Bukarest – das Paris des Ostens mitten in der Walachei

04.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Bukarest – das Paris des Ostens mitten in der Walachei
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Die Landeshauptstadt von Rumänien hat ihren Gästen insbesondere architektonisch viel zu bieten. Bauten vergangener Jahrhunderte bis hin zu modernen Prunkbauten und jungen Szenevierteln mit urigen Bars und mondänen Restaurants bestimmen das Stadtbild.

Bukarest, von der Dambovita durchflossen, bietet mit seinen Parks und Prachtbauten, seinen vielen Museen, Theatern, Festivals und Konzerten viel Abwechslung und Unterhaltung. Erwähnung findet die Stadt erstmalig im 15. Jahrhundert, als sie zum Fürstensitz des Vlad Tepes mit dem Beinamen Dracula wird und zum Zentrum der Walachei aufsteigt.

Curtea Veche – Wohnsitz des Vlad III in Bukarest (Bild: Mpescador, Wikimedia, CC)

Curtea Veche – Wohnsitz des Vlad III in Bukarest (Bild: Mpescador, Wikimedia, CC)

Curtea Veche und Lipscani

Im historischen Kern der Stadt liegt der ehemalige Fürstenhof des Vlad Tepes. Der mittelalterliche Bau ist heute ein Museum. Es bildet das Zentrum der Altstadt, die zweifelsohne zu den geheimnisvollsten und sehenswertesten Vierteln der Stadt zählt. Hier gibt es noch Kopfsteinpflaster, Kirchen und ein reges Nachtleben mit Restaurants, Cafés und Clubs.

Die „Strada Lipscani“ geht von der Curtea Veche aus und war im Mittelalter das bedeutendste Zentrum der Walachei. Benannt wurde das Viertel nach Händlern aus Leipzig. Heute haben sich in den engen Gassen, in denen einst die Zünfte streng getrennt angesiedelt waren, kleine Läden, Bars, Restaurants, Hotels und Cafés etabliert.

Strada Lipscani in Bukarest (Bild: CARPATHIANLAND, Wikimedia, CC)

Strada Lipscani in Bukarest (Bild: CARPATHIANLAND, Wikimedia, CC)

Palatul Parlamentului und Boulevard Unirii

Der Parlamentspalast, früher als „Haus des Volkes“ (Casa Poporului), ist neben dem Pentagon in Washington eines der grössten, wenn nicht das grösste Regierungsgebäude der Welt. Es symbolisiert den Grössenwahn des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu. 1989 fand hier die „Samtene Revolution“ statt, die zum Sturz von Ceausescu führte und den Weg zur Demokratie ebnete. Heute ist der Volkspalast gleichzeitig Mahnmal, Parlamentsgebäude und Sitz mehrerer Institutionen, Museen und des weltgrössten Konferenzzentrums.

Durch das Centre Civic führt der Boulevard Unirii, der erst nach der Revolution seinen ursprünglichen Namen, in Anlehnung an den berühmten Champs Elysees in Paris, zurückerhielt. Paradestück des Boulevards ist die Imitation des ‚L’Arc des Triomphe‘, errichtet zum unvergesslichen Ruhme der rumänischen Armee im 1. Weltkrieg.

Der Parlamentspalast in Bukarest (Bild: CARPATHIANLAND, Wikimedia, CC)

Der Parlamentspalast in Bukarest (Bild: CARPATHIANLAND, Wikimedia, CC)




Prachtboulevards und Parks



Ein absolutes Muss während eines Bukarest-Besuchs ist die Besichtigung der Calea Victoriei mit den eleganten Palästen der ehemaligen Adligen, der Villa des berühmten Komponisten Enescu und dem Rumänischen Atheneum, einem neoklassizistischen Rundbau, der als Konzertsaal dient und als das schönste Gebäude in ganz Bukarest gilt. Nicht vergessen werden sollte der Palatul Regal, der ehemalige Königspalast und heutiges Kunstmuseum.

Orte der Stille und Beschaulichkeit inmitten des pulsierenden Zentrums der Stadt sind der Botanische Garten und der Herastrau-Park mit seinem idyllischen See. Legendär sind die urigen Biergärten im Park und die guten Restaurants an der Nordseite. Ein Kleinod des Herastrau-Parks ist das Freilichtmuseum, in dem aus allen Teilen des Landes historische Bauernhäuser zusammengetragen und im Originalzustand neu errichtet wurden.

Shopping-Malls und kulinarische Freuden



Wer glaubt, die grössten Einkaufszentren der Welt zu kennen, war noch nicht in Rumäniens Hauptstadt. Was früher die Kirchen waren und für kurze Zeit die kommunistischen Protzbauten, sind heute die Shopping Malls der kapitalistischen Epoche. Gigantische Konsumtempel wie das Unirea Shoppingcenter am Unirea Markt oder die Bucharest Mall beeindrucken durch ihre Grösse und ihr Warenangebot.

Das grösste Einkaufserlebnis bietet die Sun Plaza im Süden der Stadt, mit integriertem Sportplatz, einem Kindergarten und 15 Kinosälen mit 3.000 Sitzplätzen. Wer es ursprünglicher mag, fährt an den Rand der Stadt auf einen der grossen Freiluftmärkte mit den Bezeichnungen „Europa“ und „Dragonul Rosu“, wo es neben frischem Obst und Gemüse alles gibt, was das Herz begehrt – und das zu unglaublich niedrigen Preisen.

Bukarest ist jedoch ebenso aufgrund der kulinarischen Gaumenfreuden, des würzigen Ursus-Bieres, der süssen Weine und des berühmten Pflaumenschnapses, der überall nach dem Essen gereicht wird, einen Besuch wert.

 

Oberstes Bild: Strada Lipscani war im Mittelalter das bedeutendste Zentrum der Walachei. (© CARPATHIANLAND, Wikimedia, CC)

Über Kirsten Schlier

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