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Isla Ometepe – vulkangeprägte Inselwelt in Nicaragua

07.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
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Isla Ometepe – vulkangeprägte Inselwelt in Nicaragua
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Eilande mit einem romantischen Inselflair finden sich gewöhnlich in den „Sieben Meeren“. Doch es gibt auch verträumte Inseln, die in Seen liegen und dort ihren Charme versprühen. Eine ganze besondere Süsswasserinsel ist die Isla Ometepe, die mitten im Nicaragua-See des gleichnamigen mittelamerikanischen Landes liegt. Sie ist nicht nur die grösste Vulkaninsel der Welt, die sich aus einem See erhebt; sie kann ferner mit einem grossen Artenreichtum und prähistorischen Zeugnissen einer frühen Besiedlung aufwarten.

Erfüllen Sie sich einen echten Inseltraum inmitten von Vulkanen, dichten Urwäldern, kleinen pittoresken Orten, versteckten Wasserfällen und einsamen Lagunen. Sie werden das Meer und die dortigen Inseln mit Sicherheit auf Ometepe nicht vermissen.

Das Waldbad Ojo de Agua der Insel Ometepe (Bild: Stoschmidt, Wikimedia, CC)

Das Waldbad Ojo de Agua der Insel Ometepe (Bild: Stoschmidt, Wikimedia, CC)

Ometepe – im Schatten des perfekten Vulkans

Leider können Sie nicht mit einem Flugzeug nach Ometepe anreisen. Jedoch nur aus der Luft können Sie die fast perfekte Acht erkennen, die durch die beiden Vulkane „Concepción“ und „Maderas“ geformt wird. Um auf die Insel zu gelangen, müssen Sie zunächst nach San Jorge auf dem Festland und von dort mit einer der vielen Fähren, die rund um die Uhr ablegen, zur Ometepe-Insel übersetzen.

Schon von Weitem erkennen Sie den perfekt geformten Kegel des Vulkans „Concepción“, der mit einer Höhe von 1610 Metern seinen benachbarten Kollegen um etwa 250 Meter überragt. Und noch etwas unterscheidet die beiden Vulkane voneinander. Während der Stratovulkan Concepción äusserst aktiv ist, hat der Schichtvulkan Maderas seit Urzeiten keinen Ton mehr von sich gegeben.





Krater des Vulkans Maderas (Bild: Wikiwanito, Wikimedia, CC)

Krater des Vulkans Maderas (Bild: Wikiwanito, Wikimedia, CC)

Der Concepción gehört zu den aktivsten Vulkanen in ganz Nicaragua. Das will etwas heissen, denn das Land ist Teil des „Ring of Fire“. Wenn Sie Vulkane besteigen möchten, klettern Sie am besten auf beide hinauf. Sie kommen durch Regenwälder, in denen dichte Nebelschwaden hängen und sich eine artenreiche Flora und Fauna angesiedelt hat. Sie schlagen sich an den Hängen des Vulkans durch dichte Büsche. Hier wachsen endemische Baumarten, die es mithin nur auf Ometepe gibt. Vorbei geht es an erfrischenden kristallklaren Wasserfällen bis zum Krater, in dem sich eine Lagune befindet.



Unterwegs treffen Sie auf zahlreiche Petroglyphen. Die in den Stein gearbeiteten Felsmalereien aus vergangenen Zeiten wurden von den Ureinwohnern mühsam in die harte Felswand gekratzt. Der mühsame Aufstieg in hoher Luftfeuchtigkeit kommt einem Saunagang gleich, wird aber oben mit einem atemberaubenden Blick über die Insel, den benachbarten Vulkan und den See belohnt.

Sicherlich ist ein Aufstieg zu einem dieser beiden spektakulären Vulkane ein absolutes Highlight, das Sie hier in Mittelamerika erleben können. Platz für jede Menge Abenteuer gibt es auf der Insel mehr als genug. Vergessen Sie nicht, dass Sie sich auf der mit 270 Quadratkilometern weltweit grössten Vulkaninsel in einem Süsswassersee befinden.

Der Concepción gehört zu den aktivsten Vulkanen in ganz Nicaragua. (Bild: Hulivili, Wikimedia, CC)

Der Concepción gehört zu den aktivsten Vulkanen in ganz Nicaragua. (Bild: Hulivili, Wikimedia, CC)




Die Oase des Friedens

Die Ometepe-Insel trägt nicht ganz zu Unrecht den Beinamen „Oase des Friedens“. Alles auf der Insel ist ganz anders als im Rest des von Bürgerkriegswirren einst so gebeutelten Landes. Die Insulaner haben es geschickt verstanden, sich aus diesem Chaos herauszuhalten. Vielleicht war aber auch den Kontrahenten bewusst, dass sie sich selbst eines einzigartigen Ortes berauben würden, wenn dieser ihrer Schlacht zum Opfer fallen würde. Natürlich hat auch der Tourismus für einen Aufschwung auf der Insel gesorgt. Schliesslich finden sich hier Unterkünfte, die in der oberen Preisklasse europäischer Hotels liegen.



Aber auch Budget-Traveller finden immer ein gutes Plätzchen direkt am See, manchmal sogar mit Blick auf den benachbarten Vulkan. Insbesondere auf der grösseren Insel mit dem Concepción-Vulkan können Sie bei einem Rundtrip verschiedene kleinere und grössere Ortschaften entdecken, die mit Museen und einheimischer Kultur aufwarten. Das Tor zu den Inseln vom Festland aus ist die 10’000-Einwohner-Stadt Moyogalpa.

Petroglyphen von Omepete (Bild: Tabla, Wikimedia, GNU)

Petroglyphen von Omepete (Bild: Tabla, Wikimedia, GNU)




Und bitte keine Panik! Sie müssen nicht gleich die Flucht ergreifen, auch wenn Sie jetzt erfahren, dass die Stadt in der Ursprache Náhuatl, also „Ort der Moskitos“, heisst. Geniessen Sie das lokale Flair in den Strassenrestaurants oder nehmen Sie sich einen Mietwagen, um zu einer Inselrundfahrt aufzubrechen.

Ein spezielles Highlight liegt etwa fünf Kilometer ausserhalb der Stadt. Die Punta Jesús ist eine wenige Meter breite Landspitze aus Sand, die sich je nach Wetterlage und Saison bis zu einem Kilometer in den Nicaragua-See schiebt. Auch in Altagracia, der zweitwichtigsten Stadt der Insel, geht das Leben einen gemächlichen Gang. In den zahlreichen Tavernen sollten Sie unbedingt die lokalen Spezialitäten probieren, die sich vor allem aus vitaminreichen tropischen Früchten und proteinreichem Fisch zusammensetzen. Im Ort erwartet Sie das „Museo Precolombino“ mit zahlreichen Exponaten aus der urgeschichtlichen Vergangenheit der Insel.

Fast wäre es untergegangen: Wo es Inseln gibt, da gibt es auch gewöhnlich Strände. Zwar gibt es hier keine feinen weissen Sandstrände, dafür haben die Vulkane im Laufe der Jahrmillionen gesorgt. Aber auch die dunklen Sandstrände haben ihren Reiz. Die besten liegen bei Santo Domingo, Sie können sie in der Nähe der Stadt Altagracia entdecken. Eine Strandwanderung unter Palmen an einem Süsswassersee mit Blick auf einzigartige Vulkane – das bekommen Sie nur selten geboten.

 

Oberstes Bild: Der Vulkan Concepción auf Omepete (© Bernal Saborio, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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