Teneriffa einmal anders, Teil 2: Der Pico de Teide und das Anaga-Gebirge

29.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Atlantik
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Teneriffa einmal anders, Teil 2: Der Pico de Teide und das Anaga-Gebirge
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Nun war ich also an meinem heimlichen Ziel der Teneriffareise angekommen – dem Pico de Teide. Schon die ersten Schritte auf dem Parkplatz, wo ich meinen Mietwagen abgestellt hatte, waren irgendwie anders. Denn das, was auf den ersten Blick wie Kies aussieht, ist gar keiner, sondern Bimsstein. Darauf zu gehen hört und fühlt sich irgendwie eigenartig, aber auch leicht und locker an.

Zu Fuss in luftigen Höhen unterwegs

Nachdem Fitness in den Ferien angesagt ist, mache ich mich tapfer auf den Weg und ignoriere die Talstation der Gondelbahn. Ich wandere also durch die zerklüfteten Felsen und sehe hoch oben immer wieder den an diesem Tag schneebedeckten Gipfel des Teide vor mir. Dieser höchste Berg Spaniens mit 3718 Metern ist ein aktiver Vulkan, wobei auch hier mit Superlativen aufgewartet werden kann. Denn mein Reiseführer gibt darüber Auskunft, dass der Pico de Teide der dritthöchste Inselvulkan der Welt ist.

Dies ist ein Bericht über Teneriffa in zwei Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:



Teil 1: Teneriffa einmal anders – Freizeitparks und üppige Vegetation prägen die abwechselnde Landschaft

Teil 2: Teneriffa einmal anders – der Pico de Teide und das Anaga-Gebirge

Wildprets Natternkopf mit Pico de Teide im Hintergrund (Bild: Dorian Cols, Wikimedia, CC)

Wildprets Natternkopf mit Pico de Teide im Hintergrund (Bild: Dorian Cols, Wikimedia, CC)

Die Natur zeigt sich hier von ihrer abwechslungsreichen und faszinierenden Seite, denn wer hier auf die Details achtet, der entdeckt silbrig-graue, verkrüppelte Äste, die zusätzlich von Wind und Sand abgeschliffen sind. Gleichzeitig entdecke ich immer wieder blitzförmig gezackte Risse in den Lavasteinen, die bis zum beliebtesten Fotomotiv in diesem Areal reichen. Endlich bin ich angekommen und versuche mir einen Freiraum zum Fotografieren zu verschaffen. Das ist gar nicht so einfach, denn hier am „Dedo de Dios“, dem „Finger Gottes“, tummeln sich eine Menge Touristen und geniessen ebenso wie ich den Blick ins Tal und die Atmosphäre rundherum.



Da ich keine Sondergenehmigung der Nationalparkverwaltung des Pico de Teide vorweisen kann, darf ich nicht direkt bis hoch zum Krater des Vulkans. Doch der Aufstieg über den serpentinenreichen Schotterweg dauert mit knapp vier Stunden ohnehin lang genug, sodass ich lieber die Richtung zur Schutzhütte einschlage. Diese heisst Alta Vista und liegt auf einer Höhe von 3250 Metern, wobei man eigentlich sogar übernachten könnte.

Pico de Teide mit der markanten Felsnadel Roque Chinchado (Bild: Wladyslaw, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Pico de Teide mit der markanten Felsnadel Roque Chinchado (Bild: Wladyslaw, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Doch ich entscheide mich für eine kurze Rast und mache mich dann auf den Weg zur Eishöhle „Cueva del Hielo“. Hier finden sich sogar bei sommerlichen Temperaturen Eiszapfen an den Wänden der knapp 50 Meter langen Gänge. Auch der immer zugefrorene See beeindruckt mich mit seiner farbenreichen Optik.



Für den Rückweg habe ich die Route gewählt, die an der Sternenwarte vorbei in Richtung La Laguna führt. Schnell bin ich wieder bei der Baumgrenze angelangt und muss mich immer noch mit eingeschränkter Aussicht aufs Meer begnügen. Denn dicke Wolken haben sich irgendwie in den Kiefernwäldern eingenistet und schaffen zwar eine besondere Atmosphäre, doch der Blick auf den Atlantik bleibt so verwehrt.

Die Wolken am Pico de Teide verwehren den Blick auf den Atlantik. (Bild: Wouter Hagens, Wikimedia, CC)

Die Wolken am Pico de Teide verwehren den Blick auf den Atlantik. (Bild: Wouter Hagens, Wikimedia, CC)

Das Anaga-Gebirge als weiteres Highlight meiner Wanderferien

Am nächsten Tag meines Aufenthaltes mache ich mich in den äussersten Nordosten der Insel auf. Knapp zwei Autostunden von Puerto de la Cruz entfernt liegt das Anaga-Gebirge. Zu dessen Füssen befindet sich der Strand von Benijo. Die Strasse hierher ist zwar eng und kurvenreich, doch auch ein lohnendes Ziel. Denn hier gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die es auch wert sind, kurze Pausen einzulegen und den Blick zu geniessen.

Plötzlich nach einer Kehre taucht Taganana etwas unterhalb der Strasse auf. Die bunten Häuser wirken fast wie auf den Bergrücken gewürfelt. An dessen Ausläufern branden die Wellen des Atlantik heran und hinterlassen Spuren in der mittlerweile gezeichneten Uferlandschaft. So spektakulär die Umgebung hier auch ist, von Badenden oder Sonnenhungrigen ist keine Spur zu sehen. Das liegt nur bedingt an den eher kühlen Wassertemperaturen, vielmehr an den gefährlichen Wellen.





Stürmischer Atlantik an den Roques de Anaga (Bild: Berthold Werner, Wikimedia, CC)

Stürmischer Atlantik an den Roques de Anaga (Bild: Berthold Werner, Wikimedia, CC)




Etwas weiter draussen entdecke ich Wellenreiter, die sich als wahre Gleichgewichtsspezialisten beweisen und offenbar wissen, wo sich scharfkantige Felsen unter der Wasseroberfläche verbergen. Denn irgendwie scheinen sie in Korridoren unterwegs zu sein. Rocque de las Bodegas, der Ort, der hinter diesem Strandabschnitt liegt, gilt als definitives Mekka für Wellenreiter. Nach kurzem Beobachten mache ich mich auf zu meinem nächsten Ziel, den Klippen von Benijo.

Damit habe ich den nordöstlichsten Punkt der Insel erreicht, zumindest mit dem Auto. Von hier geht es nur mehr zu Fuss weiter in die unberührte Natur des Anagagebirges. Doch zuerst mache ich mich auf, den Ort Benijo selbst zu erkunden. Hier gibt es kleinere Bars und Restaurants, die alle mit leckeren Köstlichkeiten und kulinarischen Genüssen locken. Doch ich suche die Bar El Fronton, denn hier bietet sich tatsächlich ein atemberaubender Blick auf die gesamte Nordostspitze Teneriffas.

 

Oberstes Bild: Pico de Teide und Los Roques (© Florian Siebeck, Wikimedia, CC)

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