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Prag – ein Besuch in der Goldenen Stadt

27.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Prag – ein Besuch in der Goldenen Stadt
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Die tschechische Hauptstadt ist bereits vielen Jahren eines der beliebtesten Ziele für Städtereisen auf dem europäischen Kontinent. Eine grosse Vergangenheit, die sich in bedeutenden historischen Bauten widerspiegelt, ein reiches Kulturangebot und eine bunte Musik- und Partyszene ziehen Besucher jeden Alters in die Moldau-Metropole.

Nicht zu vergessen sind auch die böhmische Küche und das Bier. Für beides gibt es zahllose gastronomische Lokalitäten. Prag ist ohne Zweifel die Metropole Tschechiens. 1,2 Millionen Menschen leben hier – das bedeutet jeder achte Tscheche. Wer das Land kennenlernen will, ist hier immer richtig.



Die Goldene Stadt Prag (Bild: Julian Nitzsche  / pixelio.de)

Die Goldene Stadt Prag (Bild: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Mit Europa verwoben

Die Bezeichnung ‚Goldene Stadt‘ geht auf Kaiser Karl IV. zurück. Der Herrscher des Heiligen Römischen Reiches erkor im 14. Jahrhundert Prag zu seiner Residenz. Er setzte damit entscheidende Impulse für die Stadtentwicklung, die bis heute das Bild Prags prägen. Der Ausbau des Hradschin gehört ebenso dazu wie die Gründung der ersten Universität in Mitteleuropa.

Der Glanz dieser Zeit liess die Stadt als golden erscheinen. Die Geschichte Prags ist bis in die jüngste Zeit in vielfältiger Weise mit europäischer Historie verbunden. Der berühmte ‚Prager Fenstersturz‘ als Auslöser des Dreissigjährigen Krieges ist ebenso zu nennen wie der ‚Prager Frühling‘, ein erster Versuch zur Öffnung im kommunistischen Ostblock. Bis 1918 war Prag eine der bedeutendsten Metropolen der K.u.K-Monarchie. Ganze Stadtteile sind in dieser Zeit entstanden und erinnern mit ihrem barocken Gepräge oder zahlreichen Jugendstilbauten an die Habsburger-Herrschaft. Um 1900 bildete Prag einen Werkort für aufstrebende Literaten. Franz Kafka und Rainer Maria Rilke sind Beispiele für viele, die hier lebten und arbeiteten.





Fenstersturz zu Prag 1618, Gravüre von Johann Philipp Abelinus (Bild: Johann Philipp Abelinus, Wikimedia)

Fenstersturz zu Prag 1618, Gravüre von Johann Philipp Abelinus (Bild: Johann Philipp Abelinus, Wikimedia)

Beiderseits der Moldau



Das touristische Interesse konzentriert sich heute vor allem auf die Innenstadt, die sich beiderseits der Moldau erstreckt und durch die berühmte Karlsbrücke, eines der Wahrzeichen der Stadt, verbunden wird. Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich sehr gut fussläufig erreichen. Alleine ist man dabei allerdings nicht. Bei schönem Wetter und in beliebten Reisezeiten herrscht ein buntes Besuchergewimmel aus aller Herren Länder.

Der Hradschin: Burg und Veitsdom

Zwei markante Orte bilden Höhepunkte einer Prager Stadtbesichtigung: die Prager Burg und der Altstädter Ring. Die Prager Burg steht wie kein anderer Ort der Stadt für weltliche und geistliche Herrschaft in diesem Teil Europas. Der tschechische Staatspräsident hat folgerichtig hier heute seinen Sitz.

Auf einem Berg, dem Hradschin, gelegen, sind die Paläste der Burg und der mächtige Veitsdom für die Silhouette Prags bestimmend. Vom Berg bieten sich phantastische Panorama-Blicke auf die Metropole. Der Hradschin ist aber selbst ein Blickfang, der sich von vielen Punkten der Stadt aus bietet. Die Bauten der Prager Burg umfassen fast alle Stilepochen, von der Romanik über Gotik und Renaissance bis zum Barock.

Der gotische Veitsdom mit seinem charakteristischen Turm wirkt dabei wie quer hineingestellt. Prächtige ehemalige Adelspalais, die sich an die Burg anschliessen, runden das Bauensemble ab. Das Viertel zu Füssen des Hradschin wird Kleinseite genannt und ist stark barock geprägt.

Blick auf den Hradschin mit Burg, Prag (Bild: Stefan Bauer, Wikimedia, CC)

Blick auf den Hradschin mit Burg, Prag (Bild: Stefan Bauer, Wikimedia, CC)




Rund um den Altstädter Ring

Von hier aus erschliesst sich Besuchern nach Überquerung der Karlsbrücke die historische Altstadt. In ihrer Mitte liegt als zentraler Platz der Altstädter Ring. Die Türme des Altstädter Rathauses mit seiner berühmten Aposteluhr und der gotischen Teynkirche bestimmen das Bild. Auf dem Platz erhebt sich das eindrucksvolle Hus-Denkmal, ein Symbol tschechischen Nationalbewusstseins.

In den Strassen rund um den Altstädter Ring finden sich zahlreiche schöne Bauten aus unterschiedlichen Epochen. Lohnend ist auch ein Besuch der angrenzenden Josefstadt. Hier lässt sich der reichhaltigen jüdischen Geschichte Prags nachspüren. Jahrhundertealte Synagogen und der alte jüdische Friedhof zeugen davon. Die Altstadt wird von der Prager Neustadt umschlossen.

Der alte jüdische Friedhof in Prag (Bild: Andreas Praefcke, Wikimedia, CC)

Der alte jüdische Friedhof in Prag (Bild: Andreas Praefcke, Wikimedia, CC)

Anders als der Name vermuten lässt, ist auch dieses Viertel alt. Es geht in seiner Grundanlage auf das 14. Jahrhundert zurück und bietet zahlreiche interessante Kirchenbauten. Zentrale Plätze sind der Karlsplatz und der Wenzelsplatz. Letzterer erinnert mit seinen Geschäften eher an einen eleganten Boulevard als an einen Platz. Der Wenzelsplatz war in der Vergangenheit Schauplatz bedeutender politischer Demonstrationen und Ereignisse.

Rund um den Altstädter Ring (Bild: Sokoljan, Wikimedia, CC)

Rund um den Altstädter Ring (Bild: Sokoljan, Wikimedia, CC)

Kunst und Kultur für vielseitig Interessierte

Kunst- und Kulturinteressierten bietet Prag ein schier unüberschaubares Spektrum an Möglichkeiten. Neben einer weitgefächerten Museumslandschaft – beispielhaft seien das Nationalmuseum am Wenzelsplatz oder die Nationalgalerie im Palais Schwarzenberg genannt – kommen hier vor allem Theater- und Musikfreunde auf ihre Kosten. Die tschechische Philharmonie hat internationalen Ruf. Nationaltheater, Staatsoper, Rudolfinum und Ständetheater sind herausragende Schauspielhäuser. Typische Prager Einrichtungen bilden die Laterna Magika (avantgardistisches Theater) und das Schwarze Theater (Pantomime).

Nationalmuseum am Wenzelsplatz in Prag (Bild: che, Wikimedia, CC)

Nationalmuseum am Wenzelsplatz in Prag (Bild: che, Wikimedia, CC)

Bunt: das Prager Nachtleben



Prag ist auch eine junge Stadt. Von daher überrascht es nicht, dass das Nachtleben recht ausgeprägt ist. Vor allem im Stadtviertel Zizkov haben sich viele Bars, Clubs, Kneipen und Diskotheken angesiedelt. Abwechslung nach einem anstrengenden Besichtigungsprogramm finden Besucher nicht nur hier, sondern in vielen anderen Teilen der Stadt.

Prag gilt als eine Stadt des Jazz. Er wird in zahlreichen Jazz-Clubs gepflegt. Aber auch für jede andere Musikrichtung jenseits ernster Unterhaltung hat die Stadt an der Moldau Passendes parat. Ein Prag-Besuch bietet daher viele Eindrücke und Möglichkeiten. Langeweile steht dabei nicht auf dem Programm.

Text: Stephan Gerhard

 

Oberstes Bild: Stadt Prag (Bild: Petritap, Wikimedia)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.



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