Moskau

Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Teil 3

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Platz 9: Delhi in Indien Laut Statistiken von 2011 leben in Delhi 11.007.835 Menschen, was die Metropole zur zweitgrössten Stadt Indiens nach Mumbai macht. Die indische Hauptstadt Neu-Delhi ist nur ein Teil der Metropole Delhi, die oft auch als Alt-Delhi bezeichnet wird. Die Geschichte Delhis geht auf das Jahr 1200 vor Christus zurück, als die Pandawas im heutigen Metropolengebiet die erste Stadt gründeten. Dieses Ereignis wurde im berühmten indischen Epos Mahabharata beschrieben und galt als Legende, bis die jüngsten archäologischen Forschungen die Tatsache bestätigten.

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Moskau – Stadt der goldenen Türme und der Macht

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Wirtschaftlich, politisch und kulturell gesehen ist Moskau das Zentrum Russlands. Das grösste Land der Erde weist viele verschiedene Regionen und Städte auf, die sich bestens als Reiseziel eignen. Auch in Moskau, der Hauptstadt des Landes, finden Sie eine Fülle an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen: Museen, Theater, über 300 Kirchen im Stadtgebiet, der Kreml und vieles mehr präsentieren sich Moskaus Besuchern. Die Gründungsgeschichte Moskaus reicht weit zurück. So stammen die ersten menschlichen Siedlungen, die vor Moskau an dessen Stelle entstanden, aus einer Zeit vor etwa 5000 Jahren. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Moskau im frühen Mittelalter, genauer gesagt im Jahre 1147.

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Den Sternen greifbar nah: Moskau und die Kosmonauten

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]25. Stock, Hotel Kosmos - und ein Gefühl, als könnte ich nach den Sternen greifen. Es ist Sommer in Moskau, und unten am Allrussischen Ausstellungszentrum wimmeln die Menschen wie Ameisen. Die Luft ist klar und erlaubt kilometerweite Sicht - über Kosmonauten-Museum, Sputnik-Denkmal und Park. Das Areal um die alten Pavillons aus Sowjetzeiten ist ein riesiger Rummelplatz, umsäumt von viel sattem Grün. Im Nordosten Moskaus am Prospekt Mira steht das gigantische 5-Sterne-Hotel Kosmos, eines der grössten Hotels Russlands und Europas. Davor grüsst Charles de Gaulle von seiner Säule in luftiger Höhe, denn ein französisch-sowjetrussisches Konsortium baute das Kosmos anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1980. Doch während die Hotelriesen Rossija und Intourist inzwischen gesprengt wurden, harrt das imposante Kosmos trotzig aus.

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Pereslawl Salesski: Auf der Entdeckungsreise durch die russische Provinz

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Genau im Zentrum der Stadt steht ein Kilometerstein, der die Entfernung von Moskau zeigt. Doch sind die angeschriebenen 140 Kilometer nur ein für die Kartographie wichtiges Kennzeichen, denn Pereslawl Salesski scheint im Vergleich zu dem de luxe-Moskau nicht nur aus einer anderen Welt, sondern auch aus einer anderen Zeit zu stammen. Ein eher netter als ungemein wichtiger Haltepunkt auf der Reise entlang des Goldenen Ring Russlands, süsse Provinz, wo die Relation Geschichte-Gegenwart eindeutig zugunsten der Geschichte ausfällt. Der für die Nicht-Russen schwierig auszusprechender Name Peresslavl Sallesski bedeutet „sehr ruhmreich hinter den Wäldern“. Den ersten Teil des Namens hat die Stadt zu Ehren der auch heute noch existierenden gleichnamigen Stadt in der Ukraine bekommen, und die Wälder werden wegen der stark bewaldeten Gegend nordöstlich von Moskau, inmitten der die Stadt liegt, erwähnt.

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Die Spielzeughauptstadt Sergijew Possad: Wir alle stammen aus der Kindheit

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Entstehung der Stadt Sergijew Possad ist im Wesentlichen dem Dreifaltigkeitskloster zu verdanken. Relativ kurz nach der Gründung des Klosters sind um die Klosteranlage zahlreiche Siedlungen entstanden; das rege religiöse Leben diente als Katalysator für das mittelalterliche Unternehmertum. Die Siedlungen rund um die Klosteranlage wuchsen so schnell, dass sie 1782 durch den Zarenerlass von Ekaterina II. der Grossen zur Stadt mit eigenem Stadtwappen erklärt wurden. Die Stadt erhielt den Namen Sergijew Possad: „Sergijew“  wurde vom Namen des Heiligen Sergius abgeleitet, und „Possad“ bedeutete im Altrussischen so viel wie „Handels-“ oder „Handwerkssiedlung“.  Das Dreifaltigkeitskloster entwickelte sich sehr schnell zu einem der bedeutsamsten Wallfahrtsorte in Russland. Tausende und Abertausende Pilger kamen jährlich, um sich vor den heiligen Gebeinen von Sergius zu verbeugen und anzubeten, und von den ehrwürdigen Klostervätern gesegnet zu werden. Natürlich brauchten all diese Erleuchtung Suchenden einen Schlafplatz und drei Malzeiten am Tag. So war Sergijew Possad seit dem Mittelalter eine richtig touristische Stadt mit vielen Gasthäusern und Speiselokalen.

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Dreifaltigkeits-Sergius-Lawra in Sergijew Possad: Der Vatikan des russisch-orthodoxen Glaubens

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Während mehrerer Jahrhunderte war die Lawra der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius eines der reichsten und mächtigsten Klöster in ganz Russland – Grundfeste des russisch-orthodoxen Glaubens, Zufluchtsort für die russische königliche Familie, Zentrum des Wissens und der Künste und nicht zuletzt ein äusserst erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen, das die Religion mit immer grösser werdendem Reichtum und Einflusskraft verband. Dank der Lawra wuchsen die einstmalig kleinen und unbedeutenden Dörfchen um die erste Holzkirche des Hochwürdigen Sergius zu einer bedeutenden Stadt der nordöstlichen Rus mit blühendem Handwerk und Handel. Kurz nach Sergius’ Tod wurde das Land um das Kloster wieder mal von Tataren überfallen. Die komplett aus Holz erbaute Dreieinigkeits-Kirche wurde niedergebrannt. Es flossen aber so viele Spenden ein, dass sowohl die Kirche als auch andere Gebäude schon nach wenigen Jahren in neuer Pracht aufgebaut werden konnten. 1422 wurde Sergius heiliggesprochen, was das Kloster zu einer bedeutenden Pilgerstätte machte. Über der Gruft des Heiligen Sergius wurde der Grundstein der Dreifaltigkeitskathedrale aus dem für die Epoche typischen weissen Stein gelegt. Im Inneren der Kathedrale haben Künstler wie Andrei Rubljow und Daniil Tschjornyj – Meister der Ikonenmalerei - geschaffen.

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Sergijew Possad: Sergius von Radonesch – der graue Kardinal der alten Rus

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Wenn man den Goldenen Ring entlang fährt, wird die erste Stadt, in der man unweigerlich halten wird, Sergijew Possad sein. Im Vergleich zu dem gigantisch grossen Moskau ist Sergijew Possad nicht mehr als ein kleiner Flecken. Und doch ist seine Rolle in der politischen und religiösen Geschichte Russlands so bedeutend gewesen, dass die Stadt jährlich Abertausende von Touristen lockt.   Die Geschichte von Sergijew Possad ist zutiefst und untrennbar mit der Lawra der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius – einem der wichtigsten Männerklöster in Moskauer Gebiet und ganz Russland –verbunden und beginnt, als die zwei Brüder und Mönche Sergius und Bartholomäus 1340 auf dem Hügel Makovez ihre Einsiedlerhütte, oder in diesem Fall Zweisiedlerhütte, bauten. Doch war die Einsamkeit weder für den einen noch für den anderen der vorherbestimmte Glaubensweg: Bartholomäus wurde es des Waldlebens zu viel, und er kehrte in das nahe liegende Moskau zurück. Sergius blieb auf dem einsamen Hügel, umspült vom malerischen Flüsschen Kontschura, allein und baute dort eine Holzkirche. Schon bald zogen zu ihm weitere Mönche, die nach Waldeinsamkeit suchten. Doch, anstatt Abgeschiedenheit zu finden, sahen sie sich plötzlich im Zentrum der aufregendsten politischen Wirbelstürme, die um Moskau kreisten.

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Der Goldene Ring Russlands, Teil 2: Auf der Reise durch die mittelalterliche Rus

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Der Goldene Ring ist in erster Linie die Gesamtheit der ältesten Städte der nordöstlichen Rus. Diese Orte waren in der Regel die Hauptstädte der Teilfürstentümer und standen miteinander nicht selten auf Kriegsfuss. Die Städte des Goldenen Rings sind zwischen dem 10. und dem 17. Jahrhundert entstanden und zum Teil älter als Moskau selbst. Mehr noch: Sie waren Zentren des Handels, weltlicher und vor allem religiöser Macht, als es die heutige russische Hauptstadt noch gar nicht gab. In der Gegenwart sind sie grössere oder kleinere, aber trotzdem Provinzstädte, die im Schatten des niemals schlafenden Multimillionen-Moskaus wie Relikte aus einer anderen Zeit zu sein scheinen. Aber in früheren Zeiten waren sie Schauplätze bedeutendster Ereignisse in der russischen Geschichte. Als Ausdruck von Macht und Reichtum wurden hier zahlreiche Klöster und Kirchen gebaut, die bis heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang des Goldenen Rings sind.

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Der Goldene Ring Russlands, Teil 1: Eine Rundreise durch die russische Geschichte

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Der Goldene Ring Russlands ist, wie der Name selbst sagt, ein echtes touristisches Juwel. Zu ihm gehören mehrere altrussische Städte im Nordosten von Moskau wie Wladimir, Susdal, Pereslav-Salesski, Rostow Weliki, Kostroma, Iwanowo, Sergiev Possad und Jaroslawl. Diese Liste ist keiner geschichtlichen Tradition entnommen oder nach irgendwelchen wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellt, sondern eine rein menschliche Erfindung. Die Geschichte, wie die Marschroute durch die Städte des alten Russlands entstand, ist ziemlich kurios, denn sie zeigt wieder mal die sympathischen und absurden Seiten des kommunistischen Russlands. In den fernen 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sprang der russische Journalist, Kunstgelehrte und Mann der Öffentlichkeit in Sachen Erhaltung des russischen Kulturerbes Jurij Bytschkow eines Tages in sein Auto und unternahm eine Reise durch acht Städte im Nordosten von Moskau. Als Haltepunkte seiner Tour suchte er die Orte aus, in denen sich aus seiner Sicht die meisten Sehenswürdigkeiten in puncto geschichtliche und kulturelle Wichtigkeit befanden. Sein Reiseplan sah dann folgendermassen aus: Moskau – Sergiev Possad (damals Sagorsk) – Pereslav-Salesski – Rostow – Jaroslawl – Kostroma – Iwanowo – Susdal – Wladimir – Moskau.

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Verkehr in Moskau: Rasen und im Stau stehen

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Eine Geschäftsreise nach Moskau: Toll und vielversprechend! Erwartungsvoll kommen wir aus dem Flughafengebäude heraus und treten unserem ersten tiefen Erlebnis entgegen – der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel.  

Aus dem Taxi vor uns springt ein energiegeladener und für 5 Uhr morgens etwas zu lebensfreudiger Taxifahrer raus. Sein Fahrzeug  vibriert von ohrenbetäubender Musik im Wageninneren.  Ruck zuck schmeisst er unser Gepäck in den Kofferraum. Jetzt müssen wir einsteigen, aber eine Spur verunsichert von so viel Dynamik  zögern wir fast. Und als ich dem Chef sage, dass der Fahrgast in Russland traditionsgemäss vorne neben dem Fahrer sitzt, lese ich in seinen Augen fast ängstliche Verwunderung.  Ok, erkläre ich ihm, man kann auch hinten sitzen, und besonders Frauen entscheiden sich für den Rücksitz. Die Männer setzen sich doch üblicherweise nach vorne: Erstens scheint es ihnen, dass sie so mehr Kontrolle über die Situation haben, und zweitens lassen sie den Taxifahrer sich nicht als Dienstpersonal fühlen.  Mit einem Ich-bin-ein-Mann-Gesichtsausdruck entscheidet er sich für den Beifahrersitz.

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Des Kremls verlorene Schätze: Zwei Türme - eine Geschichte

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Links und rechts vom Roten Platz stehen wie zwei schöne kunstvolle Klammern zwei Türme – der Erlöserturm und der Nikolausturm. Die Bauwerke sind einander nicht ähnlich, doch in ihrer Geschichte finden wir viele Parallelen. Die letzte davon ist das Schicksal zweier Ikonen, die sich über den Toren der beiden Türme befanden.  Der Moskauer Kreml wurde nach dem Muster einer Zitadelle errichtet. Kennzeichnend für ihn ist sein Befestigungskomplex, der aus den Begrenzungsmauern und 20 Türmen besteht. Der Erlöserturm mit der berühmten Turmuhr darauf ist der wichtigste davon. Er wurde 1491 während der Regierungszeit des Zaren Ivan III gebaut und erreichte nach einer späteren Ausbaustufe die Höhe von 71 Metern.  In diesem Turm befindet sich das Erlösertor - einst der Haupteingang zum Kreml – hier traten die Regimente den Abmarsch an und hier empfing man die ausländischen Botschafter.

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Hotel „Moskwa“: Verstehen kann man Russland nicht

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Dem grossen russischen Dichter Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew ist es einmal gelungen, das allgemeinbekannte Lebensaxiom seiner Heimat so treffend wie keinem anderen zu reimen: Verstehen kann man Russland nicht, / und auch nicht messen mit Verstand. / Es hat sein eigenes Gesicht. / Nur glauben kann man an das Land. Der kleine Vierzeiler hat den Autor unsterblich gemacht: Wenn man die Realien des russischen Lebens (Anmerkung am Rande: der historische Zeitpunkt spielt dabei keine Rolle) betrachtet, kann man ihn mehrmals am Tag zitieren.  Das Hotel „Moskwa“ ist eine im wahrsten Sinne des Wortes monumentale Illustration dieser Wahrheit.

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