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Fjordlandschaft an der Adria – die Bucht von Kotor

13.08.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Fjordlandschaft an der Adria – die Bucht von Kotor
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Normalerweise verbindet man Fjorde vor allem mit der Landschaft Norwegens. Es gibt aber auch in anderen Regionen tief ins Land eingeschnittene Meeresarme, die von steilen Felsen und Bergen umgeben sind und daher wie ein typischer Fjord wirken. Ein solcher Einschnitt ist die Bucht von Kotor in Montenegro.

Strategisch günstig gelegen



Die Bucht liegt an der dalamatisch-montenegrinischen Adriaküste und ist nach der Stadt Kotor benannt. Das Gebiet um die Bucht gehört fast ausschliesslich zu Montenegro, nur ein kleiner Landzipfel – die Halbinsel Prevlaka – am Eingang ist schon Teil Kroatiens. Hohe und steile Flanken des umgebenden Karstgebirges umsäumen den Fjord, der rund dreissig Kilometer tief ins Land einschneidet. Er setzt sich aus vier grösseren Einzelbecken zusammen, die durch Passagen miteinander verbunden sind.

Ihre strategisch günstige und windgeschützte Lage machte die Region bereits in der Antike zu einem interessanten Ort. Rund um die Bucht entstanden daher an geeigneten Plätzen Siedlungen und Befestigungen. Benannt ist sie nach der alten Handels- und Hafenstadt Kotor, die sich fast im hintersten Winkel des Fjordes verbirgt. Kotor ist uralt. Schon die alten Illyrer siedelten hier, bevor Griechen und Römer regierten. Später war die Stadt lange unabhängig, ehe Venezianer und Österreicher als Herrscher folgten. Bis 1918 war Kotor ein wichtiger Marinestützpunkt der Donaumonarchie an der Adria.

Festung Mamula, Montenegro (Bild: Hons084, Wkimedia, CC)

Festung Mamula, Montenegro (Bild: Hons084, Wkimedia, CC)




Alte Städte, Badevergnügen und Bergtouren



Kotor gehört seit 1979 wegen seiner Lage und der historischen, von der alten Stadtmauer noch umschlossenen Altstadt zum UNESCO-Weltkulterbe. Ihren Mittelpunkt bildet die romanische Sankt Tryphon-Kathedrale, die als schönster Sakralbau Montenegros gilt. Noch älter als Kotor ist Risan, das sich an einem anderen Ende des gleichen Fjordbeckens befindet. Der Ort ist vor allem wegen seiner Strände bei Touristen beliebt und wird gerne als Ausgangspunkt für Bergtouren in das nahe Orjen-Gebirge genutzt, das die Bucht überragt. Ein pittoresker kleiner Ort zwischen Risan und Kotor ist das venezianische geprägte Perast, einst Ruhesitz wohlhabender Kapitäne. Zum Bild der Bucht von Kotor gehören auch die beiden Inseln Gospa od krpjela und Sveti Dorde vor der Küste von Perast. Mit ihrer Kirche bzw. einem alten Benediktinerkloster bilden sie zwei markante Punkte.

Als Zentrum des Tourismus in der Region hat sich die Stadt Herceg Novi am Eingang der Bucht entwickelt. Die Stadt wird dabei sowohl von Kurgästen, die wegen des leicht radioaktiven Meeresschlamms hierherkommen, als auch von Sommerurlaubern aufgesucht. Wenn man Massentourismus liebt, kommt man hier ans Ziel. Trotzdem bietet Herceg Novi mit seiner malerischen terrassenförmigen Anlage, seiner Umgebung und seiner schönen Altstadt ein lohnenswertes Ziel. Drei Forts und trutzige Mauern umgeben das historische Zentrum. Gute Bademöglichkeiten bieten die östlich gelegenen Orte Meljine, Zelenika und Bijela.

Sankt-Tryphon-Kathedrale – das schönste Sakralbau Montenegros. (Bild: Eutrope, Wikimedia, CC)

Sankt-Tryphon-Kathedrale – das schönste Sakralbau Montenegros. (Bild: Eutrope, Wikimedia, CC)

Luxusurlaub im Kommen

Ein mondäner Ort verspricht dagegen Tivat zu werden. Der Ort liegt am Fusse des von zahlreichen Wild- und Sturzbächen geprägten Vrmac-Gebirges. Unter dem Namen Porto Montenegro ist in Tivat in den letzten Jahren eine Luxusyacht-Marina entstanden, die Urlaubern mit entsprechendem Geldbeutel allen Komfort bietet. Ihr Auf- und Ausbau ist noch nicht zu Ende. Unmittelbar vor Tivat erstreckt sich die üppig begrünte Blumeninsel in die Bucht hinein. In der Nähe des Ortes liegt auch der gleichnamige internationale Flughafen, der in den Sommermonaten vor allem von Charterfliegern zum Urlaubertransport genutzt wird.

Lepetane, Tivat, Montenegro (Bild: Hons084, Wkimedia, CC)

Lepetane, Tivat, Montenegro (Bild: Hons084, Wkimedia, CC)




Von Festungen bewacht



Der Eingang zur Bucht wird von zwei Festungen bewacht. Der Festung Mamula auf der gleichnamigen Insel und der schon auf kroatischem Gebiet liegenden Feste auf der Halbinsel Prevlaka. Die Festung Mamula hat wegen ihrer zeitweisen Nutzung als Gefängnis einen düsteren Ruf. Beide Bauten machen die einstige militärische Bedeutung der Bucht von Kotor deutlich. Heutige Reisende muss das nicht bekümmern. Sie können die natürliche Schönheit der Gegend und seiner alten Städte geniessen.

 

Oberstes Bild: Fjordlandschaft an der Adria – die Bucht von Kotor (© Janusz Recław, Wikimedia, GNU)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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