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Rajasthan – ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht erleben

07.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Asien
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Rajasthan – ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht erleben
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Der märchenhafte Reichtum des indischen Subkontinents war es, der die Engländer im 19. Jahrhundert dazu verlockte, das Land in Besitz zu nehmen. Wie kein anderer indischer Bundesstaat bezaubert Rajasthan mit einer schillernden Farbenpracht und prunkvollem Glanz der Paläste, Forts und Tempel. Im Nordwesten Indiens, der Heimat der legendären Maharadschas, ist das ursprüngliche Indien zu Hause.

Der Reiz Rajasthans liegt nicht nur in den beeindruckenden Wüstenfestungen und prächtigen Palästen, sondern vor allem in den fruchtbaren Ebenen, den vielen Seen, den bizarren Gebirgslandschaften und der endlosen Weite der Wüste Thar.



Land der Könige und Tiger

Aus über 100 grossen und kleinen Fürstentümern setzt sich Rajasthan zusammen. Auch wenn die einstigen Herrscher schon seit Langem entmachtet und ihrer Privilegien beraubt sind, so leben die meisten noch in verschwenderischem Luxus und öffnen bereitwillig die Tore ihrer herrschaftlichen Paläste. Viele der einstigen Prunkbauten an künstlichen Seen oder inmitten blühender Parks und Gärten sind zu Luxushotels umgewandelt worden oder bieten als Museen Einblicke in märchenhaften Reichtum und kunstvoll verzierte goldene Säle. Eine Farbenpracht ohnegleichen erwartet den Besucher, gepaart mit kühlem weissen Marmor, für den Rajasthan weltberühmt ist. Auch der Marmor für das Taj Mahal in Agra stammt aus Rajasthan.

Im sogenannten „Goldenen Dreieck“ liegt der Ranthambhore-Nationalpark, der von Jaipur aus bequem mit dem Zug oder dem Auto zu erreichen ist. Hier lebt noch der seltene bengalische Tiger in einem Naturparadies aus bewaldeten Hügeln, künstlichen Seen und einer gewaltigen Ebene, über der eine trutzige Burg aus dem 11. Jahrhundert thront. Das geschützte Naturreservat bietet eine einzigartige Flora und Fauna, die auf geführten Safaritouren erkundet werden kann.

Im Ranthambhore-Nationalpark lebt noch der seltene bengalische Tiger. (Bild: Koshy Koshy, Wikimedia, CC)

Im Ranthambhore-Nationalpark lebt noch der seltene bengalische Tiger. (Bild: Koshy Koshy, Wikimedia, CC)

Sandfarbene Forts, Havelis und schillernde Paläste

Fast jede Stadt und jede Region verfügt über ein eigenes Fort mit geradezu gigantischen Ausmassen. Beim Anblick der malerischen Zinnen, Türme und wehrhaften Mauern glaubt man sich in eine andere Welt versetzt. Auf einem Hügel inmitten einer weiten Ebene liegt das Fort von Jaisalmer. In seinem Inneren befinden sich mehrere Paläste, Tempel und Wohnhäuser. Im siebenstöckigen Palastkomplex Raj Mahal führen labyrinthartige Treppen und Gänge zu reizvollen Höfen und idyllischen Aussichtspunkten. Die Innenräume sind mit Marmor und Wandmalereien geschmückt.



Reich verziert mit filigranem Schmuck sind die Havelis, die Stadthäuser der Adeligen und reichen Kaufleute; ihre Erker, Fassaden und Balkone sind mit durchbrochenen Ornamenten verziert. Aufgrund des trockenen Klimas sind die wunderschönen Steinschnitzereien komplett erhalten geblieben.

See der Anlage Amar Sagar in Nordwesten von Jaisalmer (Bild: Flicka, Wikimedia, GNU)

See der Anlage Amar Sagar in Nordwesten von Jaisalmer (Bild: Flicka, Wikimedia, GNU)




In der Region Jodhpur liessen die Maharadschas den Aufgang zu ihren Palästen im Mehrangarh-Fort mit sieben Toren sichern. Heute bringt ein Lift Besucher in die mit orientalischem Prunk ausgestatteten Säle. Elefantensessel aus Silber und Sänften neben Götterstatuen und historischen Wandmalereien von Landschaften und Städten sind hier zu bewundern. Besonders prachtvoll sind der Thronsaal inklusive achteckigem Thronsitz, der Tanzsaal sowie das Schlafzimmer der Maharani ausgestattet.

Vom Garten aus haben Besucher zudem einen fantastischen Blick auf die Stadt Jodhpur. In der Stadt befindet sich das 1929 errichtete Umaid-Bhawan-Palastmuseum. Ein riesiger Kuppelbau mit 350 Zimmern, der gleichzeitig Wohnsitz der fürstlichen Familie, Luxushotel wie auch Museum mit einer beeindruckenden Privatsammlung ist.

Mehrangarh-Fort in der Region Jodhpur (Bild: dalbera, Wikimedia, CC)

Mehrangarh-Fort in der Region Jodhpur (Bild: dalbera, Wikimedia, CC)




Jaipur, Dungarpur und Bundi

Hauptstadt von Rajasthan ist Jaipur, auch als rosafarbene Stadt bekannt, denn anlässlich des Besuchs von Albert Eduard im Jahr 1876 wurden alle Häuser rosa angestrichen, um den Kronprinzen gastfreundlich zu empfangen. Die 1727 gegründete Stadt bietet mit dem „Palast der Winde“, der Sternenwarte Jantar Mantar und dem Fort Amber gleich mehrere sehenswerte Bauwerke, die den verschwenderischen Lebenswandel und märchenhaften Reichtum der einstigen Herrscher symbolisieren. Daneben ist Jaipur heute eine moderne Stadt, die alle Annehmlichkeiten einer Metropole bietet.





Palast der Winde in Jaipur (Bild: Citypeek, Wikimedia)

Palast der Winde in Jaipur (Bild: Citypeek, Wikimedia)

Das ländliche und abgelegene Rajasthan erschliesst sich in Dungarpur, hier lockt der kunst- und architekturhistorisch bedeutsame Juna-Mahal-Palast zu einem Besuch. Der über 700 Jahre alte Palast liegt 300 Meter über der Stadt und zeigt auf sieben Stockwerken farbenfrohe Wandmalereien aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Bundi ist eine kleine Stadt im Süden des Landes mit einem gewaltigen Tempel und dem atemberaubenden Taragarh-Schloss aus dem 14. Jahrhundert, das sich hoch über der vom Tourismus völlig unbelasteten Stadt erhebt. Hier lässt sich das ursprüngliche Indien mit seinen Basaren und seinem lebhaften Durcheinander hautnah erleben. Im Zentrum der Stadt, nahe dem Azad-Park, liegt der Stufenbrunnen Raniji ki Baori. Der aus Säulen, Galerien und Steinschnitzereien bestehende Brunnen wurde 1695 bis 1729 errichtet und ist sogar begehbar.

Kamelsafaris und Elefantenritte

Was wäre ein Besuch in Rajasthan ohne einen Ausflug zu Pferde, auf dem Kamel oder auf einem gutmütigen Elefanten? Von Jaisalmer aus starten Kamelsafaris in die Wüste. Ausritte mit Marwari-Pferden werden von der Stadt Pushkar am Rande der Wüste aus organisiert. Hier leuchtet alles in den traditionellen Farben Rajasthans. Gelb blühende Tagetes-Felder, Frauen in bunten Saris und Männer mit farbenfrohen Turbanen. In den Dörfern blitzen kupferfarbene Töpfe neben pyramidenförmig aufgestapelten Früchten auf den lokalen Märkten um die Wette. Duftende Gewürzmischungen versprechen kulinarischen Genuss, und lokales Kunsthandwerk ist ein beliebtes Souvenir.

 

Oberstes Bild: Albert Hall Museum (© chetan, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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