Dubrovnik – mittelalterliche Perle der Adria

02.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Dubrovnik – mittelalterliche Perle der Adria
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Dubrovnik, die alte kroatische Stadtrepublik, ist auf ihre Weise einmalig. Von den Wellen umspült und umgeben von jahrhundertealten Festungsmauern, thront die „Perle der Adria“ hoch über den Weiten des Mittelmeers. Dubrovnik zieht seine Gäste selbst beim wiederholten Besuch noch in den Bann, als sähen sie die Hafenstadt zum ersten Mal.

Lange Zeit war Dubrovnik das kulturelle Zentrum einer ganzen Region. Die kroatische Sprache wurde hier ebenso entwickelt wie die nationale Literatur, und noch heute gilt die Stadt mit ihren bedeutenden Künstlern, Schriftstellern und Naturwissenschaftlern als kultureller Mittelpunkt Kroatiens. Das Bewusstsein über die eigene Bedeutung und Unabhängigkeit hat generell eine lange Tradition in der Stadt, die über Jahrhunderte hinweg eine unabhängige Stadtrepublik mit Handelsbeziehungen im gesamten Mittelmeerraum war.



Was in Dubrovnik jedoch am meisten beeindruckt, ist die aussergewöhnliche Schönheit der Stadt, die als eine der schönsten Mittelmeermetropolen gilt. Entlang der mächtigen mittelalterlichen Stadtmauern reihen sich historische Kirchen und Palästen; idyllische Stadtstrände wechseln sich mit dem geschäftigen Hafen der Stadt ab, und hinter all der mittelalterlichen Pracht eröffnet sich immer wieder der Blick über die tiefblauen Weiten der Adria.

Auf den Stadtmauern von Dubrovnik (Bild: László Szalai / Wikimedia / public domain)

Auf den Stadtmauern von Dubrovnik (Bild: László Szalai / Wikimedia / public domain)

Von der Republik Ragusa zum beliebten Reiseziel

Die Ursprünge Dubrovniks reichen bis vor unsere Zeitrechnung zurück, doch erst im Mittelalter gelangte die Stadt als Republik Ragusa zu grosser überregionaler Bedeutung. Im 14. Jahrhundert entstand der Stadtstaat, der sich innerhalb von kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Hafenstädte der Adria und zu einer der grössten Handelsflotten im Mittelmeerraum entwickelte. Erst im 17. Jahrhundert leiteten ein schweres Erdbeben und eine generelle Krise der Handelsschifffahrt den Niedergang der Republik Ragusa ein, die 1808 von den Franzosen aufgelöst und 1809 annektiert wurde.



Im 20. Jahrhundert war Dubrovnik Teil des ersten Jugoslawien bis 1941 und gehörte nach dem II. Weltkrieg im zweiten Jugoslawien zur kroatischen Teilrepublik. Schon vor dem Krieg ein beliebtes Reiseziel der oberen Gesellschaftsschichten, entwickelte sich die Stadt in der Nachkriegszeit schnell zu einem der Zentren des Adriatourismus. Auch die Belagerung im Kroatienkrieg und die daraus resultierenden schweren Schäden im Stadtbild konnten der Popularität Dubrovniks auf Dauer nichts anhaben. Heute sind die Schäden der Belagerung zum Grossteil behoben, und die faszinierende Hafenstadt erfreut sich grösserer Beliebtheit als je zuvor.

Hauptstrasse Stradun (Bild: Joanbanjo / Wikimedia / CC)

Hauptstrasse Stradun (Bild: Joanbanjo / Wikimedia / CC)

Rundgang auf Dubrovniks Stadtmauern

1940 m lang sind die Stadtmauern von Dubrovnik insgesamt und umschliessen mit einer Mauerstärke von 3-6 m heute ebenso wie vor Hunderten von Jahren die mittelalterliche Altstadt. Ein Rundgang auf den mächtigen Stadtmauern ist wohl die schönste Weise, die atemberaubende Lage und Schönheit von Dubrovnik in ihrem ganzen Ausmass zu entdecken. Die Stadtmauern von Dubrovnik gelten heute als besterhaltene Festungsanlage in Europa und umschliessen eine Vielzahl an aussergewöhnlichen Bauwerken aus unterschiedlichen Epochen – vom ehemaligen Fürstenpalast, dem prunkvollen Hauptsitz der Republik Ragusa, bis zum neugotischen Rathaus und der Prachtstrasse Stradun, die Besucher durch eines der mächtigen alten Stadttore erreichen.

Dubrovnik ist aber auch aussergewöhnlich reich an Kirchen und Klöstern aus unterschiedlichen Epochen wie der dreischiffigen Kathedrale Mariä Himmelfahrt, deren Vorgängerbau von Richard Löwenherz errichtet worden sein soll. Die Kirche des heiligen Blasius ist dem Schutzpatron der Stadt gewidmet und verfügt neben der reich verzierten Barockfassade auch über für die Region sehr untypische Buntglasfenster. Das Franziskanerkloster von Dubrovnik aus dem 14. Jahrhundert zählt nicht nur wegen seines sehenswerten Kreuzgangs und dem Klostermuseum zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die mittelalterliche Anlage umfasst auch eine ganz besondere Attraktion: Bereits 1317 wurde hier eine der beiden ältesten Apotheken in Europa eröffnet, die bis heute in Betrieb sind.

Kathedrale von Dubrovnik (Bild: Hedwig Storch / Wikimedia / CC)

Kathedrale von Dubrovnik (Bild: Hedwig Storch / Wikimedia / CC)




Rund um Dubrovnik: Insel-Feeling, Strandbesuch und mittelalterliche Festungen

Wenngleich die autofreie Altstadt das Herzstück von Dubrovnik ist, hat die Hafenstadt auch ausserhalb der mittelalterlichen Festungsmauern einiges zu bieten. Ein faszinierendes Erlebnis ist eine Fahrt mit der städtischen Seilbahn zum Hausberg Srd, von dem aus sich dem Besucher ein traumhafter Blick über die Stadt und die Adriaküste bietet. Die Bahn fährt unweit der Festung Revlin ab, einem imposanten Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, das das nordöstliche Ende der Altstadt markiert.



Weitere Festungsanlagen laden hoch über dem Meer zu einem Besuch ein, allen voran der einstige Goldspeicher und Militärstützpunkt Lovrijenac. Die Festung Lovrijenac bietet auf einem vorgelagerten Felsen einen besonders schönen Ausblick. Das nahegelegene Bokar wiederum war zur Zeit seiner Erbauung im 15. Jahrhundert die weltweit erste Kasematten-Festung und gilt mit seiner mächtigen und zugleich eleganten Renaissance-Bauweise als eine der schönsten Festungsanlagen in Europa.

Alter Hafen mit der Festung Lovrijenac (Bild: Raime / Wikimedia / CC)

Alter Hafen mit der Festung Lovrijenac (Bild: Raime / Wikimedia / CC)

Wer sich an einem heissen Sommertag in die erfrischenden Wellen der Adria stürzen möchte, hat dazu rund um Dubrovnik zu Genüge Gelegenheit. Während der belebte Stadtstrand Banje vor der Kulisse der Stadtmauern in bester Reichweite für ein kurzes Erfrischungsbad liegt, ist das Strandgebiet Lapad auf der gleichnamigen Halbinsel zwar einige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, zählt dafür aber auch zu den schönsten Orten in und um Dubrovnik. Die waldbestandenen Strände von Lapad werden von einer Promenade gesäumt, deren Restaurants und Terrassencafés ebenso eine Auszeit vom Stadttrubel bieten wie die vorgelagerte Insel Lokrum in zehn Minuten Entfernung mit der Fähre.

 

Oberstes Bild: Altstadt von Dubrovnik (Bild: japus / Wikimedia / CC)

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