Die 10 schönsten Bahnhöfe der Welt

27.04.2020 |  Von  |  Alle Länder, News

Für Zugreisende sind Bahnhöfe, das erste, was Sie von einer neuen Stadt entdecken. Bei vielen Gebäuden lohnt es sich, nicht einfach hinauszueilen, sondern etwas genauer hinzuschauen.

Wir haben 10 der eindrucksvollsten Bahnhöfe der Welt für Sie zusammengestellt.

1. Bahnhof Antwerpen-Centraal, Belgien

Der Bahnhof Antwerpen-Centraal wurde im Jahr 1905 fertiggestellt. Das Bahnhofsgebäude bildet zusammen mit der eindrucksvollen Bahnsteighalle ein imposantes Ensemble. Während das Bahnhofsgebäude im Gründerzeitstil erbaut wurde, beeindruckt die Bahnsteighalle einer symmetrischen Konstruktion aus Glas und Stahl. Die Belgier bezeichnen den Bahnhof, in dem regelmässig Veranstaltungen stattfinden, als „Eisenbahnkathedrale“.


Prächtiges Gebäude im Gründerzeitstil. (Bild:Galina Savina – shutterstock)


2. Bahnhof Maputo, Mosambik

Der Bahnhof in der mosambikischen Hauptstadt Maputo zählt zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Da der Bahnhof weniger für den Zugverkehr genutzt wird, dient er zunehmend als Veranstaltungslocation. Erbaut wurde der Kopfbahnhof zwischen 1908 und 1910 an Stelle eines älteren Holzgebäudes. Architekten waren Alfredo Augusto Lisboa de Lima, Mário Veiga und Ferreira da Costa, es wird jedoch berichtet, dass angeblich Gustave Eiffel, der Erbauer des Pariser Eiffelturms, den Entwurf für den Bahnhof geliefert hat.


Eines der schönsten Gebäude Maputos. (Bild: Shams F Amir – shutterstock)


3. Dunedin Station, Neuseeland

An der neuseeländischen Ostküste liegt Dunedin Station. Mit seinen zahlreichen Verzierungen und Türmchen sieht das Gebäude im Zuckerbäckerstil einfach märchenhaft aus. Dunedin war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der grössten Wirtschaftsregionen des Landes, so herrschte auf dem Bahnhof stets Hochbetrieb. Inzwischen halten an dem einen Kilometer langen Bahnsteig nur noch Züge für Touristen.


Märchenhafter Zuckerbäckerstil. (Bild: Henner Damke – shutterstock)


4. Chhatrapati Shivaji Terminus, Mumbai, Indien

Erbaut im viktorianischen Stil mit indischen Einflüssen ist der Chhatrapati Shivaji Terminus, kurz Mumbai CST, Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Im Jahr 1887 wurde der Bahnhof als Viktoria Terminus, benannt nach Queen Victoria, eröffnet. Im Blickpunkt steht vor allem die 100 Meter hohe achteckige Kuppel, die sich eindrucksvoll über dem Haupteingang erhebt. Im Inneren gibt es vielfältige Verzierungen, Säulen und Bögen, die einen Blick wert sind. Mehr als drei Millionen Passagiere nutzen den Bahnhof täglich.


Indiens schönster Bahnhof bei Nacht. (Bild: Leonid Andronov – shutterstock)


5. Helsinki Hautptbahnhof, Finnland

Der Hauptbahnhof ist eines der markantesten Gebäude in der finnischen Hauptstadt. Die beiden Torwächterstatuen neben dem Haupteingang gelten als die Wahrzeichen Helsinkis. Eröffnet wurde der Bau im Art-Noveau-Stil des Architekten Eliel Saarinen im Jahr 1910. Die Fassade des eindrucksvollen Bauwerks besteht aus finnischem Granit. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Tunnel unterhalb des Bahnhofs angelegt, so dass sich über das weit verzweigte Netz verschiedene Passagen und Einkaufszentren erreicht werden können.


Eindrucksvolle Statuen bewachen den Bahnhof Helsinki. (Bild:Jule_Berlin – shutterstock)


6. Grand Central Station, New York, USA

Die gigantische Haupthalle des New Yorker Bahnhofs im Beaux-Arts-Stil ist der Mittelpunkt des im Jahr 1913 eröffneten Bahnhofs. Ein Blick nach oben lohnt sich, denn unter der Kuppel sind die zwölf Sternbilder sowie rund 2’500 beleuchtete Sterne zu sehen. Highlight ist die vierseitige goldene Uhr im Zentrum der Halle, die als beliebter Treffpunkt der New Yorker dient. Mit der Tiffany Clock, die Sie von der 42nd Street und der Park Avenue am besten sehen können, gibt es eine zweite weltbekannte Uhr, die mit einem Durchmesser von knapp vier Metern eines der grössten Tiffany-Kunstwerke der Welt ist.



7. Hua Hin Railway Station, Thailand

Der Bahnhof von Hua Hin gilt als schönstes Bahnhofsgebäude in Thailand. Gelegen an der Strecke zwischen Bangkok und Singapur wurde der Bahnhof im Jahr 1921 errichtet. Hua Hin diente ist der königlichen thailändischen Familie als Badeort.  Die Anreise erfolgte mit der Bahn, daher wurde mit der Hua Hin Station im Jahr 1920 ein repräsentatives Bahnhofsgebäude errichtet. Eigens für die königliche Familie gab es einen Pavillion, der als Warteraum diente.


Königlicher Warteraum am Bahnhof von Hua Hin. (Bild: Kaban-Sila -shutterstock)


8. Bahnhof Istanbul Sirkeci, Türkei

Der Sirkeci-Bahnhof befindet sich im europäischen Teil Istanbuls. Bekannt ist der Bahnhof, dessen Bau im Jahr 1888 startete, vor allem als Endstation des Orient-Expresses. Entworfen wurde der prächtige Bau im Stil des europäischen Orientalismus vom preussischen Architekten August Jachmund. Die Grundfläche des Gebäudes umfasst rund 1’200 Quadratmeter, damit handelte es sich um eines der grössten Bauten dieser Zeit. Als besonders innovativ galten damals die Gasbeleuchtung und die Winterheizung.


Endstation des Orient Express. (Bild:Juan Aunion – shutterstock)


9. Bahnhof Kanazawa, Japan

Der Bahnhof Kanazawa beeindruckt mit einer Kombination aus japanischer Baukunst und modernen Elementen. Das Eingangsportal aus Holz wurde traditionellen Trommeln nachempfunden. Dahinter erhebt sich eine gigantische Kuppel aus Glas und Stahl. Vom Bahnhof aus gelangen Reisende mit dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen in knapp zweieinhalb Stunden nach Tokio.


Eindrucksvolles Trommeltor. (Bild: Richie Chan – shutterstock)


10. Bahnhof Madrid Atocha, Spanien

Der Bahnhof der spanischen Hauptstadt Madrid bietet eine eindrucksvolle Bahnhofshalle mit einem Dach aus Stahl und Glas. Errichtet wurde das Gebäude zwischen 1888 und 1892. Im Inneren der Halle befindet sich ein tropischer Palmengarten, der dem Bahnhof ein einmaliges Flair verleiht. Die Wartehalle dient mit kleinen Shops und Cafés inzwischen als beliebter Treffpunkt.


Wartehalle des Bahnhofs Atocha. (Bild: dejan83 – shutterstock)


 

Titelbild: hu difeng – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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