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Chilenisches Patagonien, Teil 3: Unterwegs im Nationalpark Torres del Paine

14.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
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Chilenisches Patagonien, Teil 3: Unterwegs im Nationalpark Torres del Paine
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Für die Naturliebhaber und Fans von atemberaubenden Landschaften ist ein Besuch im Nationalpark Torres del Paine ein absolutes Muss. Der Park erstreckt sich zwischen der Bergkette der Anden und der patagonischen Steppe über eine Fläche von mehr als 181´000 Hektar. Hier findet man buchstäblich alles, was eines Wanderers Herz begehrt: Dichte Wälder, kristallklare Flüsse und beeindruckende Gletscher, die von Granitfelsen in den willkürlichsten Formen und Farben wie eingerahmt zu sein scheinen.

Die Berggruppe Torres del Paine ist Namensgeberin des gesamten Parks. Während „Torres“ auf Spanisch „Türme“ bedeutet, heisst „Paine“ in der Sprache der Tehuelche, der Ureinwohner Patagoniens, „blau“ und bezieht sich auf das Blau des Wassers, das hier überall – in den Flüssen, Seen und Gletschern – zu sehen ist.

Dies ist ein Reisebericht über Patagonien in drei Teilen:



Teil 1: Chilenisches Patagonien: Auf der Suche nach Abenteuern



Teil 2: Chilenisches Patagonien: Puerto Natales – die Schwelle zu den Anden



Teil 3: Chilenisches Patagonien: Unterwegs im Nationalpark Torres del Paine

Schild an der Einfahrt zum Nationalpark Torres del Paine (Bild: re-ality Steffen, Wikimedia, CC)

Schild an der Einfahrt zum Nationalpark Torres del Paine (Bild: re-ality Steffen, Wikimedia, CC)

Das Territorium des Parks ist sehr gut erschlossen, und es sind hier viele gut ausgeschilderte Rundwege für Wanderer und Radfahrer angelegt. Wenn man diesen Marschrouten folgt, wird man unweigerlich die Schätze dieses Biosphärenreservats entdecken. Der Rundweg „W“ ist der bekannteste unter allen, und heisst so, da er in Form dieses Buchstabens um das Bergmassiv del Paine verläuft. Wer für den langen Weg nicht so fit ist, kann kürzere Routen wählen, oder sich für eine Fahrt mit dem Fährboot auf einigen der schönsten Seen des Parks entscheiden.

Wir aber wollen dem Rundweg „W“ folgen. Hier unsere Entdeckungen:

Gletscher Grey

Der Gletscher Grey bildet den Höhepunkt des patagonischen Gletschergebiets Campo de Hielo Patagonia Sur. Der Wanderweg führt zur Aussichtsplattform am Ufer des gleichnamigen Sees, woher man einen grandiosen Ausblick geniessen kann. Den Mutigen steht nichts im Wege, um auf seine kapriziösen Eisformationen zu klettern und darauf zu wandern. Von der Seeseite her ist es möglich, sich dem Gletscher im Fährboot zu nähern oder sogar Kanufahrten unter den Eisschollen zu unternehmen.

Gletscher Grey, Nationalpark Torres del Paine (Bild: welsh boy from London, U.K., Wikimedia, CC)

Gletscher Grey, Nationalpark Torres del Paine (Bild: welsh boy from London, U.K., Wikimedia, CC)




Salto Grande

Die Seen Nordenskjold und Pehoé sind durch diesen spektakulären Wasserfall verbunden. Von hier hat man einen unvergesslichen Ausblick über das Tal Valle del Francés, den Gletscher Del Paine und das Bergmassiv Cuernos Del Paine. Die Vegetation hier ist so facettenreich, dass alle Flora-Liebhaber unweigerlich in Begeisterung geraten dürften.

Wasserfall Salto Grande, Nationalpark Torres del Paine (Bild: AnjieKay, Wikimedia, CC)

Wasserfall Salto Grande, Nationalpark Torres del Paine (Bild: AnjieKay, Wikimedia, CC)

Valle del Frances



Die Wanderer, die gut in Form sind, können diesem acht Kilometer langen Pfad folgen, der durch das Tal verläuft. Da der Schwierigkeitsgrad dieser Strecke ziemlich hoch ist, machen sich nicht alle auf den Weg durch das Tal. Doch die Mutigen und die Fitten werden durch die absolut überwältigenden Ausblicke auf die unberührte patagonische Landschaft belohnt.

See Pehoé

Der See liegt im Herzen des Nationalparks; ohne ihn gesehen zu haben, darf kein Besucher den Park verlassen. Ausserdem findet man hier ein nettes Gasthaus und einen Campingbereich. Am Campingplatz beginnt ein Pfad, der nach einer 45 Minuten langen Wanderung zum Cerro del Cóndor (Kondor-Hügel) führt. Der Hügel heisst so bildhaft, weil seine Hänge das Zuhause vieler dieser majestätischen Anden-Vögel sind.

Cuernos del Paine

Das charakteristische schwarze Gestein, das diese 2´000 Meter hohen Giganten krönt, ist der einzige Teil des hiesigen Gebirges, das während der Eiszeit vom Eis nicht bedeckt wurde. Das ist der Grund, warum heute so viele Farben in diesem Gebirgsmassiv vorkommen.

Tierwelt

Die Gegend um den See Sacramento muss unbedingt von allen Fauna-Liebhabern besucht werden. Relativ wenige Parkbesucher sind hier unterwegs, was erlaubt, rote Füchse, Flamingos und Herden von neugierigen Guanakos zu sehen.

Eine Herde Guanakos im Nationalpark Torres del Paine (Bild: Liam Quinn, Wikimedia, CC)

Eine Herde Guanakos im Nationalpark Torres del Paine (Bild: Liam Quinn, Wikimedia, CC)

Torres del Paine

Die Berggruppe Torres del Paine ist das Wahrzeichen des chilenischen Nationalparks. Die besten Aussichten über diese Granittürme bekommt man von der Seite der Laguna Azul (der Blauen Lagune). Man kann sie auch zu Fuss erreichen, wenn man dem Wanderweg folgt, der bei Las Torres anfängt und das Tal Valle del Asensio durchquert.

Berggruppe Torres del Paine – das Wahrzeichen des chilenischen Nationalparks (Bild: Noam Shany, Wikimedia, CC)

Berggruppe Torres del Paine – das Wahrzeichen des chilenischen Nationalparks (Bild: Noam Shany, Wikimedia, CC)

Valle del Asensio

Willkommen in einem Zauberwald! Der Weg durch den dichten jahrtausendealten Südbuchenwald im Tal des Flusses Asensio ist einer der Highlights der Route „W“. Ausserdem trifft man auf der Strecke keine grossen Steigungen und deswegen ist sie auch für weniger Sportliche leicht zu bewältigen.

Río de los Perros

Die Wanderung entlang dieses Flusses verläuft durch einen Urwald. Wenn man den Gletscher Los Perros und die Lagune hinter sich hat, kommt man zum Pass John Gardner in 1´300 Meter Höhe, wo sich den Augen der Wanderer ein unvergessliches Panorama über das patagonische Eis öffnet.

Im Park gibt es viele Bereiche, wo man campen oder in einer Hütte übernachten kann. Es gelten hier sehr strenge Naturschutzregeln. Bei Bedarf kann man sich immer an die Parkmitarbeiter wenden, denn innerhalb des Parks sind mehrere Verwaltungspunkte verstreut.

 

Oberstes Bild: Torres del Paine und See Grey (Bild: Negrorodrigo, Wikimedia, CC)

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Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.



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