Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Teil 4

19.12.2014 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Teil 4
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Platz 5: Karatschi in Pakistan

In Karatschi leben 13.052.000 Menschen. Kennzeichnend für Karatschi ist die relativ niedrige Bevölkerungsdichte, die zum Beispiel mit der von Berlin vergleichbar ist. Die Stadt erstreckt sich in Form von siedlungsartigen Wohngebieten über mehrere hundert Quadratkilometer. Bis 1959 war Karatschi die Hauptstadt Pakistans, bis es von Islamabad abgelöst wurde. Nichtsdestotrotz behielt die Stadt ihre wichtige Stellung als grösste Hafenstadt des Landes und Zentrum der Wirtschaft, Kultur und Bildung.



Die turbulente Geschichte der Stadt ist auch in der Gegenwart sehr präsent. Die ersten Siedlungen fand man hier schon zu den Zeiten Alexanders des Grossen. Besonders prägend für das Stadtbild erwies sich natürlich die britische Kolonialzeit. Karatschi war damals das Tor nach Indien. Ausserdem war die Gegend um Karatschi ein wichtiges Anbaugebiet von Baumwolle und Weizen.

Dies ist eine Artikelserie über die 20 grössten Stäte auf der Welt. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil1: Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Plätze 20 bis 15

Teil 2: Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Plätze 14 bis 10



Teil 3: Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Plätze 9 bis 6

Teil 4: Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Plätze 5 bis 1

Textilhändler in Karatschi (Bild: Greudin, Wikimedia, CC)

Textilhändler in Karatschi (Bild: Greudin, Wikimedia, CC)

Die politischen Unruhen, die seit der Erlangung der Unabhängigkeit besonders heftig geworden sind, erschüttern die Stadt mit erschreckender Regelmässigkeit. Im Zuge aller drei Indisch-Pakistanischen Kriege, aber auch der Unruhen in den Nachbarländern ist Karatschi ein Ort geworden, in dem eine grosse Zahl an Flüchtlingen eine neue Heimat fand. Zu den Problemen der nicht kontrollierbaren Überbevölkerung kommt die traurige Tatsache hinzu, dass es oft zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Ethnien oder Vertreter der rivalisierenden Glaubensrichtungen kommt.

Verkehr in Karatschi (Bild: Asianet-Pakistan / Shutterstock.com)

Verkehr in Karatschi (Bild: Asianet-Pakistan / Shutterstock.com)

Platz 4: Istanbul in der Türkei



Die einzige Metropole, die sich auf zwei Kontinenten zu beiden Seiten des Bosporus erstreckt, zählt 14.160.467 Einwohner und ist somit die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei. Die ausgezeichnete Lage an der Meeresenge, die das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer verbindet und zwei Kontinente trennt, war für Istanbul schicksalhaft.

Mehrere Weltreiche wählten es zur Hauptstadt. Die erste Siedlung namens Bysantion wurde hier 660 vor Christus von den Griechen gegründet und sie entwickelte sich schnell zu einer lebhaften Handelsstadt. 324 taufte der römische Kaiser Konstatin I die Stadt „Nova Roma“, durchgesetzt hat sich aber der Name Konstantinopel. Als Byzanz war die Stadt am Bosporus zur Hochburg der orthodoxen Religion geworden, die sich von der römisch-katholischen getrennt hatte. Und letztendlich, als das Stadtgebiet nach und nach vom Osmanischen Reich erobert wurde, erlangte die Stadt immer mehr als „Istanbul“ Bekanntheit.

Von all diesen Namen, die Istanbul im Laufe der Geschichte hatte, gibt einer seinen Charakter am genauesten wieder – Dersaâdet – „Pforte der Glückseligkeit“. Eine bunte Mischung der Epochen und Kulturen prägt das Stadtbild und macht Istanbul zu einem traumhaften Reiseziel.





Istanbul – die einzige Metropole, die sich auf zwei Kontinenten erstreckt. (Bild: muratart / Shutterstock.com)

Istanbul – die einzige Metropole, die sich auf zwei Kontinenten erstreckt. (Bild: muratart / Shutterstock.com)

Platz 3: Peking in China

In Anbetracht der jüngsten Weltgeschichte ist es nicht verwunderlich, dass es zwei chinesische Städte in die Top Drei der grössten Städte der Welt schaffen. In Peking, der chinesischen Hauptstadt, leben zurzeit 15.796.450 Menschen. Der asiatische Gigant ist nicht nur riesengross, sondern auch uralt. Seine Geschichte begann gegen um 1000 vor Christus und während seiner 3000 Jahre langen Geschichte hatte Peking fast immer den Titel der Hauptstadt inne. Aus dieser langen Tradition ergibt sich die führende Stellung Pekings als Zentrum der Politik und Wirtschaft.

Dank seiner beträchtlichen Geschichte beherbergt Peking heute ein unschätzbares Kulturerbe. Zahlreiche Museen und Theater sorgen für eine rege kulturelle Atmosphäre. Die Altstadt Pekings, der immense Tian’anmen-Platz und die Verbotene Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, sind für jeden Peking-Besucher ein Muss.

Peking bei Nacht (Bild: Sean Pavone / Shutterstock.com)

Peking bei Nacht (Bild: Sean Pavone / Shutterstock.com)

Platz 2: Schanghai in China

Und wieder China. In der chinesischen Millionenstadt haben 19.210.000 Menschen ihr Zuhause. Die Stadt liegt sehr günstig an der Mündung des Jangtsekiang in das Ostchinesische Meer, was Schanghai von Anbeginn seiner Geschichte zu einer Pforte im doppelten Sinne machte. Seine Lage direkt am Meer liess den Aussenhandel aufblühen. Heutzutage ist der Hafen Schanghais der grösste der Welt. Andererseits durchqueren Schanghai mehrere Flüsse und Kanäle und verbinden die Stadt mit dem chinesischen Inland.

Skyline von Schanghai (Bild: fuyu liu / Shutterstock.com)

Skyline von Schanghai (Bild: fuyu liu / Shutterstock.com)

Verschiedene Epochen durchlebte die Stadt, die alle ihre Spuren im Stadtbild hinterliessen: wichtige Handelsstadt während der Kolonialzeit, seit Ende des 19. Jahrhunderts Weltstadt, die alle Klassen der Abenteurer und Glücksritter angezogen hat. Infolge des japanisch-chinesischen Krieges wurde Schanghai verwüstet, und nach der kommunistischen Machtübernahme radikal umgestaltet. Seit Ende des 20. Jahrhundert durfte Schanghai seine Vorreiterrolle als Industrie- und Handelsstadt zurückhaben. Viele führende Unternehmen haben in Schanghai ihren Standort, was ein nicht aufzuhaltendes Bevölkerungswachstum zur Folge hat.

Platz 1: Mexiko-Stadt in Mexiko

Mit 21.179.000 Einwohnern ist Mexiko-Stadt die grösste Stadt der Erde. Die Geschichte der Stadt begann als die Azteken (die eigentlich „Méxica“ hiessen, woher auch der Name der Stadt kommt) auf einer Insel im Texcoco-See die erste Siedlung gründeten. Als Hernán Cortés zum ersten Mal die Stadt besuchte, war er verblüfft, wie hochentwickelt die Kultur und Baukunst der Azteken waren. Diese Tatsache hinderte ihn leider nicht daran, im Laufe der Conquista die Stadt fast völlig zu zerstören. Die nachfolgende spanische Herrschaft prägte das Stadtbild durch die Entstehung von zahlreichen Kirchen und Palästen.

Folklore-Tänze vor der Catedral Metropolitana in Mexiko-Stadt. (Bild: ChameleonsEye / Shutterstock.com)

Folklore-Tänze vor der Catedral Metropolitana in Mexiko-Stadt. (Bild: ChameleonsEye / Shutterstock.com)

Obwohl Mexico-Stadt in der tropischen Klimazone liegt, erfreuen sich die Einwohner eines relativ stabilen Wetters: Die Temperaturen steigen nur selten über 30°C oder fallen unter 20°C. Da die Stadt in einem von Bergen umgebenen Tal liegt, hat es mit einem ernsthaften Smog-Problem zu kämpfen, die Werte der Luftverschmutzung sind unter den schlechtesten auf der Erde.

Gleichzeitig ist Mexiko-Stadt das Zentrum der Wirtschaft, Industrie und Kultur und lebendige Metropole, Stadt der Museen, Theater und Universitäten.



 

Oberstes Bild: Mexiko-Stadt – die grösste Stadt der Erde. (© Gerardo Borbolla / Shutterstock.com)

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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