Flusskreuzfahrten – was macht sie besonders?

07.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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Flusskreuzfahrten – was macht sie besonders?
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Kreuzfahrten generell liegen bei den Ferienansprüchen im Trend. Einen ganz besonderen Reiz dabei üben Flusskreuzfahrten aus, denn diese sind nicht nur sehr bequem und abwechslungsreich, sondern bieten auch eine besondere Gemütlichkeit an Bord.

Dabei geht es vor allem darum, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und sich einfach einmal nicht nach der Zeit zu richten.

Flusskreuzfahrtschiff „Michelangelo“ in Italien (Bild: Threecharlie, Wikimedia, CC)

Flusskreuzfahrtschiff „Michelangelo“ in Italien (Bild: Threecharlie, Wikimedia, CC)

Die Attraktivität von Flusskreuzfahrten ist für jedes Alter gegeben

Grundsätzlich liegt das Besondere von Flusskreuzfahrten – wie bei den anderen Cruises auch – einfach daran, dass man seine Unterkunft immer dabei hat. Kofferpacken gehört während der Reisedauer nicht zum Alltag, auch wenn man jeden Tag einen anderen Hafen erkundet. Wer vom Balkon seiner Kabine, vom Liegestuhl auf dem Sonnendeck oder aber von der Aussichtsterrasse des Bordrestaurants die vorbeiziehende Landschaft betrachtet, erlebt und geniesst meist einzigartige Momente.



Diese könnten unterschiedlicher nicht sein, reicht doch die Palette von segelnden Reihern über dösende Anglern am Ufer bis hin zu einsamen Gehöften hinter der Weidelandschaft. Von Zeit zu Zeit werden historische Städte besucht, wobei die Intervalle der Landgänge deutlich kürzer sind als etwa bei Hochseekreuzfahrten. Ob jung oder alt, auf einer Flusskreuzfahrt kann jeder so richtig entspannen und seine Ferien an Deck geniessen – ob am Pool, in einem Liegestuhl auf Deck oder in einem der grossen Gemeinschaftssäle beim Skat- oder Pokerspiel.





Flusskreuzfahrtschiff „Beethoven“ kurz nach dem Ablegen in Köln (Bild: Rolf Heinrich, Wikimedia, CC)

Flusskreuzfahrtschiff „Beethoven“ kurz nach dem Ablegen in Köln (Bild: Rolf Heinrich, Wikimedia, CC)

Beliebte Destinationen gibt es auf der ganzen Welt

Flusskreuzfahrten sind grundsätzlich auf jedem Kontinent möglich. In Europa sind es vor allem Rhein, Donau, Elbe, Po und Rhone. Seit 1992 der Main-Donau-Kanal eröffnet wurde, ist auch eine beliebte Route die komplette Fahrt von der Nordsee bis ins Schwarze Meer. Wer es exotischer mag, der ist mit einer Nilkreuzfahrt gut beraten. Gemütlich auf dem Fluss unterwegs, bieten die Landgänge viele Optionen, die Kulturdenkmäler des alten Ägyptens zu entdecken und erkunden.



Etwas ganz Besonderes ist eine Flusskreuzfahrt auf dem Mississippi in den USA. Allein die Optik des nostalgischen Raddampfers ist ein besonderes Erlebnis, wobei aber auch die abwechslungsreiche Tierwelt und der „american way of life“ die Flusskreuzfahrt zu einem besonderen Aufenthalt werden lassen. Südamerika hingegen lockt mit Fahrten durch den wilden Regenwald entlang des Amazonas und des Orinocos, wo besonders Mutige auf die Jagd nach Piranhas gehen können.

Die Donau ist der Klassiker für Flusskreuzfahrten

Wer entlang der Donau auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, befährt damit einen echten Klassiker der Wasserwege. Europas zweitlängster Fluss lädt zu einer Zeitreise in die Epoche der Habsburger ein, die man während des Aufenthalts in den herrlichen Städten Wien und Budapest nachempfinden kann. Die historischen Stätten reichen vom UNESCO Weltkulturerbe Stift Melk über das Lieblingsschloss von Kaiserin Sisi, Gödöllo nahe Budapest, bis zu Constanta am Schwarzen Meer.





Flusskreuzfahrtschiff „France“ auf der Donau (Bild: Roberto Verzo, Wikimedia, CC)

Flusskreuzfahrtschiff „France“ auf der Donau (Bild: Roberto Verzo, Wikimedia, CC)

Rhone und Saône lassen französisches Flair aufkommen

Wer an einer Rhone-Flusskreuzfahrt teilnimmt, der erlebt eine wunderschöne Provence mit blühenden Orangenbäumen und violetten Lavendelfeldern. Normalerweise ist der Ausgangspunkt dabei Lyon im Süden Frankreichs, wobei es sich lohnt, die drittgrösste Stadt Frankreichs und Heimat von Paul Bocuse auch selbst genauer in Augenschein zu nehmen. Die Route auf dem Schiff geht meist weiter nach Avignon und Arles, vorbei an prächtigen Schlössern und Weingütern. Als Geheimtipp sei hier erwähnt, dass sich ein Landausflug in die Camargue unbedingt lohnt, denn die atemberaubenden wilden Pferde und rosaroten Flamingos sind einfach einen Abstecher Wert.





Flusskreuzfahrtschiff „Van Gogh“ In Lyon (Bild: JaHoVil, Wikimedia, CC)

Flusskreuzfahrtschiff „Van Gogh“ In Lyon (Bild: JaHoVil, Wikimedia, CC)

Auch in Spanien lohnt sich eine Flusskreuzfahrt

Eine eher ruhige, aber nichts desto weniger erlebenswerte Flusskreuzfahrt kann entlang des Douro absolviert werden. Der drittlängste Fluss auf der iberischen Halbinsel bietet die Route von Porto bis an die spanische Grenze und führt dabei vorbei an steilen Schluchten und imposanten Wasserfällen. Ein Landausflug bringt den Reisenden Porto näher, die historische Altstadt gilt als absolut sehenswert. Auch ein Besuch der Hafenstadt Salamanca ist zu empfehlen.

Rhein und Mosel zeigen herrliche Umwelt

Wer eine Flusskreuzfahrt auf dem Rhein macht, ist für gewöhnlich acht Tage unterwegs, um die Strecke Basel nach Amsterdam auf dem Wasser zurückzulegen. Diese führt durch das obere Mittelrheintal, das seit Beginn des 21 Jahrhunderts zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und mit bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Loreley-Felsen oder aber der romantischen Burg Rheinstein aufwarten kann. Für die Landgänge bieten sich Sightseeing-Trips in Basel, Strassbourg, Köln oder Amsterdam an.

Loreley-Felsen am Rhein (Bild: Rolf Heinrich, Wikimedia, CC)

Loreley-Felsen am Rhein (Bild: Rolf Heinrich, Wikimedia, CC)

Auf dem Fluss mit zwei Rädern – ein neuer Trend

Wer eine ganz besondere Flusskreuzfahrt erleben möchte, der sollte einem sehr neuen Trend folgen. Die Rede ist von Fahrrad-Kreuzfahrten. Damit verbindet sich ein entspannter Aufenthalt an Bord, der nicht nur von konventionellen Landgängen unterbrochen wird, sondern von Ausflügen mit dem Fahrrad. Die täglich zurückzulegenden Strecken sind dabei zwischen 20 und 40 Kilometer lang, wobei alle auf tatsächlich ausgewiesenen Radwanderwegen zurückgelegt werden. Damit können Uferlandschaften und Natur-Sehenswürdigkeiten aus direkter Nähe und sehr intensiv wahrgenommen werden. Mittags erwartet die Teilnehmer der Radgruppe ein gedeckter Picknicktisch mit meist regionalen Köstlichkeiten aus der Umgebung, bevor man wieder zum Schiff zurückkehrt und sich verdientermassen auf das mehrgängige Abendessen an Bord freuen kann.

 

Oberstes Bild: © PHB.cz (Richard Semik) – shutterstock.com

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