Brighton – Englands liebenswertes Seebad

26.06.2014 |  Von  |  Europa, Grossbritannien
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Brighton – Englands liebenswertes Seebad
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Zu Recht ist Brighton eine der beliebtesten englischen Küstenstädte. Für einen Kurztrip ist das Seebad an der Küste von Sussex bestens geeignet. Bei einem Rundgang spüren Sie sogar ein wenig indisches Flair, denn der königliche Palast fasziniert mit seiner orientalischen Bauweise. Sehr schön ist ein Bummel über die Standpromenade und den Pier.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mauserte sich das Fischerörtchen Brighton zu einem beliebten Badeort – in dieser Zeit wurde auch der Royal Pavillon als Residenz für König George IV. fertiggestellt. Die Eröffnung der Eisenbahnverbindung zwischen Brighton und London sorgte dafür, dass der Ort an der Küste des Ärmelkanals zu einem beliebten Ausflugsziel der reichen Londoner avancierte. Oft wird Brighton mit dem Beinamen „London by the sea“ tituliert.



Sehenswert: Pier und Strandpromenade

Nach Ihrer Ankunft bietet sich zunächst ein Bummel über die belebte Strandpromenade an: Hier spüren Sie das charmante Flair des Ortes und atmen frische, salzige Seeluft. Auch wenn Sie im Sommer unterwegs sind, stecken Sie lieber eine leichte Jacke ein, aufgrund der Küstenlage herrscht hier stets ein leichter Wind. Wichtig: Sie sind in England – vergessen Sie den Regenschirm nicht! Bei zu starkem Wind sollten Sie allerdings auf das gute Stück verzichten; kaum ein Schirm schafft es, dem stürmischen Küstenwind zu trotzen!

Ein Muss ist ein Besuch des Brighton Piers – wer das erste Mal hier ist, ist von der Jahrmarktatmosphäre überrascht! Es dudeln und blinken unzählige Spielautomaten, am Ende des Piers erwartet Sie ein kleiner Vergnügungspark. Dennoch hat das Ganze seinen eigenen Reiz: Die Fahrgeschäfte, Losbuden und Spielhallen sind vor allem abends ein herrliches Erlebnis. Bei der richtigen Beleuchtung fällt es nicht auf, dass einige Gebäude durchaus einmal einen neuen Anstrich vertragen könnten. Mutige können sogar eine Achterbahnfahrt wagen!

Blick auf Brighton Pier (Bild: Clem Rutter, Rochester Kent, Wikimedia, GNU)

Blick auf Brighton Pier (Bild: Clem Rutter, Rochester Kent, Wikimedia, GNU)




Zudem haben Sie von hier aus einen wunderbaren Blick auf das Meer oder die Silhouette der Stadt. Tipp: Kosten Sie unbedingt einmal Fish & Chips an einer der zahlreichen Imbissbuden! Kinder lieben vor allem die Stände mit den bunten Zuckerstangen, die in allen Farben und Formen wirklich sehr verlockend aussehen! Mit dem West Pier besitzt die Küstenstadt noch eine weitere Seebrücke, die jedoch nach mehreren Bränden heute nicht mehr genutzt wird.

Meerjungfrau in der Brighton Marina (Bild: Bob Embleton, Wikimedia, CC)

Meerjungfrau in der Brighton Marina (Bild: Bob Embleton, Wikimedia, CC)

Indisches Flair – der Royal Pavillon

Ein weiteres Highlight ist der Royal Pavilion: Im Jahr 1786 mietete Prince George, der spätere König, das ehemalige Farmhaus in dem aufstrebenden Seebad. In den folgenden 35 Jahren wurde das Gebäude umfangreich umgebaut und erweitert. Der britische Architekt John Nash sorgte für das orientalische Erscheinungsbild des Palastes. Berichten zufolge ist Nash niemals in Indien gewesen, er orientierte sich an Zeichnungen aus Büchern.

Wenn Sie in den Wintermonaten an die englische Küste reisen, erwartet Sie eine ganz besondere Attraktion: Vor der traumhaften Kulisse des Palastes wird eine 800 Quadratmeter grosse Eisbahn angelegt. Selbst wenn Sie nicht gern Schlittschuh laufen, lohnt sich ein Besuch! Bei der Inneneinrichtung des Palastes liess King George sich vom chinesischen Stil inspirieren. Bei einem Rundgang erfahren Sie Wissenswertes über den ausschweifenden Lebensstil des Königs, der während seiner Regentschaft oft wegen seiner üppigen Körperfülle verspottet wurde.





Indisches Flair – der Royal Pavillon in Brighton (Bild. Peter Greenhalgh, Wikimedia)

Indisches Flair – der Royal Pavillon in Brighton (Bild. Peter Greenhalgh, Wikimedia)

Beliebte Viertel in der Altstadt

Direkt hinter dem königlichen Palast hat sich ein neues Viertel entwickelt: Zwischen Church Street und Trafalgar Street liegt die North Laine. Trendige Läden, schicke Restaurants und ausgefallene Second-Hand-Shops machen das alternative Viertel für einen Bummel ideal. Vor allem an Samstagen herrscht hier ein reger Trubel, das sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Wenn Ihre Füsse wehtun, kehren Sie in eines der zahllosen Cafés ein und beobachten Sie einfach die Leute – von schrullig bis stylish werden Sie jeden Typ entdecken!

In den liebenswerten Gassen der ursprünglichen Altstadt werden Sie sich schnell wohlfühlen. Bei einem Bummel durch die abwechslungsreichen Boutiquen vergeht die Zeit wie im Fluge. Wie in allen Seebädern sind die Preise zum Teil recht gesalzen, Sie sollten also ausreichend Geld einstecken haben! Eine wunderbare Atmosphäre herrscht in den kleinen Gassen von The Lane. Bei den kleinen Strassen handelt es sich um die ältesten Brightons – heute geniessen Sie hier vor allem zahlreiche Restaurants und Cafés.





In der Altstadt von Brighton (Bild: editor5807, Wikimedia, CC)

In der Altstadt von Brighton (Bild: editor5807, Wikimedia, CC)

Besonders sehenswert ist die Brighton Marina, hier schaukeln träge grosse weisse Jachten in der Sonne. Zudem finden Sie hier den kleinen Bahnhof der Volk’s Electric Railway. Die Waggons verbinden die Marina mit dem Pier – es handelt sich um die älteste elektrische Strassenbahn der britischen Insel.

Tauchen Sie ab – das Sea Life Centre

Brighton kann noch mit einem weiteren Superlativ aufwarten: Hier befindet sich das älteste Aquarium Grossbritanniens! Das viktorianische Gebäude wurde im Jahr 1872 eröffnet und galt damals als das grösste Aquarium weltweit. Heute befindet sich hier das Sea Life Centre, in dem Sie bei einem Besuch auf Tuchfühlung mit riesigen Rochen gehen können. Sehr schön und nahezu magisch ist das „Reich der Seepferdchen“. Wenn Sie mit der Familie unterwegs sind, reisst der Eintrittspreis ein mittelgrosses Loch in Ihre Ferienkasse, aber ein Besuch lohnt sich! Tipp: Wenn Sie Ihren Besuch vorher planen, buchen Sie Ihre Tickets vorab im Internet, dabei können Sie einiges sparen!



 

Oberstes Bild: Brighton – Strandleben im Sommer (© Petra Schmidt  / pixelio.de)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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