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Rund um den Gardasee, Teil 4: Die Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole

21.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Rund um den Gardasee, Teil 4: Die Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole
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Im vierten Teil des Reiseberichtes sind wir auf der Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole unterwegs. Die Uferstrasse verbindet Pescheria del Garda im Süden des Sees mit Riva del Garda auf der Nordseite. Auf dem etwa 40 Kilometer langen Teilstück der sogenannten Olivenriviera erwartet uns neben den typischen Skaligerburgen mit dem Monte Baldo einer der schönsten Gebirgszüge der Region.

Unterwegs in Torri del Benaco

Das 3000-Einwohner-Örtchen Torri del Benaco liegt dort, wo der Gardasee langsam an Breite zunimmt. Über der Altstadt erhebt sich eine der typischen Skaligerburgen – von oben bietet sich ein herrlicher Blick über den See. Die Burg beheimatet ein Museum, das über den Olivenanbau und die Fischerei in der Region informiert. Die engen Altstadtgassen und der idyllisch gelegene Hafen laden zum Verweilen ein – im Gegensatz zu den belebten Touristenorten herrscht hier eine geradezu beschauliche Ruhe. Vom Hafen aus verkehren regelmässig Fähren zum Westufer des Gardasees.

In diesem vierteiligen Bericht fahren wir auf den Uferstrassen einmal um den gesamten Gardasee und stellen die charmanten Orte rund um den See vor:

Teil 1: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Riva und Gargnano

Teil 2: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Toscolano Maderno und Desenzano

Teil 3: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale von Sirmione bis Garda

Teil 4: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole





Strände von Torri del Benaco (Bild: Pierre Bona, Wikimedia, GNU)

Strände von Torri del Benaco (Bild: Pierre Bona, Wikimedia, GNU)

Beschauliches Brenzone



Wir fahren auf der Gardesana Orientale weiter in die Gemeinde Brenzone, die sich aus 16 kleinen Dörfchen zusammensetzt. Verstreut liegen die kleinen Örtchen in den malerischen Olivenhainen. Castelletto ist der grösste Ort – wir unternehmen einen kleinen Rundgang durch den idyllischen Dorfkern, der nahezu ausgestorben wirkt. In der Gegend lässt sich herrlich wandern – wer mag, spaziert über die malerischen Wanderwege durch die Olivenhaine von einem Dörfchen ins andere.

Blick von Borago di Brenzone auf das südliche Ende des Gardasees (Bild: Chris9n, Wikimedia, CC)

Blick von Borago di Brenzone auf das südliche Ende des Gardasees (Bild: Chris9n, Wikimedia, CC)

Malerisches Malcesine



Als nächstes geht es nach Malcesine – die Stadtansicht des 3500-Einwohner-Ortes ist eine der berühmtesten des gesamten Gardasees. Die majestätische Skaligerburg, die erhaben über dem mittelalterlichen Städtchen thront, ist wirklich ein beeindruckender Anblick – wir zücken sofort den Fotoapparat! In den mittelalterlichen Gassen der Altstadt tummeln sich unzählige Touristen. Zwischendurch gelangen wir immer wieder zu hübschen, schattigen Plätzen. Die zinnenbewehrte Burg ist wirklich sehr sehenswert, zwei kleine Museen innerhalb des Gemäuers informieren über Flora und Fauna der Region.



Zwischendurch kommen wir am Goethe-Saal vorbei – während eines Aufenthaltes im Jahr 1786 wurde der Dichter hier fast verhaftet, weil er von den Venezianern für einen österreichischen Spion gehalten wurde. In der „Italienischen Reise“ berichtet Goethe von diesem aussergewöhnlichen Vorfall. Wir steigen weiter hinauf bis auf den zinnenumsäumten Burgturm, über dessen dicke Mauern hinweg wir einen herrlichen Blick auf den Monte Baldo und den See haben. Während unseres Aufstiegs kommt uns eine schottische Hochzeitsgesellschaft in traditionellen Kilts entgegen, auf dem Burgturm vor der herrlichen Kulisse können sich Hochzeitspaare ganz romantisch das Jawort geben.

Im kleinen Hafen schaukeln träge einige Fischerboote und grössere Yachten. Wir bummeln über die Uferpromenade, die sich in einer Landzunge in den See erstreckt. Hier gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten und Strände.





Malerisches Malcesine (Bild: Stefan Klövekorn  / pixelio.de)

Malerisches Malcesine (Bild: Stefan Klövekorn / pixelio.de)

Auf dem Monte Baldo

Nun soll es mit der Seilbahn hinauf auf den Monte Baldo gehen. Zu Fuss ist die Bergstation in etwa fünf Stunden erreicht, mit der Seilbahn geht es deutlich schneller. Die Talstation der Funivia Monte Baldo liegt direkt an der Gardesana und ist nicht zu verfehlen. In etwa zehn Minuten haben wir einen Höhenunterschied von etwa 1700 Metern überwunden – die sanft rotierenden Kabinen, die uns auf dem zweiten Abschnitt der Strecke erwarten, bieten einen unvergleichlichen Panoramablick in alle Richtungen. Für Wanderer und Pflanzenliebhaber ist das Gebirgsmassiv des Monte Baldo ein Paradies – unzählige Wanderwege durchziehen die Bergkette. Das Gebirge trennt das Ostufer des Gardasees vom Etschtal und beheimatet mehr als 600 unterschiedliche Pflanzenarten.

Auf dem Monte Baldo (Bild: Katzwiekatzkann, Wikimedia, CC)

Auf dem Monte Baldo (Bild: Katzwiekatzkann, Wikimedia, CC)

Letzte Station: Torbole

Nach unserem Zwischenstopp auf dem Monte Baldo brechen wir auf zur letzten Station unserer Reise und fahren nach Torbole. Genau heisst der Ort eigentlich Nargo-Torbole, doch Nargo ist weit weniger bekannt als Torbole. Nargo liegt auf einem ruhigen Felsenplateau über dem See, in Torbole herrscht jedoch immenser Trubel: Hier gibt es die beliebtesten Strände des Gardasees und vor allem Surfer fühlen sich hier sehr wohl. Wohin wir auch blicken: Geschäfte mit Surferzubehör und Surfbrettern säumen die Strassen. Bei einem Besuch am Strand muss man sich nicht einmal selbst in die Fluten stürzen: Es ist einfach herrlich, die Surfer vor der wunderbaren Kulisse zu beobachten! Ein kleiner Abstecher nach Nago zeigt uns, dass hier wirklich recht wenig los ist – einen schönen Blick auf den See und die Berge haben wir von hier oben auf jeden Fall!

Am alten Hafen von Torbole beenden wir unsere Gardasee-Rundfahrt, ein Zollhäuschen markiert den einstigen Verlauf der österreichisch-italienischen Grenze. Versonnen blicken wir noch einmal über den herrlichen See, der mit den umliegenden Bergen und dem azurblauen Himmel wirkt wie ein kleines Paradies. Das war sicher nicht unser letzter Aufenthalt!

 

Oberstes Bild: Malcesine am Gardasee (© Jakob Ehrhardt  / pixelio.de)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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