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Die Mongolei – im Lande des Dschingis Khan

25.08.2014 |  Von  |  Alle Länder, Asien
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Die Mongolei – im Lande des Dschingis Khan
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Lange galt sie als ein verschlossenes und entlegenes Land – die Mongolei. In den Zeiten des Kommunismus war sie ein armer Pufferstaat zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China. Seit dem Ende der sozialistischen Herrschaft hat sich das Land geöffnet und gehört heute zu einem der Vorzeigestaaten Asiens. Die Mongolei ist auf dem Weg in die Moderne, ohne dabei ihre grosse Vergangenheit und ihre Traditionen zu vergessen. Hier befindet man sich im Lande des Dschingis Khan.

Endlose Weiten und menschenleeres Land

Die Dimensionen der Mongolei sind für den an enge Räume und nahe Grenzen gewöhnten Europäer kaum fassbar. Das Land hat eine Fläche, die fast vierzigmal so gross ist wie die Schweiz – mit weniger als der Hälfte der Einwohner. Gerade mal zwei Mongolen kommen auf einen Quadratkilometer, ein menschenleeres Land. Fast fünfzig Prozent der Bevölkerung leben in der Hauptstadt Ulan Bator, dem urbanen Zentrum des Binnenstaates.

Über Ulan Bator führt in der Regel auch der Weg von Reisenden, die die Mongolei besuchen. Der Tourismus steckt hier noch in den Anfängen, hat aber in den vergangenen Jahren eine zunehmende Dynamik entwickelt. Es sind die faszinierenden Landschaften und die mongolische Kultur, die Besucher anziehen. In unseren Breiten wird die Vorstellung von der Mongolei häufig von weiten, scheinbar endlosen Steppenlandschaften geprägt. Dieses Bild ist zutreffend, aber nicht vollständig. Auch Hochgebirgsregionen und Gebiete der berühmten Wüste Gobi gehören zu dem Land.





Jurten im Gorchi-Tereldsch-Nationalpark, Mongolei (Bild: Hons084, Wikimedia, CC)

Jurten im Gorchi-Tereldsch-Nationalpark, Mongolei (Bild: Hons084, Wikimedia, CC)




Ulan Bator – die Metropole der Mongolei

Ulan Bator selbst ist eine Metropole von mässiger Schönheit. Sozialistische Plattenbauten konkurrieren in der Skyline zunehmend mit modernen Glitzerfassaden, dazwischen und daneben drängen sich bescheidene Behausungen ärmerer Mongolen. Immerhin hat die Stadt einige repräsentative Bauten und Plätze zu bieten. Sehenswert sind vor allem die Museen Ulan Bators, in denen sich der mongolischen Kultur und Vergangenheit nachspüren lässt. Ebenso gibt es in der Stadt einige bedeutende buddhistische Klöster wie zum Beispiel das Gandan-Kloster, das wichtigste des Landes.

Sükhbaatar Platz in Ulan Bator (Bild: Brücke-Osteuropa, Wikimedia)

Sükhbaatar Platz in Ulan Bator (Bild: Brücke-Osteuropa, Wikimedia)




Lamaistische Klöster

Die Mongolen wurden lange vom Buddhismus geprägt. Er hat hier in mehreren Wellen Einzug gehalten. Ab dem 16. Jahrhundert setzte sich dabei allmählich der Lamaismus, die tibetische Form des Buddhismus, durch. Die Verbindungen zu Tibet und dem Dalai Lama sind nach wie vor eng. Während man die Religion in der sozialistischen Zeit wie andernorts auch bekämpft hat und zahlreiche Klöster zerstört wurden, erlebt sie nach dem Ende des Kommunismus eine Renaissance.

Auch ausserhalb Ulan Bators sind es vor allem Klosteranlagen, die die baulichen Sehenswürdigkeiten der Mongolei bestimmen. Ansonsten hat das hier typische Nomadentum wenig beständiges Bauwerk hervorgebracht. Der Wohnraum vieler Mongolen ausserhalb der Hauptstadt ist nach wie vor die Jurte, die schnell auf- und wieder abgebaut werden kann. Zwei Klöster sind besonders zu erwähnen: Das Tsetserleg -Kloster und das Kloster Erdene Dsuu.

Lama-Kloster Tsetserleg, Mongolei (Bild: He-ba-mue, Wikimedia, CC)

Lama-Kloster Tsetserleg, Mongolei (Bild: He-ba-mue, Wikimedia, CC)

Auf dem Weg nach Karakorum

Tsetserleg liegt in den Ausläufern des Changai-Gebirges und gehört zu den wenigen Städten der Mongolei. Die Klosteranlage der Stadt ist eine der grössten des Landes und heute Museum. Im Umfeld Tsetserlegs befinden sich noch weitere lamaistische Heiligtümer. Das Kloster Erdsene Dsuu in der Zentralmongolei gilt als das älteste der Mongolei. Es liegt inmitten einer weiten Ebene. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ausgrabungsgelände von Karakorum, der legendären Hauptstadt der Mongolenherrscher. Nur wenig erinnert heute daran, dass hier einmal eine der grössten Kapitalen der Welt stand.

Hochgebirge, Steppen und Wüstenregionen



Ansonsten ist die Mongolei vor allem Naturerlebnis. Im Norden und Westen des Landes erstrecken sich die Hochgebirgsregionen des Altai- und des Changai-Gebirges. Hier gibt es zahlreiche Dreitausender und auch einige Viertausender. Insbesondere das Changai-Gebirge ist ein ideales Ziel für Trekkingtouren. Die Gebirgsregionen sind mit zahlreichen Flüssen und Seen die wasserreichsten der Mongolei. Die beiden grössten Gewässer sind der von Lerchenwäldern umgebene Chöwsgöl Nuur und der Salzwassersee Uws Nuur.

Westliches Changai-Gebirge in der Mongolei mit Blick nach Osten: Im Vordergrund der Chuch Nuur (der Blaue See), im Hintergrund der Otgon Tenger von Westen. (Bild: Andre pixart, Wikimedia)

Westliches Changai-Gebirge in der Mongolei mit Blick nach Osten: Im Vordergrund der Chuch Nuur (der Blaue See), im Hintergrund der Otgon Tenger von Westen. (Bild: Andre pixart, Wikimedia)

Südlich und östlich der Gebirge dominiert dagegen die typische Steppenlandschaft. Weite Ebenen und wellige Hügellandschaften sind hier vorherrschend. Gras bestimmt die Vegetation, Bäume sucht man hier vergebens. Die Mongolei ist ein Hochland, die mittlere Landeshöhe beträgt knapp 1.600 Meter. Die Steppe ist die Welt der auch heute noch hier lebenden Nomaden. Ihr Leben wird von den Viehherden bestimmt, die den Lebensunterhalt bilden. Pferde gehören immer noch zu den wertvollsten Besitztümern, daneben werden Schafe, Ziegen, Kamele und Yaks gehalten – ein einfaches Dasein, das dem Rhythmus der Natur folgt.



Nach Südosten hin geht die Steppe immer mehr in die Wüste Gobi über. Der Übergang ist fliessend. Es ist eine der trockensten Regionen der Erde, nur zu einem kleinen Teil aus Sandwüste bestehend. Der grösste Teil ist felsig oder besteht aus steppenartigen Halbwüstenlandschaften. Dazwischen gibt es Oasen und Salzseen.

Fernab der Zivilisation

Die Mongolei ist ein Ziel für Fernreisen. Wer atemberaubende Natur, eine noch ursprüngliche Kultur und Lebensweise erleben möchte, die sich grundlegend von westlicher Zivilisation unterscheidet, wird hier fündig. Die Weite des Landes ist eine Quelle der Meditation und bietet Gelegenheit, zu sich selbst zu finden.

 

Oberstes Bild: Goldene Stupa in Klosteranlage Erdene Dsuu (Hons084, Wikimedia,  CC-BY-SA-4.0)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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