Wie viele Flughäfen hat die Schweiz wirklich?

Die Schweiz wirkt auf der Landkarte klein, verfügt aber über ein erstaunlich dichtes Netz an Flugplätzen. Wer lediglich Zürich, Genf und Basel-Mulhouse kennt, sieht nur die Spitze des Eisbergs: Neben den drei Landesflughäfen gibt es elf Regionalflugplätze sowie zahlreiche Flugfelder und Heliports. Wie viele «Flughäfen» die Schweiz tatsächlich hat, hängt deshalb stark von der verwendeten Definition ab.

Im Alltag wird der Begriff Flughafen oft für jede grössere Anlage mit Start- und Landebahn verwendet. Luftfahrtrechtlich unterscheidet das Bundesamt für Zivilluftfahrt jedoch genauer. Flughäfen verfügen über eine Betriebskonzession, während Flugfelder mit einer Betriebsbewilligung geführt werden. Zu den konzessionierten Flughäfen zählen die Landes- und Regionalflughäfen. :chatgpt-content-reference{index=“0″}

Damit kommt die Schweiz auf insgesamt 14 Landes- und Regionalflughäfen: drei Landesflughäfen und elf Regionalflugplätze. Hinzu kommen Dutzende kleinere Flugfelder, Heliports und teilweise zivil mitgenutzte Militärflugplätze. Das erklärt, warum je nach Statistik ganz unterschiedliche Zahlen genannt werden.

Drei Flughäfen verbinden die Schweiz mit der Welt

Zürich, Genf und Basel-Mulhouse bilden das Rückgrat des internationalen Schweizer Luftverkehrs. Sie werden vom Bund als Landesflughäfen eingestuft und stellen die direkte Anbindung der Schweiz an den internationalen Verkehr sicher. :chatgpt-content-reference{index=“1″}

Der Flughafen Zürich ist das mit Abstand grösste Schweizer Luftfahrtdrehkreuz. Dahinter folgen Genf und der EuroAirport Basel-Mulhouse. Letzterer besitzt dabei eine Besonderheit: Er liegt vollständig auf französischem Staatsgebiet, erfüllt aber gleichzeitig eine zentrale Funktion für die Schweiz und wird zu den drei Landesflughäfen gezählt.

Wie gross die Konzentration auf diese drei Standorte ist, zeigt ein Blick auf die Passagierzahlen. Im Jahr 2025 kamen Zürich auf rund 32,6 Millionen, Genf auf knapp 17,85 Millionen und Basel-Mulhouse auf rund 9,63 Millionen Passagiere. Der Vergleich der grössten Schweizer Flughäfen zeigt den enormen Abstand zu den regionalen Standorten. :chatgpt-content-reference{index=“2″}

Elf Regionalflugplätze verteilen sich über das Land

Deutlich weniger bekannt ist die zweite Ebene des Schweizer Flughafennetzes. Das BAZL führt aktuell elf Regionalflugplätze: Bern-Belp, Birrfeld, Bressaucourt, Ecuvillens, Grenchen, La Chaux-de-Fonds-Les Eplatures, Lausanne-La Blécherette, Lugano-Agno, Samedan, Sion und St. Gallen-Altenrhein. :chatgpt-content-reference{index=“3″}

Ihre Aufgaben unterscheiden sich stark. Einige bedienen regelmässigen Linien- oder Ferienverkehr, andere sind vor allem für Geschäftsfliegerei, Ausbildung, Rettungsflüge oder den Flugsport wichtig.

Bern und St. Gallen-Altenrhein verfügen beispielsweise über kleinere kommerzielle Passagierangebote. Sion spielt neben der zivilen Luftfahrt auch für die Region Wallis eine bedeutende Rolle, während Samedan im Engadin wegen seiner Lage in den Alpen zu den speziellsten Flugplätzen Europas gehört.

Flughafen ist nicht gleich Flugplatz

Wer nach der Gesamtzahl aller Orte fragt, an denen in der Schweiz Flugzeuge starten und landen können, muss den Begriff deutlich erweitern. Neben den Landes- und Regionalflughäfen existiert eine grosse Zahl sogenannter Flugfelder.

Das BAZL definiert diese als private Flugplätze mit Betriebsbewilligung. Dazu gehören auch Heliports. Zusätzlich können Militärflugplätze teilweise zivil mitgenutzt werden. :chatgpt-content-reference{index=“4″}

Eine vom BAZL verwendete Übersicht weist drei Landesflughäfen, elf Regionalflugplätze, fünf zivil mitgenutzte Militärflugplätze, 44 Flugfelder und 25 Heliports aus. Diese Zahlen können sich mit Umnutzungen oder Bewilligungen verändern und sind deshalb nicht mit einer dauerhaft fixen Gesamtzahl gleichzusetzen. :chatgpt-content-reference{index=“5″}

Warum braucht ein kleines Land so viele Flugplätze?

Das dichte Netz hat historische und geografische Gründe. Die Schweiz besitzt starke regionale Wirtschaftszentren, grosse Gebirgsräume und international ausgerichtete Unternehmen. Dazu kommen Flugschulen, Rettungsorganisationen, Helikopterunternehmen und eine lange Tradition der Sport- und Privatfliegerei.

Ein Regionalflugplatz erfüllt deshalb nicht dieselben Aufgaben wie Zürich oder Genf. Während die grossen Flughäfen internationale Passagier- und Frachtströme abwickeln, können kleinere Anlagen für eine Region vor allem als Standort für Ausbildung, Business Aviation, Rettungseinsätze oder touristische Verbindungen wichtig sein.

Gerade darin liegt eine Besonderheit der Schweizer Luftfahrt: Das Netz besteht nicht nur aus wenigen grossen Flughäfen, sondern aus sehr unterschiedlichen Anlagen, die zusammen ein engmaschiges System bilden.

✈️ DIE SCHWEIZER FLUGHAFENLANDSCHAFT AUF EINEN BLICK

  • 3 Landesflughäfen: Zürich, Genf und Basel-Mulhouse.
  • 11 Regionalflugplätze: darunter Bern, Sion, Lugano, Samedan und St. Gallen-Altenrhein.
  • Zusätzlich bestehen zahlreiche Flugfelder, Heliports und teilweise zivil genutzte Militärflugplätze.
  • Wer nur von «Flughäfen» im rechtlichen Sinn spricht, kommt bei Landes- und Regionalflughäfen auf 14 Standorte.

Die Antwort lautet also: 14 – oder deutlich mehr

Auf die Frage «Wie viele Flughäfen hat die Schweiz?» gibt es deshalb zwei sinnvolle Antworten. Im engeren Sinn sind es 14 Landes- und Regionalflughäfen. Zählt man dagegen sämtliche zivilen Flugplätze, Flugfelder, Heliports und entsprechende Sonderanlagen dazu, wird das Netz erheblich grösser.

Für ein Land mit rund neun Millionen Einwohnern und vergleichsweise kleiner Fläche ist diese Dichte bemerkenswert. Sie zeigt, dass Schweizer Luftfahrt weit mehr bedeutet als nur Zürich, Genf und Basel.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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