahlreichen Restaurants und Theatern.



Eine Reise ins Northern Territory ist sicher einer der Höhepunkte bei einer Reise durch Australien. Wir haben die Tage im Kakadu-Nationalpark und in Darwin sehr genossen und nahmen fantastische Eindrücke mit nach Hause.

 

Oberstes Bild: Jim Jim Falls im Kakadu-Nationalpark, Australien (Bild: Nigel Malone, Wikimedia, CC)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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