Autofahren mit Baby und Kleinkind: Tipps für eine entspannte Reise

17.07.2020 |  Von  |  Allgemein

Es ist Sommer. Die Ferienzeit hat begonnen und auch die Koffer sind gepackt. Viele Familien fahren mit ihren Kindern in den Urlaub.

Wer die Anreise mit dem eigenen Auto bewältigen möchte, sollte sich gut vorbereiten. Denn die Nerven der Eltern werden nicht nur durch unvorhergesehene Staus strapaziert, sondern auch von den jüngsten Fahrgästen, die das lange Sitzen im Auto qualvoll langweilt. Besonders Babys und Kleinkinder werden für ihre Eltern zu einer echten Geduldsprobe, für die es sich gut vorzubereiten gilt.

Reisen im Schlaf

Egal wie alt eure Kids sind, es ist auf jeden Fall klug, möglichst viel Strecke zu schaffen, während sie schlafen. Deshalb sollte der Zeitpunkt zur Abfahrt so gelegt werden, dass der Nachwuchs müde ist und rasch einschläft. Wer keine Probleme hat, nachts zu fahren, kann die Kids am Vorabend lange auflassen. So sind sie garantiert erschöpft genug, um später im Auto problemlos einzunicken.

Auch Pausen auf Rastplätzen solltet ihr nutzen, um eure Jüngsten am Autositz abzuschnallen und mit ins Freie zu nehmen. Toben auf dem Spielplatz der Anlage, ein kleiner Imbiss oder strampeln auf dem Wickeltisch des Restaurants bietet Babys und Kleinkindern neue Anreize und sorgt für kurzfristige Entspannung.

Kinderfreundliche Rastplätze und Tankstellen empfiehlt der ADAC auf Nachfrage. Denn bei Staumeldungen ist es sinnvoller, dorthin auszuweichen, als den Stau im überhitzten Auto zu überstehen. Gerade Babys leiden unter zu grosser Hitze. Windelpakete am Po und eng umschliessende Babysitze lassen die kleinen Wonneproppen zusätzlich schwitzen. Denkt auch an einen grossflächigen Sonnenschutz für die Seitenscheiben eures Autos. Die Fahrt ist schon Anstrengung genug. Da sollte den Kleinen nicht auch noch die pralle Sonne ins Gesichtchen scheinen.



Schlimmer geht immer

Auch Reiseübelkeit sollten Eltern ins Kalkül ziehen. Vor allem dann, wenn das Kleinkind zum ersten Mal eine lange Strecke im Auto zu bewältigen hat. Wenn es erbricht, sollte der Fahrer möglichst schnell anhalten und den kleinen Schatz aus dem Sitz befreien. Kühles Wasser in Gesicht und Nacken helfen, seinen Stress abzubauen. Frische Luft und beruhigendes Trösten wirken zusätzlich Wunder. Danach kann die Fahrt entspannt weitergehen. Musik sowie  ruhige Hörspiele lenken eure Kleinen ab. Vielleicht können sie dabei wieder ein wenig schlafen. Übrigens: in Apotheken werden Akupressur-Armbänder angeboten, die den Kleinsten bei Übelkeit angeblich Linderung verschaffen.

Für ausreichend Proviant sorgen

Unterwegs sorgt auch ein liebevoll vorbereiteter Reiseproviant für Ablenkung. Am besten solltet ihr Nahrungsmittel vorbereiten, die euer Kleinkind gut mit den Händen essen kann. Zum Beispiel geschnittene Gemüse- und Obststicks, weiche Brötchen oder eine gebutterte Laugenstange. Auch Wasser, Saftschorle oder Fruchttee sind Muntermacher, die den kleinen Reisenden guttun.

Hunger gestillt, Durst gelöscht? Jetzt kann Langeweile auf der Autobahn mit Hilfe von Mama und Papa überwunden werden. Lieblingslieder werden angestimmt und alle singen mit. Geschichten oder Reime lenken die kleinen Lieblinge ebenfalls ab. Und wenn ihr ihnen zur  Ankunft am Urlaubsort eine Kugel Eis versprecht, hilft ihnen die Vorfreude darauf, ihre Ungeduld zu vergessen. Zumindest für kurze Zeit!

Baby an Bord?

Je jünger die Kinder, desto ausgeklügelter muss das Unterhaltungsprogramm für sie sein. Vielleicht ist es möglich, dass ihr euch abwechselt und immer ein Grosser für einige Zeit auf dem Rücksitz bei Baby sitzt. So ist ein liebevoller Blickkontakt möglich. Fingerspiele und Kuscheleinheiten sind leichter durchzuführen, als von vorne auf dem Beifahrersitz. Auch das Einschlafen fällt leichter, wenn Mama oder Papa Händchen halten und leise summen.

Lange Autofahrten mit Kindern ist für alle Beteiligten anstrengend. Wie oft seid ihr schon in Versuchung gekommen, euren kleinen Schreihals aus seiner Babyschale zu befreien und ihn zur Beruhigung während der Fahrt auf dem Schoss zu wiegen? ADAC und Verkehrsexperten warnen jedoch vor solch unbedachten Sicherheitsrisiken. Wie schnell kommt es auf der Autobahn zu unerwartetem Bremsen. Wer dann sein Kind nicht angeschnallt hat, riskiert schwere Verletzungen oder Schlimmeres.

Anschnallen im Kindersitz ist oberstes Gebot

Keiner kann bei einem Bremsvorgang oder Unfall sein Baby festhalten, darin sind sich Experten einig. Derartiger Leichtsinn kann schlimmste Folgen haben. Kleinkinder können auch schwer verletzt werden, wenn sie nicht im passenden Autositz gesichert werden. Körpergrösse und Gewicht sind wesentliche Indikatoren bei der Wahl des richtigen Kindersitzes. Onlineshops wie Baby Walz bieten eine grosse Auswahl an Produkten an, die den geltenden Sicherheitsnormen entsprechen.

Gurte sollten richtig sitzen, damit die Kleinsten nicht herausrutschen. Korrekt angeschnallte Kinder haben laut Statistik eine siebenfach höhere Chance, bei einem Crash unverletzt zu bleiben. Babys können noch nicht aufrecht sitzen und müssen halb liegend transportiert werden. Deshalb sind in Deutschland nur Kindersitze zugelassen, die bestimmte Richtlinien und Normen erfüllen. Ein Prüfsiegel mit der ECE-Plakette weist einen europaweit zugelassenen Autositz für Kinder aus.

Neugeborene sollten liegend Autofahren

Was sagen eigentlich Kinderärzte zu langen Urlaubsreisen mit Babys? Redet am besten mit dem Arzt eures Vertrauens. Denn zahlreiche Empfehlungen gehen dahin, dass von mehrstündigen Autofahrten mit Neugeborenen bzw. Säuglingen im Alter von bis zu drei Monaten abgeraten wird.

Fachärzte weisen in diesem Zusammenhang auf die empfindliche Wirbelsäule der Kleinen hin, die in Babyschalen eher aufgerichtet liegen. Neugeborene können zudem das Köpfchen nicht selbständig halten, so dass es im Liegen zu Atemnot kommen kann. Wenn es gar nicht zu vermeiden ist, können Neugeborene Strecken mit einer maximalen Fahrzeit von zwei Stunden bewältigen. Einer Babyschale ist eine Baby-Wanne vorzuziehen, die quer auf dem Rücksitz angebracht wird.

Alles Wichtige auf einen Blick

  • Ruft euch den Schlafrhythmus eurer Kinder in Erinnerung
  • Achtet auf Staumeldungen im Verkehrsfunk
  • Informiert euch vor Abreise über kinderfreundliche Rastplätze
  • Packt eine Auswahl von Spielzeug für die Autofahrt, Hörbücher sowie Musik-CDs ein
  • Überlegt euch Spiele, die ihr den Kleinen während der Fahrt präsentiert
  • Begeistert die Zwerge mit leckerem Reiseproviant
  • Rechnet mit Reiseübelkeit, denn sie kommt auch bei den Kleinsten vor
  • Schützt die Haut eurer Jüngsten mit Hilfe von Beschattung und Sonnencreme
  • Bezieht eure älteren Kinder in die Planung der Autofahrt ein
  • Nutzt geprüfte Kindersitze für eure kostbare Fracht

 

Titelbild: mathom – shutterstock.com

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