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Usedom – ein Highlight der Ostsee

14.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Usedom – ein Highlight der Ostsee
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Nach der Wende entdeckten auch westdeutsche Urlauber die Ostseeinseln als Ferienparadies. Die meisten von ihnen zog es nach Rügen. Usedom war eher ein Geheimtipp für Erholungsbedürftige, die Natur und Ruhe suchen – doch „geheim“ sind die Reize der Insel mittlerweile lange nicht mehr.

Zwar galt diese Perle in der Ostsee mit den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck schon immer als „Badewanne“ Berlins. Dennoch stand Deutschlands zweitgrösste Insel lange Zeit im Schatten der grossen Schwester Rügen. Das sollte sich ändern, nachdem die Europäische Union ihre Ost-Erweiterung vollzog.

Jetzt hatte die polnische Grenze ihren Schrecken verloren. Man konnte zu Fuss – und bald auch ohne Passkontrolle – in den Ostteil der Insel spazieren. 1992 verliess die Sowjetarmee den Marinestützpunkt Swinoujscie. Nun fahren die Züge der Usedomer Bäderbahn nicht mehr nur bis Ahlbeck-Grenze, sondern direkt ins ehemalige Swinemünde.

Polen akzeptiert den Euro als Währung im Grenzgebiet. Dank des günstigen Wechselkurses locken Märkte, Cafés, Restaurants und Kurhotels mit preiswerten Angeboten zahlreiche Urlauber in den Ostteil der Insel.

Mündung der Swine in die Ostsee (Bild: Specjal b, Wikimedia, CC)

Mündung der Swine in die Ostsee (Bild: Specjal b, Wikimedia, CC)




Die UBB verbindet Deutschland mit Polen

Usedom liegt in der Pommerschen Bucht und misst rund 445 Quadratkilometer. Der Grossteil gehört zu Mecklenburg-Vorpommern, der östliche Anteil mit 72 Quadratkilometern zu Polen. Peenestrom und Stettiner Haff trennen die Insel vom Festland.

Wie ein roter Faden zieht sich das Schienennetz der Usedomer Bäder-Bahn vom deutschen Festland bis ins polnische Swinoujscie. Ausgangspunkt für Usedom-Reisende ist der Bahnhof von Wolgast. Nach den Haltepunkten Hafen und Wolgast-Fähre fahren die Züge über die Peene-Brücke nach Bannemin-Mölschow und Trassenheide bis Zinnowitz. An diesem Knotenpunkt teilt sich das Schienennetz. Linie 1 führt über die sogenannten Bernsteinbäder Zempin, Koserow, Loddin-Kölpinsee, Stubbenfelde und Ückerritz bis an den Schmollensee bei Neu-Pudagla. Dann geht es an der Küste entlang zu den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Endstation ist das ehemalige Swinemünde im polnischen Teil der Insel.

Die Linie 2 der UBB fährt von Zinnowitz über Trassenmoor und Karlshagen nach Peenemünde. Usedom ist verkehrstechnisch derart gut erschlossen, dass kein Auto für die Erkundung nötig ist. Alle interessanten Ausflugsziele sind bequem mit UBB oder Ostsee-Bus zu erreichen. Viele lassen sich per Rad oder zu Fuss erwandern. Dass man langsamer vorankommt, ist kein Nachteil. Wer auf der Insel Urlaub macht, sucht meist Erholung in der Natur abseits von Hektik und Stress.

Die 1.100 m lange Brücke der Bundesautobahn A20 über dem Tal der Peene bei Jarmen (Bild: Botaurus stellaris, Wikimedia)

Die 1.100 m lange Brücke der Bundesautobahn A20 über dem Tal der Peene bei Jarmen (Bild: Botaurus stellaris, Wikimedia)

Wellness, Kunst und Kultur

Schon Kaiser Wilhelm weilte hier mit seiner Familie zur Sommerfrische. Auf seine Vorliebe geht der Name „Dreikaiserbäder“ für die Grossgemeinde Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck zurück. Dort strahlen die Jugendstilvillen aus der Gründerzeit heute wieder im alten Glanz. Wer es weniger mondän mag, findet im Familienbad Trassenheide oder in den Bernsteinbädern die passende Unterkunft. Die Palette reicht vom Vier-Sterne-Hotel bis zur gemütlichen Pension.

Usedoms Strände zählen zu den saubersten an der Ostsee und werden regelmässig mit der „Blauen Flagge“ der Stiftung Umwelt ausgezeichnet. Die Dreikaiserbäder erhielten den Premium-Thalasso-Award des Europäischen Heilbäderverbandes für ihr therapeutisches Konzept basierend auf Salz und Sole. Das stark jodhaltige Meerwasser speist auch die Ostseetherme im Kurort Ahlbeck.

Die Insel zieht nicht nur Erholungssuchende magisch an. Kunstliebhaber können auf den Spuren des Expressionisten Lyonel Feininger wandeln oder das Atelier von Otto Niemeyer-Holstein besuchen. Der ehemalige Garten des Malers zeigt als Skulpturenpark heute die Werke zeitgenössischer Bildhauer. Höhepunkt im Veranstaltungskalender sind die Vineta-Festspiele in Zinnowitz.

Ahlbeck – der Fremdenverkehr ist ein bedeutender Wirtschaftszweig der Insel. (Bild: Sebastian Wallroth, Wikimedia)

Ahlbeck – der Fremdenverkehr ist ein bedeutender Wirtschaftszweig der Insel. (Bild: Sebastian Wallroth, Wikimedia)

Ein Paradies für Naturliebhaber und Wassersportler

Abseits der belebten Seebäder bieten stille Winkel Erholung und Ruhe. Usedomer Schweiz, Usedomer und Lieper Winkel laden zum Wandern oder Radfahren ein. In der Mellenthiner Heide bei Prätenow kann man im Wisentgehege die urtümlichen Rinder bestaunen. Ornithologen machen im Naturschutzgebiet Gothensee-Thurbruch faszinierende Beobachtungen der Vogelwelt. Der Gothensee liegt nur einen Katzensprung von Bansin entfernt. Vom nahen Buchfinksberg hat man einen herrlichen Blick auf Kaiserbäder und Naturschutzgebiet.



Wanderwege führen zum Schmollensee, ins malerische Fischerdorf Sellin und nach Sallenthin, wo der Sieben-Seen-Berg seinem Namen Ehre macht. Der 32 Meter „hohe“ Hügel mit Aussichtsturm erlaubt einen fantastischen Rundblick über sieben Gewässer: Schmollensee, Gothensee, Wolgastsee, Kachliner See, Schloonsee, Kleiner und Grosser Krebssee. Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht bis zum Achterwasser. Dieses von Peene und Ücker gespeiste Brackwasser ist ein Refugium für Seevögel und bietet wie die benachbarte Krumminer Wiek beste Voraussetzungen für einen Segeltörn.



Aber natürlich finden Wassersportler überall auf Usedom ideale Bedingungen für ihr Hobby. Wer noch lernen möchte, kann einen der zahlreichen Kurse in den Segel-, Surf- oder Tauchschulen buchen. Die meisten Sommerurlauber aber wollen nur eines: baden – und das nicht nur im Wasser, sondern auch in der Sonne.





Holländerwindmühle auf der Insel Usedom – im Hintergrund ist die Dorfkirche zu erkennen, dahinter der Schmollensee. (Bild: )

Holländerwindmühle auf der Insel Usedom – im Hintergrund ist die Dorfkirche zu erkennen, dahinter der Schmollensee. (Bild: Horst-schlaemma, Wikimedia, CC)

Usedom bietet mehr als Sonne, Strand und Meer

Die Ostseeinsel wird von der Sonne verwöhnt. Mit mehr als 2000 Stunden pro Jahr zählt Usedom zu den Orten, die deutschlandweit den meisten Sonnenschein geniessen. Doch auch an kühlen Regentagen kommt keine Langeweile auf. Naturfreunde besuchen die Schmetterlingsfarm in Trassenheide, die Heringsdorfer Naturerlebniswelt oder die Tauchgondel an der Zinnowitzer Seebrücke.



Wer ins Museum möchte, hat in Peenemünde die Wahl zwischen dem Historisch-technischen Informationszentrum, der Phänomenta und dem Spielzeug- oder Bettenmuseum. Im Kulturhof Bannemin-Mölschow geben Schauwerkstätten Einblick in traditionelle Handwerkstechniken wie Töpfern, Spinnen, Weben, Korbflechten und Schnitzen. Kinder sind vom Streichelzoo und der Modelleisenbahn in der alten Gutsanlage begeistert.

 

Oberstes Bild: Die Ostseeinsel Usedom (© Zeppelubil / Th. Haft / Torgau, Wikimedia, CC)

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