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Rund um den Gardasee, Teil 3: Die Gardesana Orientale von Sirmione bis Garda

21.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Rund um den Gardasee, Teil 3: Die Gardesana Orientale von Sirmione bis Garda
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Der dritte Abschnitt unseres Berichts führt uns vom südlichen Sirmione bis nach Garda am östlichen Seeufer. Im Vergleich zur Gardesana Occidentale am Westufer ist die Gardesana Orientale deutlich breiter und sehr gut befahrbar.

Sirmione – ein absolutes Highlight

Die Lage des Örtchens Sirmione auf einer in den See ragenden Halbinsel ist einfach unvergleichlich. Zur Hauptsaison herrscht rund um die beliebte Stadt einiger Trubel. Wer Sirmiones Altstadt auf der schmalen Landzunge besuchen möchte, sollte sich unbedingt zu Fuss auf den Weg machen und das Auto stehen lassen. Es gibt nur eine sehr enge Strasse, die nicht nur in der Rush Hour schnell verstopft ist.

In diesem vierteiligen Bericht fahren wir auf den Uferstrassen einmal um den gesamten Gardasee und stellen die charmanten Orte rund um den See vor:

Teil 1: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Riva und Gargnano

Teil 2: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Occidentale zwischen Toscolano Maderno und Desenzano



Teil 3: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale von Sirmione bis Garda

Teil 4: Rund um den Gardasee – Die Gardesana Orientale zwischen Torri del Benaco und Torbole

Die weithin sichtbare Skaligerburg aus dem 13. Jahrhundert gilt als eine der schönsten Wasserburgen der Welt – bei unserem Besuch sind wir von dem sehr guten Zustand des Bauwerks beeindruckt. Einst wurde die Burg als Schutz für die Altstadt errichtet, und so erhebt sie sich majestätisch neben dem Stadttor. Hinter dem Stadttor fühlen wir uns ins Mittelalter versetzt –wären da nicht die vielen Besucher mit ihren Smartphones und Kameras.

Schloss von Sirmione (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)

Schloss von Sirmione (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)

Direkt hinter der malerischen Altstadt befindet sich mit den Grotten des Catull ein weiteres Highlight auf der Halbinsel. Wer denkt, es handelt sich um unterirdische Grotten, der irrt, denn einst stand hier eine römische Villa, deren weitläufige Ruinen wir heute besichtigen können. Die Lage auf der Spitze der Landzunge ist einfach einmalig – die riesige Villenanlage beansprucht eine Fläche von mehr als 2000 m². Zum Glück haben wir unsere Badesachen im Gepäck, denn an der Spitze der Halbinsel gibt es bei den Kalkterrassen der Punta Grotte einige schöne Badestellen.

Nach einem erfrischenden Bad nehmen wir Abschied von Sirmione, und es geht weiter in Richtung Peschiera del Garda. Im Gegensatz zum bergigen Westufer ist die Gegend hier sehr flach. Das Örtchen liegt am einzigen Abfluss des Gardasees, dem Minicokanal. Die Altstadt ist vollkommen vom Wasser umgeben – ein Blick in unseren Reiseführer verrät, dass Pescheria eigentlich auf drei einzelnen Inseln liegt. Eine grosse Festungsanlage in Form eines fünfzackigen Sterns umgibt die Altstadt, an einigen Stellen sind die Mauern noch sehr gut erhalten.

Peschiera del Garda (Bild: Mentnafunangann, Wikimedia, CC)

Peschiera del Garda (Bild: Mentnafunangann, Wikimedia, CC)

Ganz in der Nähe liegt Italiens bekanntester Vergnügungspark: Gardaland gilt als italienisches Disneyland. Zahlreiche Fahrattraktionen, ein Delphinarium und unterschiedliche Shows sorgen bei Besuchern für reichlich Abwechslung. Von Pescheria aus verkehrt sogar ein kostenloser Pendelzug zum Gardaland. Besucher müssen in den Ferien und an den Wochenenden mit einem sehr grossen Andrang rechnen. Wer es weniger aufregend mag, besucht den Parco Sigurtà Giardino im Süden des Ortes. Auf einer Fläche von mehr als einer halben Million Quadratmetern wurde am Ufer des Minicokanals eine wunderbare Parklandschaft angelegt, die als eine der schönsten Europas gilt.



Von Garda aus fahren wir weiter nach Lazise, das mit einer malerischen, autofreien Altstadt punktet. Die Innenstadt wird vollständig von einer Stadtmauer umgeben. Besonders idyllisch ist der kleine Hafen, an dem sich zahlreiche kleine Restaurants und Bars befinden. Hoch über der Stadt erhebt sich eine sechstürmige Skaligerburg.

Wer unterwegs ein wenig entspannen möchte, macht einen Abstecher nach Colà. Dort gibt es ein sehr schönes Thermalbad, das mit einem Thermalsee, kleinen Wasserfällen und Grotten zu einem Wellnessaufenthalt einlädt.

Altstadt von Lazice (Bild: Späth Chr., Wikimedia)

Altstadt von Lazice (Bild: Späth Chr., Wikimedia)




Bardolino – Paradies für Weinkenner

Weiter geht es auf der Gardesana nach Bardolino. Der Name ist vor allem Weinkennern ein Begriff. In der Region rund um Bardolino befindet sich ein grosses Weinanbaugebiet. Bardolino selbst ist ein sehr geschäftiger und beliebter Ort. Mittelpunkt des Örtchens ist die Piazza Matteotti, hier herrscht zu jeder Tageszeit erheblicher Trubel. Besonders schön ist die romanische Kirche San Servero aus dem 11. Jahrhundert, die vor allem durch ihren asymmetrischen Grundriss besticht. Weinkenner kommen in der Region auf ihre Kosten, die Strada del Vino verläuft durch die sanften Hügel des Hinterlandes und verbindet mehr als 50 Weingüter. Bei Interesse erhalten Besucher in der Touristeninformation von Bardolino nähere Informationen.

Blick auf Gardasee von Bardolino  (Bild: Doris Rennekamp  / pixelio.de)

Blick auf Gardasee von Bardolino (Bild: Doris Rennekamp / pixelio.de)




Reizvolles Garda

Letzte Station in diesem Teil des Reiseberichts ist Garda, der Ort der dem See seinen Namen gab. Die Bezeichnung Garda leitet sich von der germanischen Bezeichnung warden oder Warte („Burg“) ab, das im Laufe der Zeit zu garden abgewandelt wurde. Sehr reizvoll ist die schöne Uferpromenade, die fast bis nach Bardolino reicht. Besonders schön präsentiert sich die kleine Hafenanlage mit dem Palazzo del Capitano, einem Palast im gotisch-venezianischen Stil aus dem 14. Jahrhundert.



Im letzten Teil unserer Reise bewältigen wir die Strecke zwischen Torri del Benaco und Torbole, wo uns mit Malcesine und dem Monte Baldo noch zwei Highlights auf unserer Strecke rund um den Gardasee erwarten.

 

Oberstes Bild: Seepromenade von Garda (© CTHOE, Wikimedia, CC)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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