Sirmione – am südlichsten Punkt des Gardasees

05.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Sirmione – am südlichsten Punkt des Gardasees
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Dort, wo der Gardasee endgültig seine Begrenzung durch die Berglandschaft des Trentino verlässt und sich zur weiten Po-Ebene hin öffnet, liegt Sirmione, einer der schönsten Orte der Region. Spätestens hier macht sich mediterrane Atmosphäre breit, bis ins altehrwürdige Verona mit seinen berühmten Opernfestspielen ist es nicht mehr weit. In Sirmione befindet man sich bereits auf dem Boden der Lombardei, nahe zum benachbarten Venetien.

Die Lage des Städtchens ist einzigartig. Auf einer schmalen Halbinsel, die weit in den See hinausragt, erstreckt sich Sirmione auf den drei Hügeln Cortine, San Pietro in Mavino und den sogenannten Grotten des Catull. Enge Gassen, alte Plätze, Villen in malerischen Gärten und antike Ruinen gehören zum wunderschönen Ortsbild. An vielen Stellen öffnet sich der Blick zum Gardasee, der Sirmione von drei Seiten umgibt.

An einem Bauwerk kommt niemand vorbei. Wer die Stadt betritt, passiert die mächtige Scaligerburg mit ihren hohen Türmen und Zinnen, eine auch heute einschüchternd wirkende mittelalterliche Feste, die die Stadt und den direkt daneben angelegten Hafen bewacht. Das Veroneser Geschlecht della Scala hat den Bau zum Schutz der Stadt und als Machtdemonstration errichtet. Nicht immer waren die Zeiten in Sirmione so friedlich wie heute.



Lieblingsort Catulls



Die Besiedlung der Halbinsel reicht jedoch viel weiter zurück. Schon die Römer schätzten den Ort. Der berühmte Dichter Catull verbrachte hier gerne Zeit. Die „Grotten des Catull“ verweisen auf den antiken Poeten. Es handelt sich dabei tatsächlich nicht um Grotten, sondern um Überreste einer römischen Villa auf dem besagten Hügel. Sie ist erst in nach-catullscher Zeit entstanden und muss einmal ein beeindruckender Komplex gewesen sein.

Die Grotten des Catull (Bild: David Blaikie, Wikimedia, CC)

Die Grotten des Catull (Bild: David Blaikie, Wikimedia, CC)

Ein Ort der Erholung

Sirmione lädt zum Bummeln und Verweilen ein. In den mittelalterlichen Gassen gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, schöne Antiquitätenläden und einladende Boutiquen. Sehenswert sind die beiden Kirchen Santa Maria Maggiore und San Pietro in Mavino. Letztere wirkt äusserlich unscheinbar, besitzt aber im Inneren wertvolle Fresken. Sirmione ist auch wegen seiner heissen Quellen als Kurort bekannt. Die „Thermalbäder des Catull“ unmittelbar am See werden unter anderem zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Rheumatismus eingesetzt.

Ein Catull-Zitat



Catull hat Sirmione in einem seiner Gesänge ein unübertroffenes Loblied gesungen. „O du, der Inseln und Halbinseln Augenstern … wie gerne kehre ich, wie fröhlich heim zu dir“, so lauten seine Zeilen, denen viele, die Sirmione besucht haben, sicher gerne zustimmen.

 

Oberstes Bild: Der Hafen von Sirmione (© Jakub Buza, Wikimedia, CC)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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