Land der Schlösser und Burgen

01.03.2016 |  Von  |  Europa
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Land der Schlösser und Burgen
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Die Fränkische Schweiz, eine der ältesten deutschen Ferienregionen zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg, begeistert ihre Gäste mit über 35 mittelalterlichen Burgen und Schlössern, über 1.000 Höhlen und zahlreichen romantischen Mühlen in einem der grössten Naturparks Deutschlands.

Fernab von der Hektik der Grossstadt werden in der Mittelgebirgslandschaft viele verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung angeboten – von einem Ausflug in einen der Kletterparks über massgeschneiderte Themenwanderungen, Fahrrad- und Mountainbiketouren bis hin zu familienfreundlichen Aktivitäten. Als Region mit einer der höchsten Brauerei- und Brennereidichten weltweit steht die Fränkische Schweiz für einmalige Genusserlebnisse, die ihresgleichen vergeblich suchen.

Die 170 Burgen, Schlösser und Ruinen in der Fränkischen Schweiz laden zu einem Ausflug ins Mittelalter ein. Mit 10 Gemeinden ist die Region Teil der romantischen Burgenstrasse. Ausgeschilderte Rad- und Wanderwege weisen den Besuchern den Weg durch die Burgenlandschaft.

Lebendige Geschichte

35 der rund 170 Burgen und Schlösser sind heute noch bewohnt. Davon sind 11 auch für Besucher zugänglich und können besichtigt werden. Ob Burg Rabenstein, Burg Egloffstein oder Burg Waischenfeld, fast überall in der Region stösst man auf Überreste mittelalterlicher Geschichte, die auch heute noch ihren Platz im Leben der Einwohner und Besucher haben.

So zum Beispiel auf Burg Rabenstein. Hoch oben über dem Ailsbachtal steht vorn auf dem Felssporn die trutzige Burg wie früher zu Zeiten der Ritter und Edelleute. Die Burg Rabenstein liegt idyllisch im 64 Hektar grossen Naturparadies mit Sophienhöhle, Falknerei, Gutsschenke, Biergarten und romantischen Wald- und Wanderwegen. Schon Ludwig I. König von Bayern hat sich 1830 in der Gästeliste der Burg verewigt. Heute bietet sie mit 22 stilvollen Hotelzimmern Gästen Komfort und Behaglichkeit.

Tagsüber serviert die Gutsschenke fränkisch-bodenständige Küche und am Abend bietet das Burgrestaurant markgräfliche Gerichte. Burg-, Höhlenführungen und Falkenschau ziehen Jahr für Jahr unzählige Besucher in ihren Bann. Eine weitere Attraktion sind die Burgevents am Abend wie Murder Mystery Dinner, Konzerte in der Burg und in der kerzenbeleuchteten Sophienhöhle sowie die zweimal jährlich stattfindenden grossen Mittelaltermärkte im Aussengelände.


Schloss Seehof (Bild: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz)

Schloss Seehof (Bild: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz)


Romantische Schlösser

Neben dem rustikalen Charme der Burgen und Ruinen bestechen auch 15 Schlösser mit ihrer Schönheit. So zum Beispiel der beeindruckende Renaissancebau von Wiesenthau oder die Wasserburg Kunreuth aus dem Jahre 1390, die noch heute im Besitz des Egloffsteiner Adelsgeschlechts ist.

Über Schloss Greifenstein bei Heiligenstadt schrieb Joseph Heller schon 1829: „Dieses schön liegende Schloss ist im besten Stande erhalten, auf einem Felsenberg erbaut, und hat noch viel von seiner alterthümlichen Gestalt. Von den Zimmern geniesset man eine schöne und weite Aussicht in die Umgegend. Das Schloss ist auch wegen seiner Grösse und seines weissen Anstrichs in weiter Ferne zu erkennen…“ Auch heute noch ist Schloss Greifenstein eine in den Himmel ragende Sehenswürdigkeit, die, idyllisch über dem Weiler Neumühle bei Heiligenstadt residierend, dank ihres typisch weissen Anstrichs von fast allen hoch gelegenen Aussichtspunkten der Fränkischen Schweiz aus gesehen werden kann.


Schloss Greifenstein (Bild: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz /Trykowski)

Schloss Greifenstein (Bild: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz /Trykowski)


Von Rokoko bis Historismus

Einen besonders romantischen Namen trägt der Schlossbau bei Eckersdorf. „Schloss Fantasie“ wurde als Sommerresidenz für das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth erbaut. Das Markgrafenpaar sammelte auf einer einjährigen Italienreise viele Eindrücke, die sich später in der Gestaltung von Schloss Fantasie niederschlugen. Der Schlosspark ist von Elementen aus verschiedenen Stilphasen geprägt. Hier finden sich Spuren des Rokoko, der Empfindsamkeit, der Romantik und des Historismus.

Im Jahr 2000 wurde im Schlossgebäude das erste Gartenkunstmuseum Deutschlands eingerichtet. Der Park wird seit einigen Jahren in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Das Labyrinth wurde wieder angelegt, die mit Sandsteinmuscheln und Fabelwesen dekorierten Wasserkaskaden restauriert und die zum See hinzeigenden Südterrassen wieder mit Weinstöcken bepflanzt.


Schloss Eckersdorf (Bild: Gemeinde Eckersdorf)

Schloss Eckersdorf (Bild: Gemeinde Eckersdorf)


Deutsche Burgenstrasse

Mit zehn Gemeinden ist die Fränkische Schweiz ausserdem ein Teil der Deutschen Burgenstrasse zwischen Heilbronn und Prag. Hier befindet sich auch der deutschlandweit einzige Wanderweg entlang der traditionsreichen Ferienstrasse. Im Bereich der Fränkischen Schweiz beginnt sie in Forchheim, verläuft durch das Wiesenttal bis nach Pottenstein und weiter über Waischenfeld und Heiligenstadt nach Memmelsdorf. Ab Pretzfeld kann man sogar zwischen zwei Routen wählen. Auf beiden Wegen passieren die Besucher eindrucksvolle Burgen, Ruinen und Schlösser.



 

Artikel von: Tourismuszentral Fränkische Schweiz
Artikelbild: Burg Rabenstein (© Tourismuszentrale Fränkische Schweiz F. Haubner)

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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