Köln – eine Reise zu den „Heiligen Drei Königen“

14.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Köln – eine Reise zu den „Heiligen Drei Königen“
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Köln gehört zu den grössten und ältesten Städten Deutschlands. Der Kölner Dom als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist eine der bedeutendsten Kathedralen der Gotik und zieht jedes Jahr zahllose Besucher an. Sie finden in der Millionenstadt am Rhein aber nicht nur grossartige sakrale Bauten und Kunstwerke, Köln verfügt auch über eine bunte Kulturszene und steht für rheinische Lebensfreude, die nicht nur im Karneval ihren Ausdruck findet. Ein Köln-Besuch führt mitten hinein ins pralle Leben mit all seinen Facetten.

Es gibt sicher schönere Metropolen als Köln, zu sehr hat der Zweite Weltkrieg mit schweren Bombardements im Stadtbild seine Spuren hinterlassen. Der Wiederaufbau nach dem Krieg erfolgte bevorzugt im Stil der Zeit, so dass man der Stadt heute ihr Alter vielfach nicht ansieht. Historische Baudenkmäler, deren es nichtsdestotrotz zahlreiche gibt, wirken da manchmal wie hineingetupft. Dabei können nicht viele Städte auf eine so gut dokumentierte Historie zurückblicken.





Römerturm in Köln (Bild: Hps-poll at the German language Wikipedia, Wikimedia, CC)

Römerturm in Köln (Bild: Hps-poll at the German language Wikipedia, Wikimedia, CC)

Am 8. Juli 50 n. Chr. wurde die Ubiersiedlung unter römischer Herrschaft als Colonia Claudia Ara Agrippinensium zur Stadt erhoben. Sie sollte bald als Sitz des Statthalters und wichtiger Militärstützpunkt zu einem Zentrum des römischen Germaniens werden. Auch mit dem Niedergang der Römerherrschaft und nach germanischer Eroberung blieb die Stadt bedeutend. Dazu trug nicht zuletzt die Funktion als Bischofs- bzw. Erzbischofssitz bei, die die weitere Stadtentwicklung massgeblich prägte. Der Erzbischof von Köln war bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 ein bedeutender Fürst und Territorialherr. Nicht immer war und ist das Verhältnis zwischen Kölnern und ihrem Erzbischof konfliktfrei. Ein Grund, warum der Bischof zeitweise ins benachbarte Bonn ausweichen musste.

Der Kölner Dom – Mittelalter und Neuzeit

Auch das Wahrzeichen Kölns, der Dom, ist eng mit dem Erzbischof verbunden. 1164 erhielt Erzbischof Reinhard von Dassel vom Kaiser nach der Eroberung Mailands die Reliquien der Heiligen Drei Könige als Geschenk. Bis heute werden sie in einem kostbaren goldenen Schrein im Chor des Domes aufbewahrt. Die Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen in Köln war im Mittelalter eine Massenbewegung – quasi eine Frühform des Tourismus – und brachte der Stadt grossen Reichtum. Der Bau des Domes sollte den Reliquien eine würdige Behausung geben.



1248 wurde der Grundstein gelegt. Doch innere Wirren und finanzielle Nöte brachten den Dombau zum Erliegen. Nach der Errichtung der Fundamente, der Vollendung des Chores und von Teilen des Südturms ruhten die Bauarbeiten spätestens ab dem 16. Jahrhundert. Für Jahrhunderte stand das Bild des unvollendeten Doms mit dem Baukran auf dem Südturm für Köln. Erst unter preussischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wurde der Bau im Zeichen romantischer Mittelalterverklärung vollendet. Der Kölner Dom ist daher Meisterwerk mittelalterlicher Gotik und Bau der Neuzeit gleichermassen.



Mit seiner gewaltigen, überaus prächtig gestalteten Westfassade, den charakteristischen Doppeltürmen, dem eindrucksvollen Innenraum mit zahlreichen Seitenkapellen und bunten Fensterflächen ist der Dom zweifelsohne das eindrucksvollste Beispiel gotischer Architektur in Deutschland. Wer schwindelfrei ist, kann den Südturm besteigen und von oben den Blick auf die Dachlandschaft der Kathedrale sowie die Stadt und den Rhein geniessen.

Kölner Dom (Bild: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de)

Kölner Dom (Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Romanische Kirchen und bedeutende Museen

So bedeutend der Dom sein mag, hat Köln noch mehr eindrucksvolle Sakralbauten zu bieten. Neben der Gotik hat vor allem die noch ältere Romanik in der Stadt wertvolle Zeugnisse hinterlassen. Zwölf grosse romanische Kirchen finden sich im engeren Stadtgebiet. Der Turm von Gross St. Martin gehört dabei ebenso zur Stadtsilhouette wie die Doppeltürme des Doms. Weniger auffällig, aber besonders schön ist St. Maria im Kapitol. Aber auch die anderen romanischen Kirchen lohnen einen Besuch, jede hat ihren eigenen Reiz.

Um dem römischen Köln nachzuspüren, gibt es kaum einen besseren Ort als das Römisch-Germanische Museum unmittelbar neben dem Dom. Es stellt das Flaggschiff der Kölner Museen dar. In direkter Nachbarschaft befinden sich mit dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Museum Ludwig zwei weitere herausragende Kulturstätten. Sie zeigen klassische und moderne bildende Kunst. Die Kölner Philharmonie rundet den Gebäudekomplex ab, der mit seiner modernen Gestaltung einen starken Kontrast zum Dom bildet.

St. Maria im Kapitol (Bild: Hpschaefer, Wikimedia, CC)

St. Maria im Kapitol (Bild: Hpschaefer, Wikimedia, CC)




Rheinische Lebensart

Bei so viel Kultur mag es angenehm erscheinen, dass die Kölner Altstadt mit zahlreichen Brau- und Gasthäusern, in denen typische Kölner Gerichte serviert werden, fussläufig nebenan liegt. Als Besucher ist man hier allerdings nicht allein, die alten Gassen zum Rhein hin sind bei Touristen besonders beliebt. Ein vielfältiges gastronomisches Angebot gibt es aber im gesamten Bereich der Innenstadt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Kölner Karneval (Bild: Marco Verch, Wikimedia, CC)

Kölner Karneval (Bild: Marco Verch, Wikimedia, CC)

Auch als Veranstaltungsort ist die Rheinmetropole beliebt. Die Kölner Lichter, ein Musik- und Feuerwerksspektakel am Rhein, gehören ebenso dazu wie der Cologne Pride, Deutschlands grösste Schwulen- und Lesbenparade, oder Musikveranstaltungen wie der Rock am Ring. Nicht zu vergessen den Karneval – er bestimmt das Kölner Leben zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch. „Jede Jeck es anders“ ist ein beliebtes Kölner Motto, das nicht nur zur Karnevalszeit gilt. Es bezeichnet die tolerante Einstellung des Kölners zu seinen Mitmenschen und steht für die typische rheinische Liberalität.



 

Oberstes Bild: Kölner Panorama (Bild: © Raimond Spekking / CC BY-SA-4.0, Wikimedia, CC)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.


Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.



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