Plymouth – Stadt der Seefahrer und Eroberer

29.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Plymouth – Stadt der Seefahrer und Eroberer
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Mit ihrer Lage zwischen den Mündungen der Flüsse Tamar und Plym wird die alte südenglische Hafenstadt Plymouth seit jeher vom Wasser bestimmt. Was Plymouth einzigartig macht, ist aber vor allem der aussergewöhnliche Naturhafen der Stadt, der weltweit als einer der beeindruckendsten seiner Art gilt. Da verwundert es nicht, dass die Seefahrt in Plymouth lange Tradition hat – von den Fischerbooten, die bis heute den Stadthafen Barbican charakterisieren, bis zur Königlichen Werft mit ihren Atom-U-Booten.

Trotz der aussergewöhnlichen Lage zählte Plymouth bis vor wenigen Jahrzehnten nicht gerade zu den touristischen Hochburgen Englands. Mittlerweile entdecken jedoch immer mehr Reisende die alte Hafenstadt, die neben ihrer unaufgeregten Lebensweise, dem malerischen alten Stadthafen und den landschaftlichen Attraktionen vor allem mit ihrer Nähe zu den südenglischen Küstenstädtchen überzeugt. Auch der Nationalpark Dartmoor ist von Plymouth aus keine halbe Stunde entfernt.



Alte Seefahrerstadt Plymouth

Die Geschichte von Plymouth reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück und ist von Beginn an geprägt von der Nähe zum Meer und zu den umgebenden Flüssen. Plymouth entwickelte sich schon früh zu einem Fischerei- und Handelszentrum und war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Ausgangspunkt für maritime Feldzüge und Eroberungsfahrten. Francis Drake brach von Plymouth ebenso zu seiner Weltumsegelung auf wie Jahrhunderte später Charles Darwin und Francis Chichester, und auch James Cook verliess hier dreimal seine britische Heimat in Richtung Südsee.

Statue von Francis Drake und Kriegerdenkmal in The Hoe (Bild: Nilfanion / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Statue von Francis Drake und Kriegerdenkmal in The Hoe (Bild: Nilfanion / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Im Aussichtspark The Hoe südlich der Innenstadt erinnert bis heute ein Denkmal an Francis Drake, der zwar ursprünglich aus dem 25 km entfernten Tavistock stammt, aber dennoch als berühmtester Sohn der Stadt gilt. 1851 wurde Drake sogar zum Bürgermeister von Plymouth gewählt und hatte dieses Amt ein Jahr lang inne. The Hoe umfasst ausserdem mehrere Kriegerdenkmäler und bietet nicht zuletzt einen traumhaften Blick auf die Hafeneinfahrt von Plymouth. Hoch über The Hoe ragt der Smeaton’s Tower, der 1759 ursprünglich als Vorläufer des heutigen Eddystone Leuchtturms auf den Eddystone Rocks erbaut wurde. Als der Turm Anfang der 188er Jahre einem Neubau weichen musste, erhielt der Smeaton’s Tower auf The Hoe eine neue Heimat und dient heute als Aussichtsturm.



In der Innenstadt von Plymouth zeugen historische Gebäude wie die neugotische Kathedrale, das Merchant’s House und das Elizabethan House von der historischen Bedeutung der alten Handelsstadt. Das alte Kapitänswohnhaus Elizabethan House und der Fachwerkbau Merchant’s House beherbergen heute Museen mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Zwei der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Plymouth sind wie so viele Orte in der Stadt von der Nähe zum Meer geprägt: die Mayflower Steps im Barbican, von denen die Mayflower 1620 nach Amerika aufbrach, und das National Marine Museum als grösstes Aquarium des Landes.

Plymouth Gin Distillery (Bild: Smalljim / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Plymouth Gin Distillery (Bild: Smalljim / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Herzstück von Plymouth: das Barbican

Das historische Hafenviertel Barbican ist der älteste Teil des heutigen Plymouth und entführt Besucher mit seinen engen Gässchen, den historischen Wohnhäusern und dem malerischen Bootshafen in längst vergangene Zeiten. Dass dieser Teil des alten Stadthafens bis heute nahezu originalgetreu erhalten ist, liegt daran, dass das Barbican als einer der wenigen Stadtteile von Plymouth nicht den Luftangriffen des 2. Weltkriegs zum Opfer gefallen ist. Der Name Barbican, zu Deutsch etwa „Festungstor“, deutet auf die weit zurückreichende Geschichte dieses Bezirks hin. Es wird vermutet, dass das heutige Barbican in Grösse und Lage ziemlich genau der mittelalterlichen Festungsstadt Sutton entspricht.



Heute beherbergt das Barbican eine grosse Anzahl an Kunstgalerien, kunsthandwerklichen Läden und Restaurants, aber auch viele Ferienwohnungen und kleine Hotels. Entlang der Uferpromenade mit seinen Fischerbooten gerät der Alltagstrubel schnell einmal in Vergessenheit, und in den Abendstunden versprühen die restaurierten Gebäude des Barbican mit ihren kleinen Pubs und Terrassenrestaurants einen ganz besonderen Reiz. Zu den grössten Attraktionen des Viertels zählt heute die Plymouth Gin Destillery, eine traditionsreiche Brennerei, die bereits seit 1793 durchgehend in Betrieb ist und damit die älteste Ginbrennerei Englands ist.

Blick von Mount Edgcumbe auf die Hafeneinfahrt mit Breakwater (Bild: Tony Atkin / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Blick von Mount Edgcumbe auf die Hafeneinfahrt mit Breakwater (Bild: Tony Atkin / pt.wikipedia / Lizenz: CC)




Faszinierende Landschaftsformen am Plymouth Sound

Dass Plymouth heute zu den bedeutendsten Hafenstädten Englands zählt, hat die Stadt in besonderem Masse ihrer Lage am Plymouth Sound zu verdanken. Die trichterförmige Bucht, in die sich die Flüsse Plym, Tamar und Lynher ergiessen, birgt Sicherheit und Gefahren zugleich – ist sie doch für die geschützte Lage der Stadt ebenso verantwortlich wie für unzählige Schiffsbrüche, die hier im Laufe der Jahrhunderte zu beklagen waren. Der starke Tidenhub, die verborgenen Sandbänke und Kalkriffe des Plymouth Sound wurden schon vielen Schiffen zum Verhängnis und bescherten der Bucht vor Plymouth zugleich eine aussergewöhnlich hohe Zahl an Wracks.

Am westlichen Ufer des Plymouth Sound bietet der Mount Edgcumbe Naturpark einen atemberaubenden Ausblick auf die Bucht und die Stadt. Die ausgedehnte Parkanlage mit prachtvollem Herrenhaus ist mit gepflegten und zum Teil sehr alten Ziergärten durchzogen, bietet aber auch eine Fülle von Wanderwegen in naturbelassener Umgebung. Von hier aus kann die Küstenlinie des Plymouth Sound mit dem querenden Breakwater, dem 1,5 km langen Wellenbrecher, in ihrer ganzen Schönheit bewundert werden. Von Plymouth aus ist der Mount Edgcumbe Country Park mit der Fähre zu erreichen; Abfahrtsort ist der Fähranleger im Barbican.

 



Oberstes Bild: Hafenpromenade im Barbican (Bild: Bex Ross / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

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