Guadalest – Mittelalterflair im Hinterland der Costa Blanca

24.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa

Das kleine Örtchen Guadalest in der spanischen Provinz Alicante ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Costa Blanca aus ist das Bergdorf, das in einmaliger Lage auf einer Felsspitze im Hinterland Benidorms thront, in kurzer Zeit erreicht.

Besonders das Castell de Guadalest, das hoch über dem Tal mit den Bergketten Aitana und Xortà im Hintergrund schwebt, ist ein einmaliger Anblick. Ein Rundgang durch das mittelalterliche Dörfchen gleicht einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Das sympathische Örtchen teilt sich in die Burganlage mit dem alten Dorfkern und das Viertel von El Arrabal auf. Ausflügler zieht es durch die kopfsteingepflasterten Strassen vor allem in Richtung Burg. Auf dem Weg präsentieren verschiedene Museen ihre Exponate: So gibt es ein Museum für Folterinstrumente , ein Puppenhausmuseum oder das Mikrominiaturmuseum, in dem Sie der Eiffelturm in einem Nadelöhr erwartet!

Einst besiedelten die Mauren die Gegend rund um Guadalest, im 13. Jahrhundert eroberten die Christen den Ort in 586 Metern Höhe. Heute erreichen Besucher die Altstadt durch einen Tunnel, der auf etwa 15 Meter in den Felsen gehauen wurde und Schutz vor Eindringlingen bieten sollte. Direkt gegenüber dem Tunnel befindet sich die Casa Orduña, in der im 16. Jahrhundert die einflussreichste Familie der Gegend wohnte. Heute beherbergt das Stadthaus ein Museum, von dem aus Sie Zutritt in die Burganlage haben.

Über einige Treppen geht es hinauf auf das Castillo – von hier aus geniessen Sie einen einmaligen Blick auf den unterhalb gelegenen Stausee des Rio Guadalest, der in wunderbaren Türkistönen schimmert und die gesamte Gegend mit Wasser versorgt. Leider wurde die Befestigung der Burganlage im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges gesprengt, so dass nur noch einige Überreste zu sehen sind. Lediglich die Zisterne, der Turm und einige Reste der Burgmauer sind noch vorhanden.

Der Stausee von Guadalest (Bild: Daniel Gil, Wikimedia, CC)

Der Stausee von Guadalest (Bild: Daniel Gil, Wikimedia, CC)

In die Kirche La Asunción de la Virgen gelangen Sie ebenfalls durch das Stadthaus, es gibt aber auch einen Eingang von der Dorfstrasse aus. Zu Zeiten der Maurenherrschaft gab es hier einen kleinen Tempel, auf dem die Barockkirche später errichtet wurde. Im Untergeschoss des Rathauses haben Sie die Möglichkeit, einen Kerker aus dem 12. Jahrhundert zu besichtigen.

Abgerundet wird das mittelalterliche Flair durch vielfältige Geschäfte, in denen es ein breites Angebot unterschiedlichster Souvenirs gibt. Regionale Produkte wie Honig oder Likör sind perfekt als Mitbringsel für daheim geeignet. Nach einer ausgedehnten Besichtigung des liebenswerten Bergdorfs warten einige Restaurants und Cafés auf Ihren Besuch. Besonderer Betrieb herrscht in den ersten beiden Juliwochen, in denen vielfältige Kulturevents Ihren Aufenthalt bereichern.

 

Oberstes Bild: Das Castell de Guadalest (Rodriguillo, Wikimedia)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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