Rund um den Gardasee, Teil 1: Die Gardesana Occidentale zwischen Riva und Gargnano

07.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Rund um den Gardasee, Teil 1: Die Gardesana Occidentale zwischen Riva und Gargnano
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Als grösster See Italiens steht der Gardasee für eine beliebte Ferienregion, die jedes Jahr unzählige Touristen anlockt. Die traumhafte Kulisse hat aktiven Feriengästen einiges zu bieten: Vom Mountainbiken über Bergsteigen bis hin zum Surfen kommen Sportler voll auf ihre Kosten. Erholungssuchende bummeln durch die kleinen Ortschaften und geniessen ein Sonnenbad in herrlicher Umgebung.

Auf der westlichen Seite des Gardasees führt die Uferstrasse Gardesana Occidentale von Riva del Garda im Norden bis nach Desenzano am südlichen Zipfel. Liebenswerte Örtchen wie Limone und Gargnano sowie das sympathische Riva del Garda säumen das Ufer. Die Gardesana Occidentale ist ein wahres Meisterwerk, allein zwischen Riva und Gargnano gibt es auf einer Strecke von etwa 30 Kilometern 74 Tunnel, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs mühevoll in die steilen Hänge der umliegenden Berge geschlagen wurden. Mit dem Strassenbauprojekt wollte Italien die nördliche Region anbinden – früher war das südliche Seeufer von Riva aus nur über den See zu erreichen.

In diesem vierteiligen Bericht fahren wir auf den Uferstrassen einmal um den gesamten Gardasee und stellen die charmanten Orte rund um den See vor:

Teil 1: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Riva und Gargnano

Teil 2: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Toscolano Maderno und Desenzano

Teil 3: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale von Sirmione bis Garda



Teil 4: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole

Riva del Garda – grösstes Städtchen an der Nordseite des Gardasees



Wir starten unsere Tour am nördlichen Zipfel des Gardasees in Riva del Garda. Die Geschichte des 16’000-Einwohner-Ortes geht zurück bis in die Römerzeit. Bis 1918 gehörte Riva zur Österreich-Ungarischen Monarchie. Der Uhrturm Torre de Apponale ziert als Wahrzeichen des Ortes gemeinsam mit der herrlichen Uferpromenade zahlreiche Postkarten.

Hier herrscht einiger Trubel, Strassenkünstler und kleine Andenkenstände zaubern ein fantastisches Ferienambiente. In der historischen Altstadt des Städtchens gibt es zahlreiche Paläste im lombardisch-venezianischen Stil. Ein Bummel durch die wunderbaren Arkaden verspricht an heissen Sommertagen angenehme Kühle! Von Riva aus empfiehlt sich ein Abstecher zum Wasserfall von Varone, der in einer engen Schlucht aus einer Höhe von etwa 100 Metern ins Tal stürzt – ein grandioser Anblick!

Gardasee und Riva del Garda (Bild: Guenter Hamich  / pixelio.de)

Gardasee und Riva del Garda (Bild: Guenter Hamich / pixelio.de)

Ein Abstecher zum Ledrosee



Von Riva del Garda geht es in südlicher Richtung weiter nach Limone. Hinter Riva nehmen wir einen Abzweig, der uns ins Landesinnere zum Lago di Ledro führt. Der Gebirgssee punktet mit herrlich erfrischendem Wasser und einem Pfahlbaumuseum, das archäologische Funde aus der Bronzezeit präsentiert.

Morgen am Ledrosee (Bild: Peter Habereder  / pixelio.de)

Morgen am Ledrosee (Bild: Peter Habereder / pixelio.de)




Limone – sympathische Touristenhochburg mit Flair

In Limone erwartet uns mit engen und verträumten Gassen am Ufer des Sees eine wirkliche Postkartenatmosphäre. Ein Bummel durch das liebenswerte Örtchen lohnt sich. Besucher lassen das Auto am besten auf einem Parkplatz am Ortseingang stehen. Limone ist einer der beliebtesten Orte am Westufer, und so ist hier immer einiges los.

Man könnte denken, dass sich der Name Limone von den zahlreichen Zitronen ableitet, die hier in Unmengen auf den terrassenförmigen Anlagen an den Berghängen wachsen. Tatsächlich aber soll die Bezeichnung auf den römischen Begriff „Limes“ für Grenzwall zurückgehen, da hier einst die Grenze zwischen Österreich und Italien verlief. Das ist den Bewohnern von Limone allerdings herzlich egal, denn die Zitrone ist hier wirklich allgegenwärtig: T-Shirts, Marmeladendosen oder Handtücher, kaum ein Mitbringsel, das nicht mit der gelben Frucht verziert wurde.

Limone am Gardasee (Bild: Reinhard Grieger  / pixelio.de)

Limone am Gardasee (Bild: Reinhard Grieger / pixelio.de)

Hoch in den Bergen – Tignale

Von Limone aus fahren wir weiter nach Gargnano. Zwischendurch machen wir einen Abstecher nach Tignale, einem Zusammenschluss von sechs Örtchen, die hoch über dem See in den Bergen liegen. Im Gegensatz zu dem Trubel von Riva oder Limone herrscht hier eine geradezu beschauliche Ruhe – während der Mittagszeit wirkt selbst der Hauptort Gardola wie ausgestorben. Über einen kleinen Weg erreichen wir die Wallfahrtskirche Madonna di Montecastello, die einen herrlichen Blick auf den Gardasee bietet.

Aer ist ein Ortsteil von Tignale, hoch über dem Gardasee. Im Hintergrund sieht man den Monte Baldo. (Bild: Peter Habereder  / pixelio.de)

Aer ist ein Ortsteil von Tignale, hoch über dem Gardasee. Im Hintergrund sieht man den Monte Baldo. (Bild: Peter Habereder / pixelio.de)

Prächtige Paläste in Gargnano



Gargnano ist ein liebenswertes Örtchen, das mit einem idyllischen Hafen und verwinkelten Gassen aufwartet. Durch die hohen Berge liegt Gargnano extrem geschützt und bietet das ganze Jahr über mediterranes Klima. Sehenswert sind die Kirchen San Martino und San Francesco. Zwischendurch entdecken wir immer wieder prächtige Gebäude – einst zog es wohlhabende Familien aus Mailand und Brescia in den Ferien in das angenehme Klima des beschaulichen Örtchens, so entstanden hier zahlreiche Villen, Grandhotels und Paläste.

Im zu Gargnano gehörenden Dörfchen Bogliaco befindet sich mit dem Palazzo Bettoni sogar der grösste Palast des Gardasees. Interessant ist auch der Palazzo Feltrinello, der nach einer wechselvollen Geschichte und der Besetzung durch Benito Mussolini inzwischen eine Abteilung der Mailänder Universität beherbergt. Ganz in der Nähe des Palastes befindet sich der Park La Fontanella. Wer ein Bad im Gardasee nehmen möchte, ist hier an der richtigen Stelle – hier warten einige Kiesstrände und eine breite Uferzone auf einen Besuch. Auch wir packen hier unsere Badesachen aus!

Im nächsten Bericht geht es auf der Gardesana Occidentale weiter nach Toscolano Maderno und Desenzano.

 

Oberstes Bild: Riva del Garda (© Guenter Hamich  / pixelio.de)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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