Gesund auf Reisen: So geniessen Sie die Ferien trotz Allergie

05.04.2014 |  Von  |  Alle Länder
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Gesund auf Reisen: So geniessen Sie die Ferien trotz Allergie
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Allergiker sind schon im Alltag oft erheblich eingeschränkt. Pollen, Luftverschmutzung und versteckte Allergene im Essen sorgen immer wieder für Probleme – umso schlimmer, wenn die allergische Reaktion während der lang geplanten Ferienreise auftritt.

Eine Reise stellt Allergiker vor zusätzliche Probleme, angefangen von Smog und trockener Flugzeugluft bis hin zu den fremden Nahrungsmitteln am Zielort. Besonders betroffen sind Personen mit schweren Allergien gegen Substanzen wie Insektengift oder bestimmte Nahrungsmittel. Hier ist eine besonders sorgfältige Reiseplanung unverzichtbar.



Aber auch bei leichteren Allergien oder Unverträglichkeiten kann eine gezielte Vorbereitung dafür sorgen, dass die Reise in vollen Zügen genossen werden kann – ohne unerträglichen Juckreiz und tagelanges Hautbrennen, Asthmaanfälle oder Magenschmerzen.

Ideal für Allergiker: Ferien am Meer (Bild: Bernd Kasper  / pixelio.de)

Ideal für Allergiker: Ferien am Meer (Bild: Bernd Kasper / pixelio.de)

Das richtige Reiseziel für Allergiker

Das ideale Reiseziel für Allergiker existiert in dem Sinne nicht, denn Art, Stärke und Auslöser der Allergie sind von Person zu Person ganz unterschiedlich. Hinzu kommt, dass viele Allergien nicht so sehr ortsabhängig sind, sondern vielmehr durch das eigene Verhalten beeinflusst werden. Wenn Allergien in den Ferien verstärkt auftreten, ist die Ursache dafür oft auch eine geringere Selbstkontrolle – es sind ja schliesslich Ferien. Doch ein wenig Aufmerksamkeit ist gerade bei bekannten Allergien unverzichtbar.



Bei einigen Allergien ist es jedoch durchaus ratsam, das Reiseziel bewusst zu wählen, um das Risiko einer allergischen Reaktion von vornherein zu minimieren. Das betrifft besonders Pollenallergiker, für die Hochgebirgszonen und pollenfreie Küsten ebenso geeignet sind wie alle Regionen, die zur Reisezeit pollenfrei sind. Auch bei einer Milben-Allergie sind die Berge besonders als Reiseziel geeignet, da dort kaum Milben vorkommen.

Frische Bergluft statt Allergene (Bild: berggeist007  / pixelio.de)

Frische Bergluft statt Allergene (Bild: berggeist007 / pixelio.de)

Unterkunft am Zielort

Viele Hotels bieten mittlerweile Allergikerzimmer an oder sind komplett auf Gäste mit Allergien eingestellt, das heisst, Haustiere und auch Raucher sind in diesen Hotels oder in Teilen des Hotels nicht zugelassen. Stehen in der gewählten Unterkunft keine Allergikerzimmer zur Verfügung, sollten Allergiker darauf achten, dass das Hotel sonnig und trocken gelegen ist und sich kein Pool in der unmittelbaren Umgebung befindet.



In der Unterkunft sollten Schimmelallergiker auf den Gebrauch von Schränken und Schubladen verzichten, da diese das Bilden von Schimmelsporen begünstigen. Ausserdem wird empfindlichen Personen empfohlen, zum Lüften lieber die Klimaanlage zu nutzen, als die Fenster zu öffnen, um einem Eindringen von Pollen, Staub und Schmutz vorzubeugen. Weiterhin sollte um ein Zimmer ohne oder mit kurzflorigem Teppich gebeten werden. Milbenallergiker müssen in herkömmlichen Hotels selbst milbenundurchlässige Bettwäsche mitbringen; in allergikerfreundlichen Hotels sollte diese vorhanden sein.

Allergikerfreundliche Hotels - nicht immer leicht zu finden (Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de)

Allergikerfreundliche Hotels – nicht immer leicht zu finden (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Anreise und Vorbereitung

Schon während der Anfahrt treten für Allergiker oft die ersten Probleme auf – sei es bei Autoreisen durch Abgase und Pollen, sei es auf Flugreisen durch die trockene Kabinenluft, die allergische Reaktionen noch verschlimmern kann. Bei Autoreisen sollten Allergiker daher besonderen Wert darauf legen, das Fahrzeug vor der Abfahrt gründlich durchzulüften und die Fenster dafür während der Fahrt geschlossen zu halten. Ausserdem werden die heissen Mittags- und Nachmittagsstunden als Reisezeit besser gemieden.

Auf Flugreisen sollten Allergiker stets ihre Medikamente griffbereit haben, was das Mitführen der entsprechenden Rezepte voraussetzt. Beim Gebrauch von Auto-Injektoren muss vor der Flugbuchung geklärt werden, ob diese an Bord zugelassen werden oder gegebenenfalls durch Ersatzmedikamente ersetzt werden können. Für Tierhaarallergiker sind mitfliegende Haustiere das grösste Problem, weshalb sie das Personal schon vor dem Abflug auf ihre Allergie hinweisen sollten. Auf diese Weise kann ihnen ein Sitzplatz in grösstmöglicher Entfernung zu den mitreisenden Tieren angeboten werden.





Vorsicht bei Lebensmittelallergien (Bild: Frank Lange  / pixelio.de)

Vorsicht bei Lebensmittelallergien (Bild: Frank Lange / pixelio.de)

Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert, die Flugbegleiter vor dem Abflug auf bekannte und vor allem auf schwere Allergien hinzuweisen. Diese sind nämlich in der Regel im Umgang mit Allergikern geschult und können so im Ernstfall schneller Hilfe leisten. Bei einer Lebensmittelallergie wird das Bordmenü besser gemieden und ein selbst zubereiteter Reiseproviant mitgeführt.

Verhalten am Zielort

Am Reiseziel angekommen, können Allergiker je nach Art der Allergie selbst einiges dafür tun, dass sich der Aufenthalt so komplikationsfrei wie möglich gestaltet. Vor einem Problem stehen allerdings oftmals Lebensmittelallergiker, vor allem dann, wenn sie mit den fremden Speisen oder gar mit der Sprache nicht vertraut sind. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, sich vor der Reise eine Wortliste anzulegen, die neben der Art der Allergie und des Allergens auch alle Lebensmittel umfasst, die nicht vertragen werden. Auf diese Weise fällt die Verständigung nicht nur beim Restaurantbesuch leichter, sondern auch mit dem Arzt, falls es doch einmal zu einer allergischen Reaktion kommt.

Sonnenschutz nicht vergessen (Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de)

Sonnenschutz nicht vergessen (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Wer unter einer Sonnenallergie leidet, aber auf die Ferien im sonnigen Süden nicht verzichten möchte, sollte ausschliesslich zu Sonnenschutzcremes mit einem Lichtschutzfaktor von 50+ greifen oder gleich spezielle Allergikerprodukte verwenden. Ausserdem gelten natürlich in besonderem Masse die bekannten Verhaltensregeln: Schatten statt direkter Sonne suchen, lange Kleidung und Kopfbedeckung tragen, Strandbesuch und Stadtrundgang besser in die Morgen- oder frühen Abendstunden legen als in die grösste Mittagshitze.

Reisende mit einer Tierhaarallergie stehen insbesondere an Reisezielen vor einem Problem, an denen streunende Tiere weit verbreitet sind. Bei einem Kontakt mit Tierhaaren sollten Allergiker sofort die Hände waschen und die Kleidung wechseln. Auch auf das Rauchen sollten Tierhaarallergiker möglichst verzichten, da dies die Allergie begünstigt.



 

Oberstes Bild: Traumreise trotz Allergie (Bild: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de)

Über Andrea Rathjen

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1 Kommentar


  1. Ich war schon immer eine besorgte Mutter, sobald es meinen Kindern etwas schlechter ging, war ich sofort da. Dementsprechend schockiert war ich als bei meinem jüngsten Sohn eine Hausstauballergie festgestellt wurde. Sofort habe ich im Internet nach Tipps und Ratschlägen gesucht und bin dabei auf dem Blog http://hausstaub-milben-allergie.de/ gestossen. Die Geschichte von der Mutter ging mir sichtlich an die Nieren. Die Mutter hat da das Mittel Milbiol empfohlen. In der Apotheke habe ich dieses Mittel zwar nicht gefunden, aber den Nachfolger Milbopax. Ich habe dies natürlich sofort gekauft und zuhause das Bett eingesprüht. Unser Sohn konnte sein langen mal wieder ordentlich durchschlafen – genauso wie ich.

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