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Etosha Nationalpark – Das grosse Schutzgebiet Namibias

15.08.2014 |  Von  |  Afrika, Alle Länder
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Etosha Nationalpark – Das grosse Schutzgebiet Namibias
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Mit über 22000 Quadratkilometern Fläche, der einzigartigen Landschaft und vor allem mit der sogenannten „Etosha-Pfanne“, einem ausgetrockneten See, ist der Etosha-Nationalpark eine der Hauptattraktionen Namibias. Der Name „Etosha“ bedeutet in der Bantu-Sprache Oshivambo so viel wie „grosser weisser Platz“.

Sie können den Etosha-Nationalpark entweder als Tagestour besuchen oder sich in einer der Unterkünfte am oder im Park niederlassen. Auf einer mehrtägigen Tour können Sie nicht nur weitere Teile des Parks erkunden, sondern haben auch die Chance, eine grössere Vielfalt von Tieren zu erblicken.

Die Pflanzenwelt des Parks

Neben den für Afrika als typisch angesehenen Akazien gibt es im Etosha-Nationalpark auch Dornengehölz, Balsamsträucher, Bergdatteln, wilde Feigen, einige Palmenarten, kleinere Büsche und Sträucher und einige Lang- und Kurzgräser. Diese unterschiedlichen Pflanzen sind in den verschiedenen Vegetationszonen des Parks anzutreffen. Insgesamt wird der Etosha-Nationalpark in acht Vegetationszonen aufgeteilt. Die Etosha-Pfanne mit ihren über 4700 Quadratmetern Fläche bildet mit der Salzwüste eine davon. Daneben gibt es auch noch Grasfelder, Savannen mit Kurzsträuchern, Dornbüschen und Bäumen sowie Trockenwälder und Inselberge.

Etosha-Pfanne in der Trockenzeit (Bild: Alchemist-hp, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Etosha-Pfanne in der Trockenzeit (Bild: Alchemist-hp, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)




Die Tierwelt des Parks



Da der Park nur über wenige Wasserstellen verfügt und einige davon künstlich angelegt sind, wurde auf der gesamten Fläche bisher nur eine Fischart nachgewiesen. Dem entgegen stehen aber über 100 Säugetierarten, zirka 350 Vogelarten, mehr als 100 Reptilienarten und etwa 16 Amphibienarten. Eine Besonderheit des Parks ist, dass es hier keine Flusspferde, Krokodile, Büffel und Wasserböcke gibt. Auch das ist dem eingeschränkten Wasserangebot zuzuschreiben. Die grösseren Arten, die Sie bei einer Fotosafari schon von weitem sehen können, sind Elefanten, Giraffen und Nashörner. Dazu kommen noch verschiedene Katzenarten, wie Löwen, Leoparden und Geparden.

Auch mehrere Hyänen- und Hundearten können Sie im Etosha-Nationalpark erblicken. Zudem bewohnen den Park zwei Arten von Zebras, über ein Dutzend Antilopenarten, vier Mangusten-Arten und einige andere, meist kleinere Tiere, zu denen auch Eichhörnchen und Klippschliefer gehören. Unter den vielen verschiedenen Vögeln finden Sie im Etosha-Nationalpark unter anderem einige Geier-Arten und mindestens ein halbes Dutzend unterschiedliche Adler-Arten. Auch andere Raub- und Greifvögel wie Habichte und Sperber sowie Milane und Falken erwarten Sie. Dazu kommen Reiher, Störche, Pelikane und Kraniche, Trappen, Tokos, Weber und Racken und mindestens eine Raben-Art.

Begegnung zwischen Spitzmaulnashorn und Giraffe im Etoscha Nationalpark, Namibia (Bild: Hans Stieglitz, Wikimedia, CC)

Begegnung zwischen Spitzmaulnashorn und Giraffe im Etoscha Nationalpark, Namibia (Bild: Hans Stieglitz, Wikimedia, CC)




Touristische Angebote im Etosha-Nationalpark

Den Etosha-Nationalpark können Sie über vier verschiedene Zugänge erreichen, die sich jeweils in den entsprechenden Himmelsrichtungen befinden. Im Osten befindet sich das Lindequist-Tor, im Westen das Otjovasandu-Tor, im Norden das Nehale IyaMpingana-Tor und im Süden das Anderssons-Tor. Das Gelände ist von einem Zaun umgeben, was andere Zugangsmöglichkeiten ausschliesst. Zu Fuss oder auf zweirädrigen Fahrzeugen ist der Park nicht zugänglich. Sie müssen über ein weitestgehend geschlossenes Fahrzeug verfügen. Sowohl an den Zugängen wie zum Beispiel am Ost-Tor mit seinen drei Lodges als auch innerhalb des Parks gibt es Unterkünfte und an den Strassen öffentliche Toiletten. Drei der fünf Unterkünfte innerhalb des Parks verfügen über Wasserlöcher, die in der Nacht beleuchtet werden.

Etosha-Nationalpark in Namibia – Tafel mit Verhaltensregeln am Eingang (Bild: Alchemist-hp, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)

Etosha-Nationalpark in Namibia – Tafel mit Verhaltensregeln am Eingang (Bild: Alchemist-hp, Wikimedia, Lizenz Freie Kunst)




Angebote im Umland



Namibia ist kein sehr dicht besiedeltes Land und die Regionen rund um den Etosha-Nationalpark sind weitestgehend auch geschützte Naturgebiete oder private Reservate. Die Namibianische Hauptstadt Windhoek liegt mehrere hundert Kilometer südlich des Parks.

Die nächste grössere Ortschaft ist das östlich des Parks gelegene Tsumeb. Die alte Arbeiterstadt, die in der Vergangenheit vor allem Bergbauarbeiter beherbergte, bietet mit der katholischen St.-Barbara-Kirche ein Nationaldenkmal des Staates Namibia. In Tsumeb finden Sie für die An- und Abreise auch einen Flughafen sowie einen Bahnhof, der Verbindungen nach Windhoek, Walvis Bay und Swakopmund (beide an der Atlantikküste) anbietet. In Tsumeb finden Sie überdies auch weitere Sehenswürdigkeiten. Hierzu gehört ein Museum mit Ausstellungen zum Bergbau und den deutschen Kolonialbemühungen des letzten Jahrhunderts.

 

Oberstes Bild: Impala am Wasserloch im Etoscha Nationalpark, Namibia (© Anagoria, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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